Statistiken zur AfD

Die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde am 06. Februar 2013 gegründet. Der Gründungsparteitag, bei dem die Satzung festgelegt und der Parteivorstand gewählt wurde, fand am 14. April 2013 statt. Die Partei entstand aus dem Bündnis "Wahlalternative 2013" und hatte ursprünglich hauptsächlich eine eurokritische Ausrichtung. Parteivorsitzende sind Frauke Petry und Jörg Meuthen.


Einer der Gründungsmitglieder war Bernd Lucke, Professor für Makroökonomie und langjähriges Mitglied der CDU. Lucke und seine Mitstreiter kritisierten die damalige Politik zur Euro-Rettung stark, forderten die Wiedereinführung der D-Mark und sahen die Partei auch als ein Anlaufpunkt für Protestwähler, die von der damaligen Politik enttäuscht waren. Im Laufe der nächsten Jahre entwickelten sich verschiedene Flügel innerhalb der Partei. Mit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung entstand ein parteiinterner Machtkampf zwischen dem nationalkonservativen Flügel, der Pegida nahe stand und dem gemäßigtem, wirtschaftsliberalen Flügel um Bernd Lucke. Lucke gründete zu der Zeit den Verein "Weckruf 2015", der eine Machtübernahme von Vertretern des rechten Flügels der Partei verhindern wollte. Im Juli 2015 kam es auf einem Mitgliederparteitag zu einer Kampfabstimmung, bei der Bernd Lucke unterlag und Frauke Petry zur ersten Parteisprecherin gewählt wurde. Nach dem Sieg des nationalkonservativen Flügels trat Lucke aus der Partei aus und gründete die Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA), die sich später in Liberal-Konservative Reformer (LKR) umbenannte.

Im September 2013 nahm die Partei erstmals an einer Bundestagswahl teil. Hier scheiterte die Partei ebenso an der 5-Prozent-Hürde wie bei der zeitgleich stattgefundenen Landtagswahl in Hessen. Bei allen in der Folge bis Ende 2016 stattgefundenen Landtagswahlen schaffte sie allerdings den Sprung in die Parlamente, bei der Wahl in Sachsen-Anhalt wurde sie sogar mit über 24 Prozent zweitstärkste Kraft nach der CDU. Zu Beginn des Jahres 2017 verfügte die AfD über Sitze in 10 Landesparlamenten. Bei der Europawahl im Mai 2014 erreichte die Partei in Deutschland über 7 Prozent und zog in das europäische Parlament ein. Nach aktuellen Umfragen wird der AfD auch der Einzug in den Bundestag bei der Wahl im Herbst 2017 gelingen.
Betrachtet man die Wählerwanderungen bei den einzelnen Wahlen, zeigt sich, dass die AfD insbesondere von bisherigen Nichtwählern, von Wählern anderer als den etablierten Parteien sowie von ehemaligen Wählern der CDU Stimmen gewonnen hat. Allerdings gewann die AfD von nahezu allen Parteien Wählerstimmen hinzu.

In Umfragen waren über 80 Prozent der befragten Personen der Meinung, dass rechtsextremes Gedankengut bei der AfD weit oder sogar sehr weit verbreitet ist. Ebenfalls über 80 Prozent der befragten Bundesbürger warfen der Partei vor, sich nicht genug von rechtsextremen Positionen einzelner Politiker der AfD abzugrenzen. Eine Mehrheit von 62 Prozent war der Meinung, dass sich AfD-Politiker Björn Höcke mit seiner Aussage zum Berliner Holocaust-Mahnmal als "Denkmal der Schande" endgültig als Anhänger des Nationalsozialismus zu erkennen gegeben hat. Allerdings geht auch knapp die Hälfte davon aus, dass die AfD durch die Äußerungen von Björn Höcke eher Wähler verlieren als neue hinzugewinnen wird.

Die Partei hat nach eigenen Angaben über 25.000 Mitglieder (Stand Januar 2017), die durchschnittlich 47 Jahre alt sind (Stand Januar 2016). Der Frauenanteil liegt nach Angaben der AfD bei 16 Prozent (April 2016).


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