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Deutscher Bundestag: Statistiken und Daten

Der Deutsche Bundestag nimmt als Parlament der Bundesrepublik Deutschland das gesetzgebende oder legislative Organ in der repräsentativen Demokratie ein. Damit ist der Bundestag die entscheidende politische Kraft in der Beratung und der Verabschiedung von Gesetzen und fungiert als Kontrollorgan der Exekutiven. Als einziges deutsches Verfassungsorgan wird der Bundestag direkt durch die Wahlberechtigten gewählt, einer Legislaturperiode gilt dabei vier Jahre. Als gewählte Repräsentanz des Volkes wählt der Bundestag weitere wichtige politische Ämter, wie das Amt des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin sowie als Teil der Bundesversammlung den Bundespräsidenten bzw. die Bundespräsidentin. Zumdem beruft der Bundestag die Hälfte der Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts.

Struktur des Bundestags

Im aktuellen Bundestag der 20. Wahlperiode sitzen 736 Abgeordnete aus sieben unterschiedlichen Parteien. Die Parteien schließen sich nach der Bundestagswahl zu parlamentarischen Fraktionen zusammen, in der Regel entsprechen die Fraktionen jedoch den jeweiligen Parteiangehörigkeiten. Die aktuell stärkste Fraktion bildet die SPD, die auf insgesamt 206 Mandate kommt.

Ein diskutiertes Problem in der jüngsten Vergangenheit ist die stetige Vergrößerung des Bundestag. Theoretisch müsste der Bundestag 598 Mandate umfassen (299 Direktmandate in den Wahlkreisen plus 299 Listenplätze der Parteien), allerdings kamen in den vergangenen Wahlperioden durch Überhangs- und Ausgleichmandate mehr Abgeordnete hinzu. Überhangsmandate werden vergeben, sobald eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erringt, als ihr dort nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen. Mit der Reform des Wahlgesetzes 2013 sollen Ausgleichsmandate dieses mögliche Ungleichgewicht zwischen Wahlergebnis und Mandatszahlen ausgleichen. Durch die stetige Vergrößerung der Sitzanzahl gilt der Bundestag mittlerweile als größtes, frei gewähltes Einkammer-Parlament der Welt.

In der Alters- und Sozialstruktur des Deutschen Bundestags gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Prinzipiell kann sich jede Bundesbürgerin und Bürger zur Wahl stellen, wenn das Mindestalter von 18 Jahren erreicht ist. Das Durchschnittsalter im Bundestag liegt bei rund 49 Jahren, die durchschnittlich älteste Fraktion ist die AfD. Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag stieg nach zuletzt 31,5 Prozent auf rund 35 Prozent. Den größten Frauenanteil innerhalb der Fraktionen haben die Grünen mit einem Anteil von rund 58 Prozent. Im Vergleich der unterschiedlichen Berufsgruppen kommen die meisten Abgeordneten aus dem Bereich des öffentlichen Diensts.

Funktion und Aufgaben

Der Bundestag nimmt zahlreiche politisch institutionelle Aufgaben wahr. Im staatlichen Prinzip der Gewaltenteilung nimmt der Bundestag als Parlament die Rolle der gesetzgebenden Gewalt ein: Der Bundestag berät und verabschiedet Gesetze. Der Großteil der verabschiedeten Gesetze beruhen auf Vorlagen der Bundesregierung, ein weiterer Teil beruht auf Initiative des Bundestags. Bevor das Gesetz jedoch in Kraft treten kann, muss im föderalen Staatensystem die Länderkammer des Bundesrats der Gesetzesvorlage zustimmen. Neben der Gesetzgebung übernimmt der Bundestag die Kontrollfunktion über die exekutive Gewalt der Bundesregierung. Dazu stehen dem Bundestag unterschiedliche parlamentarische Kontrollinstrumente zur Verfügung, wie parlamentarische Anfragen oder die Einberufung von Kontrollausschüssen.

Bundestagswahl am 26. September 2021

Am 26. September 2021 war die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland zur Bundestagswahl aufgerufen. Nach amtlichem Endergebnis erhielt die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz 25,7 Prozent der Wählerstimmen und wurde damit Wahlsieger vor der Union aus CDU/CSU, die ihr historisch schlechtestes Ergebnis einfuhr. Das Wahlergebnis ließ einige Koalitionsoptionen zu. Am Ende setzte sich eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP durch, an deren Spitze Olaf Scholz am 8. Dezember als Bundeskanzler gewählt wurde.
Weitere Informationen zur Bundestagswahl finden Sie auf der Themenseite zur Ergebnisse der Bundestagswahl.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Deutscher Bundestag" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Struktur des Bundestags

Aufgabe und Funktion

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 44 Statistiken aus dem Thema "Deutscher Bundestag".

Deutscher Bundestag

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Deutscher Bundestag: Statistiken und Daten

Der Deutsche Bundestag nimmt als Parlament der Bundesrepublik Deutschland das gesetzgebende oder legislative Organ in der repräsentativen Demokratie ein. Damit ist der Bundestag die entscheidende politische Kraft in der Beratung und der Verabschiedung von Gesetzen und fungiert als Kontrollorgan der Exekutiven. Als einziges deutsches Verfassungsorgan wird der Bundestag direkt durch die Wahlberechtigten gewählt, einer Legislaturperiode gilt dabei vier Jahre. Als gewählte Repräsentanz des Volkes wählt der Bundestag weitere wichtige politische Ämter, wie das Amt des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin sowie als Teil der Bundesversammlung den Bundespräsidenten bzw. die Bundespräsidentin. Zumdem beruft der Bundestag die Hälfte der Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts.

Struktur des Bundestags

Im aktuellen Bundestag der 20. Wahlperiode sitzen 736 Abgeordnete aus sieben unterschiedlichen Parteien. Die Parteien schließen sich nach der Bundestagswahl zu parlamentarischen Fraktionen zusammen, in der Regel entsprechen die Fraktionen jedoch den jeweiligen Parteiangehörigkeiten. Die aktuell stärkste Fraktion bildet die SPD, die auf insgesamt 206 Mandate kommt.

Ein diskutiertes Problem in der jüngsten Vergangenheit ist die stetige Vergrößerung des Bundestag. Theoretisch müsste der Bundestag 598 Mandate umfassen (299 Direktmandate in den Wahlkreisen plus 299 Listenplätze der Parteien), allerdings kamen in den vergangenen Wahlperioden durch Überhangs- und Ausgleichmandate mehr Abgeordnete hinzu. Überhangsmandate werden vergeben, sobald eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate erringt, als ihr dort nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen. Mit der Reform des Wahlgesetzes 2013 sollen Ausgleichsmandate dieses mögliche Ungleichgewicht zwischen Wahlergebnis und Mandatszahlen ausgleichen. Durch die stetige Vergrößerung der Sitzanzahl gilt der Bundestag mittlerweile als größtes, frei gewähltes Einkammer-Parlament der Welt.

In der Alters- und Sozialstruktur des Deutschen Bundestags gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Prinzipiell kann sich jede Bundesbürgerin und Bürger zur Wahl stellen, wenn das Mindestalter von 18 Jahren erreicht ist. Das Durchschnittsalter im Bundestag liegt bei rund 49 Jahren, die durchschnittlich älteste Fraktion ist die AfD. Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag stieg nach zuletzt 31,5 Prozent auf rund 35 Prozent. Den größten Frauenanteil innerhalb der Fraktionen haben die Grünen mit einem Anteil von rund 58 Prozent. Im Vergleich der unterschiedlichen Berufsgruppen kommen die meisten Abgeordneten aus dem Bereich des öffentlichen Diensts.

Funktion und Aufgaben

Der Bundestag nimmt zahlreiche politisch institutionelle Aufgaben wahr. Im staatlichen Prinzip der Gewaltenteilung nimmt der Bundestag als Parlament die Rolle der gesetzgebenden Gewalt ein: Der Bundestag berät und verabschiedet Gesetze. Der Großteil der verabschiedeten Gesetze beruhen auf Vorlagen der Bundesregierung, ein weiterer Teil beruht auf Initiative des Bundestags. Bevor das Gesetz jedoch in Kraft treten kann, muss im föderalen Staatensystem die Länderkammer des Bundesrats der Gesetzesvorlage zustimmen. Neben der Gesetzgebung übernimmt der Bundestag die Kontrollfunktion über die exekutive Gewalt der Bundesregierung. Dazu stehen dem Bundestag unterschiedliche parlamentarische Kontrollinstrumente zur Verfügung, wie parlamentarische Anfragen oder die Einberufung von Kontrollausschüssen.

Bundestagswahl am 26. September 2021

Am 26. September 2021 war die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland zur Bundestagswahl aufgerufen. Nach amtlichem Endergebnis erhielt die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz 25,7 Prozent der Wählerstimmen und wurde damit Wahlsieger vor der Union aus CDU/CSU, die ihr historisch schlechtestes Ergebnis einfuhr. Das Wahlergebnis ließ einige Koalitionsoptionen zu. Am Ende setzte sich eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP durch, an deren Spitze Olaf Scholz am 8. Dezember als Bundeskanzler gewählt wurde.
Weitere Informationen zur Bundestagswahl finden Sie auf der Themenseite zur Ergebnisse der Bundestagswahl.

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