Politische Stimmung in Deutschland 2018 und Bundestagswahlen bis 2017

Veröffentlicht von Statista Research Department, 20.06.2019
Gemäß Sonntagsfrage käme die CDU/CSU auf 29 Prozent der Wählerstimmen, wenn am nächsten Sonntag (26. August 2018) Bundestagswahl wäre. Die SPD würde 18 Prozent der Stimmen erhalten, die AfD wäre mit 17 Prozent drittstärkste Kraft in Deutschland. 25 Prozent der in einer Umfrage befragten Personen waren im August mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. Nicht bzw. gar nicht zufrieden zeigten sich hingegen 74 Prozent der Befragten.

Interessante Statistiken

In den folgenden 8 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 93 Statistiken aus dem Thema "Politische Stimmung und Bundestagswahlen in Deutschland".


Nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen in der sächsischen Stadt Chemnitz kam es dort Ende August 2018 an mehreren Tagen zu rechten Protesten. Die ausländerfeindlichen Übergriffe und fremdenfeindlichen Demonstrationen waren ein gezielter Angriff auf demokratische Werte und haben eine weitreichende gesellschaftliche Debatte zum Rechtsextremismus ausgelöst. Nach einer aktuellen Umfrage waren 76 Prozent der befragten Personen der Meinung, dass die Demokratie in Deutschland durch Rechtsextreme gefährdet ist. Unter den befragten Parteianhängern der AfD waren nur 34 Prozent dieser Meinung. Zum gleichen Zeitpunkt waren 72 Prozent der Befragten der Ansicht, dass in Deutschland von Seiten der Politik nicht genügend gegen Rechtsextreme getan wird. 52 Prozent bestätigten, dass dies auch auf Polizei und Behörden zutreffe.

Ein weiteres aktuelles Thema ist das Rentenpaket der großen Koalition, in dem es um mehr Geld für Mütter und die Sicherung einer stabilen Rente geht. Nach einer aktuellen Umfrage fühlten sich 53 Prozent der befragten Personen in Westdeutschland im Alter finanziell gut bzw. sehr gut abgesichert. In Ostdeutschland gaben 45 Prozent der Befragten an, sich für den Ruhestand abgesichert zu fühlen. Um künftige Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung zu vermeiden, sprachen sich 82 Prozent der Befragten für die Aufnahme von Beamten und Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung aus. Als mehrheitlich weniger hilfreiche Maßnahmen wurden eine Erhöhung des Beitrages und des Renteneintrittsalters gewertet.

Am 24. September 2017 fand in Deutschland die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Die CDU/CSU erreichte nach dem amtlichen Wahlergebnis 32,9 Prozent der Zweitstimmen und wurde somit stärkste Partei. Die SPD erhielt 20,5 Prozent der Wählerstimmen und fuhr damit das schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ein. Die AfD erreichte 12,6 Prozent der Stimmen und wird erstmals in den Bundestag einziehen. Die FDP erhielt 10,7 Prozent der Zweitstimmen und wird somit wieder in den Bundestag einziehen, nachdem die Partei bei der Wahl im Jahr 2013 erstmals an der 5-Prozent-Hürde scheiterte. Die Grünen erreichten 8,9 Prozent der Wählerstimmen, die Linke 9,2 Prozent.
Betrachtet man die Gewinne und Verluste der Parteien im Vergleich zur Wahl im Jahr 2013, so zeigt sich, dass die Union aus CDU und CSU mit 8,6 Prozentpunkten die größten Verluste hinnehmen musste. Auch die SPD hat mit 5,2 Prozentpunkten viele Stimmen verloren. Insbesondere die AfD mit 7,9 Prozentpunkten und die FDP mit 6 Prozentpunkten konnten im Vergleich zu 2013 deutlich zulegen. Die Linke und die Grünen konnten leichte Zugewinne erreichen.
Die AfD konnte im Vergleich zur Wahl 2013 insbesondere Personen aus dem Lager der Nichtwähler für sich gewinnen. Insgesamt gewann die AfD von allen zukünftig im Bundestag vertretenen Parteien Wählerstimmen hinzu, darunter fast 1 Million Wähler von der CDU/CSU. Die Union verlor mit ca. 1,36 Millionen Wählern die meisten Stimmen an die FDP. Die SPD verlor Wähler an alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien und konnte nur Personen aus der Gruppe der Nichtwähler für sich gewinnen.

Im Bundestag wird die CDU/CSU nach dem amtlichen Ergebnis 246 der insgesamt 709 Sitze einnehmen (siehe die vorläufige Sitzverteilung im neuen Bundestag). Die SPD kündigte nach der Wahl an, in der nächsten Legislaturperiode in die Opposition zu gehen und wird mit 153 Sitzen neuer Oppositionsführer im Bundestag werden.
Die Wahlbeteiligung erhöhte sich bei der Wahl 2017 im Vergleich zur vorherigen Wahl deutlich und lag bei 76,2 Prozent.

Im Statista-Dossier zur politischen Stimmung und zu den Bundestagswahlen in Deutschland sind die Ergebnisse aktueller Umfargen sowie die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 zusammengestellt. Zudem finden sich dort die Ergebnisse der Bundestagswahlen 2013 und 2009 sowie die Ergebnisse früherer Wahlen.


Politische Stimmung in Deutschland 2019 und Bundestagswahlen bis 2017

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