Mehr als die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher im Euroraum nutzt mittlerweile chinesische Online-Plattformen. Wie Umfragedaten der Europäischen Zentralbank verdeutlichen, kauften im April 2026 genau 51,7 Prozent der Befragten bei Anbietern aus Fernost ein. Die Plattformen haben sich damit fest im europäischen Handelsumfeld etabliert.
Besonders im Süden Europas erfreuen sich die Marktplätze großer Popularität. An der Spitze der Nutzung steht Griechenland mit 79,0 Prozent, gefolgt von Portugal und Spanien. In den großen Volkswirtschaften fällt der Anteil hingegen verhaltener aus. Frankreich kommt auf 43,4 Prozent, während Deutschland mit 40,1 Prozent das Schlusslicht bildet.
Der Erfolg der asiatischen Anbieter verstärkt den Wettbewerbsdruck auf den europäischen Einzelhandel spürbar. Das aggressive Preisdesign und der direkte Versand könnten heimische Händler zunehmend unter Margendruck setzen. Zudem könnte die Entwicklung die politische Debatte über strengere Importkontrollen in der Europäischen Union weiter anheizen.





















