Antibabypille

Massenmedikament Pille

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Für viele Mädchen verbindet sich mit den ersten Frauenarztbesuchen auch die Verschreibung der Pille. Neben der verhütenden Wirkung wird den jungen Frauen durch die Einnahme häufig zum Beispiel eine schönere Haut oder volleres Haar versprochen. Entsprechend hoch ist die Zahl derjenigen, die das orale Kontrazeptivum nehmen. Wie die Grafik von Statista mit Daten aus dem Pillenreport 2015 der Techniker Krankenkasse zeigt, ist die Zahl der 16- bis 20-Jährigen, die die Pille nehmen, in Sachsen-Anhalt am höchsten. Fast 70 Prozent der weiblichen TK-Versicherten dieser Altersklasse hatten 2013 ein Rezept ausgestellt bekommen. Am geringsten ist die Zahl mit gut 50 Prozent in Berlin, wo trotzdem jedes zweite Mädchen die Antibabypille nimmt.

Bei der Pille handelt es sich allerdings um ein mittlerweile durchaus umstrittenes Medikament. Besonders in den letzten Jahren regte sich Widerstand bei vielen Frauen, denen die Nebenwirkungen des Verhütungsmittels zu viel wurden. Zum einen erhöht sich, besonders bei Pillen der 3. und 4. Generation das Risiko einer Thrombose. Pharmariese Bayer musste sich bereits wegen der Gefahr tödlicher Blutgerinnsel vor Gericht verantworten. Und auch der Pillenreport kritisiert die Weiterentwicklung der Pille hin zu einem „Lifestyle-Arzneimittel“, bei dem Begleiterscheinungen und subjektive Schönheitseffekte, wie eben reinere Haut im Mittelpunkt stehen. Zum anderen zeigte eine erst kürzlich erschienene Studie, dass die Einnahme der Hormone Auswirkungen auf Stimmung und Wohlbefinden hat – und zwar nicht im positiven. Trotzdem gilt die Pille als sicheres Arzneimittel zur Verhütung und wird von vielen Frauen geschätzt. Einige Studien belegen sogar, dass das Risiko für Eierstockkrebs durch die Einnahme der Pille reduziert wird.



Infografik: Massenmedikament Pille | Statista
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