In vielen Ländern Europas ist die Zahl der Inlandsflüge noch deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau. Deutschland verzeichnet mit einem Rückgang der geplanten Inlandsflüge um rund 52 Prozent den stärksten Einbruch, gefolgt von Schweden mit –47 Prozent und Frankreich mit –35 Prozent. Im Vereinigten Königreich und Norwegen fällt der Rückgang moderater aus, während Italien nahezu auf Vorkrisenniveau liegt. Spanien und Portugal erreichen jeweils ein Plus gegenüber 2019. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten des Dienstleisters für Reisedaten OAG.
In Deutschland ist der Inlandsflugverkehr besonders stark von strukturellen Veränderungen betroffen: ein überdurchschnittlicher Ausbau des Bahnfernverkehrs, politische und gesellschaftliche Kritik an Inlandsflügen sowie eine stärkere Fokussierung der Airlines auf lukrative Europa- und Urlaubsstrecken führen dazu, dass nur noch etwa die Hälfte der innerdeutschen Flüge von 2019 angeboten wird. Gleichzeitig ist die Zahl der Dienstreisen deutlich eingebrochen, da viele Unternehmen seit der Pandemie verstärkt auf Videocalls und hybride Meetings setzen und dadurch weniger Bedarf für kurzfristige Inlandsflüge zu Präsenzterminen besteht. So lag die Zahl der Geschäftsreisen in Deutschland im Jahr 2024 mit 107 Millionen noch deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau
Spanien und Portugal profitieren dagegen vom kräftigen Boom des internationalen Tourismus. Sie überschreiten bei den Passagierzahlen bereits wieder das Vorkrisenniveau, sodass Airlines dort mehr Kapazitäten bereitstellen und zusätzliche Verbindungen aufnehmen, insbesondere zu Ferienregionen.












