Statistiken zu Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz

Veröffentlicht von Statista Research Department, 17.07.2018
Zeitungen sind in kurzen Zeitabständen periodisch erscheinende Druckerzeugnisse mit aktuellem und universellem Inhalt. Zeitschriften hingegen sind meist auf ein Thema oder einen Leserkreis spezialisiert. Die Schweizer bevorzugen Presseerzeugnisse als Informationsmittel über das Geschehen im Ausland und in der Schweiz. Aber auch über Vorgänge in der eigenen Region und im Wohnort informiert sich der Schweizer in der Regel über Zeitungen und Zeitschriften. Entsprechend verfügen rund 65 Prozent der Schweizer Haushalte über ein Zeitungsabonnement.

Interessante Statistiken

In den folgenden 8 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 54 Statistiken aus dem Thema "Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz".


Trotz dieser erfreulichen Zahlen befindet sich auch der Schweizer Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt seit mehreren Jahren im Abwärtstrend. Insgesamt gab es in der Schweiz im Jahr 2016 noch 2.006 verschiedene Printmedientitel. Die Anzahl verringerte sich aber seit 2007 deutlich um knapp 950. Rund 1500 Titel waren dabei der Spezial- bzw. Fachpresse zuzuordnen. Im gleichen Jahr erschienen in der Schweiz rund 100 Tageszeitungen.

Die größte Reichweite erzielte mit weitem Abstand im Zeitraum 2016/17 die Tageszeitung 20 Minuten. Sie verzeichnete rund 1,31 Millionen Leser. Die zweitplatzierte Publikation hatte im gleichen Zeitraum rund 534.000 Leser. Die reichweitenstärkste Sonntagszeitung war im Jahr 2017 mit knapp 558.000 Lesern die SonntagsZeitung. In der Gesamtbevölkerung erreichten die Schweizer Presseerzeugnisse eine Reichweite von 95,5 Prozent.

Sowohl die Gesamtauflage der Zeitungen als auch die durchschnittliche Tagesauflage sanken von 2015 auf 2016. Mit knapp 451.180 Exemplaren belegte im Jahr 2016/17 die Zeitung 20 Minuten im Ranking der größten Zeitungen in der Schweiz ebenfalls Platz 1. Die auflagenstärkste Fachzeitung war mit rund 142.297 Ausgaben die Schweizer Gewerbezeitung. Bei den Sportzeitschriften lag das Magazin Alpen mit knapp 110.900 Exemplaren auf Platz 1.

Mit Abonnements von Tageszeitungen generieten die Verlagshäuser im Jahr 2015 einen Umsatz von 623 Millionen Schweizer Franken. Die Spezialpresse steuerte auf diesem Wege rund 92 Millionen CHF zum Gesamtumsatz bei. An den Kiosken der Schweiz werden inländische und ausländische Presseerzeugnisse ungefähr im gleichen Umfang konsumiert. Aber auch hier ist ein deutlich abfallender Trend zu erkennen. Belief sich der Gesamtumsatz im Jahr 2005 noch auf rund 700 Millionen Schweizer Franken, halbierte er sich bis zum Jahr 2015 fast.

Der negative Trend wird besonders bei Betrachtung der Netto-Werbeeinnahmen deutlich. Konnten mit Tages-, Sonntags-, und regionaler Wochenpresse im Jahr 2007 noch rund 1,8 Milliarden Schweizer Franken umgesetzt werden, verringerte sich dieser Wert dramatisch. Im Jahr 2017 wurde knapp 1,4 Milliarde weniger durch Werbeeinnahmen eingenommen. Die Aufgliederung nach Pressetyp zeigt, dass vor allem die Zeitungen betroffen sind. Lag der Rückgang bei Zeitschriften bei rund 25 Prozent von 2012 bis 2017, verringerten sich die Werbeumsätze für Zeitungen im gleichen Zeitraum um rund 32 Prozent. Auch im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr waren die Einbußen bei Zeitungen seit 2012 am größten.

Trotz dieser negativen Entwicklungen liegen Tageszeitungen bei den täglich benutzten Medien auf Platz 3, noch vor dem Fernseher. Das Problem der Zeitungen und Zeitschriften liegt vor allem in der Ak­qui­rie­rung Jugendlicher. Rund 60 Prozent der Befragten gaben im Jahr 2016 an, dass sie nie oder seltener als einmal im Monat eine Abozeitung lesen, für Zeitschriften liegt dieser Wert bei rund 56 Prozent.

Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz

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