Statistiken zur AfD

Die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde am 06. Februar 2013 gegründet. Der Gründungsparteitag, bei dem die Satzung festgelegt und der Parteivorstand gewählt wurde, fand am 14. April 2013 statt. Die Partei entstand aus dem Bündnis "Wahlalternative 2013" und hatte ursprünglich hauptsächlich eine eurokritische Ausrichtung. Gleichberechtigte Parteivorsitzende (auch "Bundessprecher" genannt) sind Jörg Meuthen und Alexander Gauland.

Einer der Gründungsmitglieder war Bernd Lucke, Professor für Makroökonomie und langjähriges Mitglied der CDU. Lucke und seine Mitstreiter kritisierten die damalige Politik zur Euro-Rettung stark, forderten die Wiedereinführung der D-Mark und sahen die Partei auch als ein Anlaufpunkt für Protestwähler, die von der damaligen Politik enttäuscht waren. Im Laufe der nächsten Jahre entwickelten sich verschiedene Flügel innerhalb der Partei. Mit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung entstand ein parteiinterner Machtkampf zwischen dem nationalkonservativen Flügel, der Pegida nahe stand und dem gemäßigtem, wirtschaftsliberalen Flügel um Bernd Lucke. Lucke gründete zu der Zeit den Verein "Weckruf 2015", der eine Machtübernahme von Vertretern des rechten Flügels der Partei verhindern wollte. Im Juli 2015 kam es auf einem Mitgliederparteitag zu einer Kampfabstimmung, bei der Bernd Lucke unterlag und Frauke Petry zur ersten Parteisprecherin gewählt wurde. Nach dem Sieg des nationalkonservativen Flügels trat Lucke aus der Partei aus und gründete die Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA), die sich später in Liberal-Konservative Reformer (LKR) umbenannte.

Im September 2013 nahm die Partei erstmals an einer Bundestagswahl teil. Hier scheiterte die Partei ebenso an der 5-Prozent-Hürde wie bei der zeitgleich stattgefundenen Landtagswahl in Hessen. Bei allen in der Folge bis Oktober 2017 stattgefundenen Landtagswahlen schaffte sie allerdings den Sprung in die Parlamente, bei der Wahl in Sachsen-Anhalt wurde sie sogar mit über 24 Prozent zweitstärkste Kraft nach der CDU. Im Oktober 2017 verfügte die AfD über Sitze in 14 Landesparlamenten. Bei der Europawahl im Mai 2014 erreichte die Partei in Deutschland über 7 Prozent und zog in das europäische Parlament ein.
Betrachtet man die Wählerwanderungen bei den einzelnen Wahlen, zeigt sich, dass die AfD insbesondere von bisherigen Nichtwählern, von Wählern anderer als den etablierten Parteien sowie von ehemaligen Wählern der CDU Stimmen gewonnen hat. Allerdings gewann die AfD von nahezu allen Parteien Wählerstimmen hinzu.

In Umfragen waren über 75 Prozent der befragten Personen der Meinung, dass rechtsextremes Gedankengut bei der AfD weit oder sogar sehr weit verbreitet ist. 60 Prozent der befragten Bundesbürger sahen in der AfD eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland.

Die Partei hatte im Jahr 2017 über 27.600 Mitglieder (Stand Dezember), die meisten davon in Nordrhein-Westfalen.


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