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Statistiken und Umfragen zu Landtagswahlen und zur politischen Stimmung in Thüringen

Der Termin für die nächste Landtagswahl in Thüringen ist noch nicht bekannt, sie wird jedoch voraussichtlich im Herbst 2024 stattfinden. Laut der Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Thüringen aus dem August 2022 wäre die AfD mit 25 Prozent die stärkste politische Kraft geworden, wenn am Sonntag nach der Umfrage tatsächlich Landtagswahlen in Thüringen gewesen wären. Auf Platz zwei wären knapp dahinter, mit drei Prozentpunkten weniger, Linke und CDU platziert. Auf die SPD entfielen 11 Prozent der Stimmen. Die FDP und die Grünen hätten die 5-Prozent-Hürde mit fünf und sieben Prozent knapp überwunden.

Statistik: Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag (25. Juli 2021) Landtagswahl in Thüringen wäre?  | Statista


Mehrheit unzufrieden mit Rot-Rot-Grün

Mit der Arbeit der aktuellen Landesregierung in Thüringen, bestehend aus der Partei der Linken, der SPD und den Grünen, sind laut einer Umfrage aus August 2022 insgesamt 57 Prozent weniger bis gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit des Ministerpräsidenten von Thüringen Bodo Ramelow zeigten sich 53 Prozent zufrieden. Mit Björn Höcke von der AfD waren hingegen 68 Prozent der Befragten weniger bis gar nicht zufrieden. Aktuell regiert die Koalition in Thüringen in Form einer Minderheitenregierung. In einer Umfrage aus dem Februar 2022 sprachen sich 62 Prozent der Befragten für möglichst baldige Neuwahlen aus und plädierten damit für klarere politische Verhältnisse. Bei der AfD lag der Anteil für Neuwahlen bei knapp 90 Prozent.

Das Corona-Krisenmanagement und der Umgang mit dem wirtschaftlichen Ausnahmezustand durch den Ukraine-Krieg haben einen großen Einfluss auf die politische Stimmung im ostdeutschen Bundesland. Nachdem durch Bund und Länder Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen stattgefunden haben, werden für den Herbst 2022 neue Maßnahmen diskutiert. Rund 60 Prozent der befragten Thüringer würden bei stark steigenden Infektionszahlen eine Maskenpflicht im Innenraum unterstützen. Vorübergehende Schulschließungen würden hingegen bei einer deutlichen Mehrheit der befragten Thüringer auf Ablehnung stoßen. Doch nicht nur die Corona-Krise bereitet Bedenken. Auch die steigenden Preise für Gas, Strom und Waren des alltäglichen Bedarfs führten bei fast 80 Prozent der befragten Thüringer im August 2022 zu großen bis sehr großen Sorgen. Unter den befragten AfD-Anhängern lag dieser Anteil bei fast 90 Prozent. Zudem werden energiepolitische Maßnahmen diskutiert, durch die im Winter Energie gespart werden soll. Hierbei würden rund 80 Prozent der Thüringer die vorübergehende Schließung von Schwimm- und Turnhallen nicht unterstützen.

Ergebnis der Landtagswahlen in Thüringen am 27. Oktober 2019

Die letzte Landtagswahl in Thüringen fand am 27. Oktober 2019 statt. Nach dem amtlichen Wahlergebnis wurde die Linke unter Ministerpräsident Bodo Ramelow mit einem Stimmenanteil von 31 Prozent stärkste Kraft in Thüringen. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit einem Stimmenanteil von 23,4 Prozent. Die CDU musste bei der Wahl mit 11,8 Prozentpunkten die größten Stimmverluste im Vergleich zur Wahl 2014 hinnehmen. Auch SPD und Grüne verloren große Teile ihrer Wählerstimmen. Der FDP gelang nach dem endgültigen Ergebnis mit 5,0 Prozent der Wiedereinzug in den Thüringer Landtag nur denkbar knapp. Die Wahlbeteiligung betrug 64,9 Prozent, dies war deutlich mehr als bei der letzten Landtagswahl, als die Wahlbeteiligung mit 52,7 Prozent so niedrig wie bei keiner vorherigen Landtagswahl in Thüringen war.

Die Wahl des FDP-Kandidaten Kemmerich zum Ministerpräsidenten

Bei der 1. Wahl des neuen Regierungschefs von Thüringen am 05. Februar 2020 trat Bodo Ramelow von der Linken zur Wiederwahl des Ministerpräsidenten erneut an, hatte jedoch mit dem Bündnis aus SPD und Grünen keine Mehrheit im Parlament. Gegen seinen Gegenkandidaten, Christoph Kindervater von der AfD, erhielt Ramelow auch nach dem zweiten Wahlgang keine benötigte absolute Mehrheit. Im dritten Wahlgang bedurfte es nur noch einer relativen Mehrheit, diese lag für Ramelow in den ersten beiden Wahlgängen vor. Für den dritten Wahlgang ließ sich mit dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich spontan ein weiterer Kandidat aufstellen. Dieser gewann den dritten Wahlgang mit 45 Stimmen gegenüber 44 Stimmen, die auf Bodo Ramelow entfielen. Durch die Sitzverteilung im Thüringer Landtag war klar, dass die AfD nicht ihren eigenen Kandidaten sondern Kemmerich gewählt hatten, dies sorgte deutschlandweit für Proteste und Fassungslosigkeit. Politiker:innen der SPD, Grünen und Linken sprachen von einem Tabubruch und forderten einen Rückzug Kemmerichs und Neuwahlen. Auch die Bundes-CDU und Bundes-FDP versuchten den neuen Ministerpräsidenten zu einem Rückzug zu bewegen, dies lehnte Kemmerich zunächst ab, kündigte jedoch wenig später seinen Rücktritt an. Anstatt zu Neuwahlen kam es am 04. März 2020 zur 2. Wahl des Ministerpräsidenten von Thüringen, in dem der Kandidat der Linken und amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow erneut wiedergewählt wurde.

Im Statista-Dossier zu den Landtagswahlen in Thüringen finden Sie neben den Ergebnissen der Wahl auch detaillierte Angaben zu den Wählerwanderungen zwischen den einzelnen Parteien bei der Wahl im Jahr 2019 sowie die Ergebnisse aller bisherigen Landtagswahlen in Thüringen. Zudem enthält das Dossier Umfragen zur politischen Stimmung in Thüringen.


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