Statistiken zu Italien

Die Bevölkerung von Italien betrug 2017 rund 60,6 Millionen Einwohner. In der EU steht Italien im Hinblick auf die Einwohnerzahl an vierter Stelle. Die größten Städte in Italien sind Rom, Mailand und Neapel. Die Lebenserwartung in Italien ist mit rund 82,5 Jahren eine der höchsten weltweit (Rang drei). Auch aufgrund der niedrigen Fertilitätsrate (1,35 Kinder je Frau in 2016) hat Italien eine der ältesten Bevölkerungen der Welt: Beim Durchschnittsalter (Altersmedian) liegt das Land mit 45,9 Jahren auf Rang zwei, beim Anteil der über 64-Jährigen an der Bevölkerung (23 Prozent) liegt Italien weltweit an dritter Stelle. Wäre der Migrationssaldo von Italien nicht seit vielen Jahren durchweg positiv, würde sich die Gesamtbevölkerung kontinuierlich verringern. 2016 wanderten rund 300.823 Menschen dauerhaft nach Italien ein; rund 157.065 Menschen verließen Italien im gleichen Jahr dauerhaft. Somit war auch 2016 der Migrationssaldo von Italien positiv - es wanderten rund 143.758 Menschen mehr nach Italien ein als im gleichen Zeitraum Menschen aus Italien auswanderten.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 1,94 Billionen US-Dollar war Italien im Jahr 2017 die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt und die viertgrößte in der EU. Infolge der Euro- und Schuldenkrise schrumpfte die Wirtschaft 2012 und 2013. In den vergangenen drei Jahren wuchs die Wirtschaft Italiens zwar wieder, mit einem Wachstum von rund 1,5 Prozent in 2017 allerdings auf niedrigen Niveau. Für 2018 wird ein Wirtschaftswachstum in ähnlicher Höhe erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2017 bei rund 31.984 US-Dollar je Einwohner; auch hier ist, ausgehend von 2008 mit rund 40.973 US-Dollar je Einwohner, das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. Infolge der geringen Wachstumsraten ist die Arbeitslosenquote in Italien weiterhin hoch: 2017 betrug die Arbeitslosenquote in Italien circa 11,25 Prozent. Für 2018 wird nur ein leichter Rückgang auf 10,85 Prozent prognostiziert. Die Inflationsrate lag 2017 bei rund 1,3 Prozent; 2018 wird die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahr vermutlich um circa 1,1 Prozent steigen.

Im Jahr 2017 exportierte Italien Waren im Wert von rund 506,2 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 452,6 Milliarden US-Dollar. Damit steht Italien bei den größten Exportländern auf Rang neun und in der Liste der wichtigsten Importnationen auf Rang zehn. Mit einem Handelsbilanzüberschuss von rund 53,6 Milliarden US-Dollar befindet sich Italien in 2017 auf Platz zehn in der Liste, der Länder mit dem größten Handelsbilanzüberschuss, wieder. Wichtigste Handelspartner sowohl im Export als auch im Import sind Deutschland und Frankreich.

Die Staatsverschuldung von Italien betrug 2017 rund 2,26 Billionen Euro. Mit einer Schuldenquote von gut 131,45 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steht Italien weltweit auf Rang sechs der Länder mit der höchsten Staatsverschuldung. Italien konnte seine Defizitquote in den letzten Jahren deutlich senken: Lag das Staatsdefizit 2009 noch bei rund 5,3 Prozent des BIP, waren es 2017 noch rund 1,9 Prozent, womit Italien deutlich das EU-Konvergenzkriterium (Maastricht-Kriterien) der Haushaltsdefizitquote von max. drei Prozent eingehalten hat. Das Defizit in absoluten Zahlen betrug 2017 rund 33,2 Milliarden Euro.

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