Der Fachkräftemangel in Deutschland entspannt sich spürbar. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten des ifo-Instituts. So liegt der Anteil der betroffenen Unternehmen Anfang 2026 mit 22,7 Prozent wieder unter dem Niveau von 2019. 2019 bewegte sich der Wert zwischen 29,8 Prozent und 32,9 Prozent, bevor er in der frühen Pandemiephase 2020 zunächst deutlich zurückging und sich anschließend mit der wirtschaftlichen Erholung rasch wieder nach oben bewegte – bis zum Höchststand von 49,7 Prozent in Q3 2022.
Die Entwicklung der letzten Jahr zeigt, dass der akute Fachkräftedruck in vielen Unternehmen zuletzt nachgelassen hat – auch wenn Engpässe je nach Branche und Beruf weiterhin bestehen. So sind Bereiche Rechts- und Steuerberatungen, Leiharbeitsfirmen sowie Landverkehr und Transport in Pipelines auch heute noch besonders stark vom Fachkräftemangel betroffen, wie die Grafik weiterhin zeigt.
In der Industrie berichten 16,6 Prozent der Unternehmen von einem Mangel an Fachkräften – ein halber Prozentpunkt weniger als im Oktober. Im Automobilsektor sowie bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen liegt der Anteil knapp unter 10 Prozent. Im Maschinenbau beträgt er rund 19 Prozent. Auch im Handel hat sich die Lage etwas entspannt: Rund 18 Prozent der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, offene Stellen mit qualifizierten Arbeitskräften zu besetzen.
„Der Rückgang darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben“, betont Klaus Wohlrabe, Stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen und Leiter Befragungen. „Die Alterung der Bevölkerung trifft auf einen tiefgreifenden technologischen Wandel – das wird die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen weiter verschieben.“





















