Statistiken zum Thema Radio in der Schweiz

Vergleicht man die tägliche Nutzungsdauer unterschiedlicher Medien in der Schweiz, so nahm im Jahr 2015 das Radio den zweiten Rang hinter dem Internet ein. Die Radiobranche konnte auch einen leichten Umsatzanstieg von 2012 mit 609 Millionen Schweizer Franken auf 633 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2016 erzielen. Für das Jahr 2021 wird sogar ein Anstieg auf 651 Millionen Schweizer Franken prognostiziert.

Private Schweizer Radiosender hatten im Jahr 2017 einen Marktanteil in der Deutschschweiz von 31,2 Prozent. Den größten Marktanteil hatte aber die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR) mit rund 64 Prozent. In der italienischen Schweiz war der Marktanteil der SRG SSR mit circa 75 Prozent noch höher.

Die Höhe der gewerblichen Radio-Empfangsgebühren ist in der Schweiz von 1987 bis 2017 stark angestiegen. Zahlte man im Zeitraum von 1987 bis 1990 circa 119 Schweizer Franken, betrug die gewerbliche Radio-Empfangsgebühr 2017 schon rund 218 Schweizer Franken. Durch die Radio- und Fernsehempfangsgebühren konnten dadurch in der Schweiz im Jahr 2017 insgesamt etwa 1,4 Milliarden Schweizer Franken eingenommen werden. Am 4. März 2018 konnten die Schweizer bei einem Volksentscheid abstimmen, ob die Empfangsgebühren abgeschafft werden sollten. Knapp 72 Prozent der Schweizer lehnten dies jedoch ab, da die Gebühren unteranderem die sogenannte Service Public Leistung finanzieren und die Schweizer so in ihren vier Landessprachen marktunabhängig über lokale, nationale und internationale Geschehnisse informieren.

Im Jahr 2016 besaßen nur 6 Prozent der Haushalte der Deutschschweizer gar kein Radio. 14 Prozent der Privathaushalte in der Deutschschweiz empfingen im Jahr 2016 Radio-Programme auch über das Internet. Im Herbst 2017 nutzten insgesamt 27 Prozent der Schweizer Radionutzer diesen Empfangsweg um Radio zu hören.

Die Vielzahl der verschiedenen Radioempfangswege konnte einen Rückgang der Radio-Tagesreichweite in der Schweiz von 2007 auf 2017 jedoch nicht verhindern. Lag die Radiotagesreichweite in der Deutschschweiz 2007 noch bei knapp 91 Prozent, fiel sie bis 2017 auf circa 86 Prozent. In der Westschweiz konnte ein ähnlicher Rückgang beobachtet werden. Nur in der italienischen Schweiz hielt sich die Radio-Tagesreichweite stabil um die 88 Prozent.

Die durchschnittliche Radiohördauer lag in der italienischen Schweiz mit 99 Minuten am Tag auch höher als in der Deutschschweiz (97,9 Minuten pro Tag) und der Westschweiz (79 Minuten pro Tag). Das Hören von Internetradio war im Herbst 2017 bei den 15- bis 34-Jährigen Schweizern, mit 38 Prozent, besonders beliebt.

Möchten die Schweizer mehr innländische Musik im Radio hören, sollten sie sich für den Sender 'Radio SRF Virus' oder 'Radio Rumantsch' entscheiden. Diese hatten im Jahr 2017 einen Anteil um die 52 Prozent von Schweizer Musik an der Sendezeit. Legen die Deutschschweizer Radiohörer mehr Wert auf Informationen, sollten sie sich den Radiosender 'Central' einstellen, der im Jahr 2016 rund 26 Prozent der Programminhalte auf Informationen gelegt hatte.

Wie alle Medien profitiert auch die Radiobranche von Werbung. Im Jahr 2016 machte die Radiobranche in der Schweiz einen Umsatz von 111 Millionen Schweizer Franken durch verkaufte Werbesekunden. Die Autobranche ist für einen Großteil (19.6 Prozent) der Investitionen in Radiowerbung verantwortlich. Gleichwohl sanken die Werbeeinahmen von Radiowerbung in der Schweiz im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent.

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Radio in der Schweiz - Wichtige Statistiken

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