Die Europäische Union exportiert in die USA besonders viele Pharmaprodukte sowie Maschinen und mechanische Geräte. Das zeigt die Statista-Grafik mit Eurostat-Daten. Auf den Plätzen drei bis vier folgen organische chemische Erzeugnisse und Fahrzeuge bzw. Fahrzeugteile. Bei allen genannten Gütern weisen die Daten einen Handelsüberschuss der EU auf. Das bedeutet, dass die EU mehr von diesen Produkten in die USA exportieren, als sie von dort importieren.
So hat die EU im ersten bis dritten Quartal des Jahres 2025 etwa Kraftfahrzeuge im Wert von rund 32 Milliarden US-Dollar in die USA exportiert, während sie umgekehrt lediglich Kraftfahrzeuge im Wert von 8,1 Milliarden US-Dollar von dort importiert hat. Donald Trump nimmt diese Handelsbilanz als Missverhältnis wahr, kritisiert die EU dafür öffentlich und droht der EU mit höheren Einfuhrzöllen. Mehrfach hat er hierbei Kraftfahrzeuge als Beispiel angeführt.
Dieses Ungleichgewicht hat mehrere Gründe. Zum einen produzieren US-Hersteller wie Ford, GM (Chevrolet, Cadillac, GMC) und Stellantis (Chrysler, Jeep, Dodge) ihre Fahrzeuge vorwiegend für den Heimatmarkt USA und entwickeln Modelle, die für Käufer in Europa kaum attraktiv sind. Hinzu kommt, dass die EU – vor allem Deutschland – Weltmarktführer im Premium- und Luxussegment sind. Dadurch ergibt sich ein im Schnitt höherer Fahrzeugwert. Außerdem gibt es technische Handelshemmnisse, wie unterschiedliche Sicherheits- und Abgasnormen, welche den US-Herstellern die Anpassung ihrer Modelle für Europa erschweren.





















