Wenn Beschäftigte krankheitsbedingt fehlen, geht die Wirtschaftsleistung zurück, weil weniger Waren hergestellt und weniger Dienstleistungen erbracht werden. Besonders stark ist hiervon der Industriesektor betroffen, wie die Statista-Grafik auf Basis einer Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (PDF-Download) zeigt. Der Wertschöpfungsausfall beläuft sich 2024 demnach auf über 70 Milliarden Euro. Der Sektor der öffentlichen Dienstleister (inkl. der Bereiche Erziehung und Gesundheit) folgt mit rund 61 Milliarden Euro Ausfall an Position zwei.
Dahinter folgen Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit rund 40 Milliarden Euro sowie Unternehmensdienstleister mit 24 Milliarden Euro. Deutlich geringer sind die Ausfälle im Grundstücks- und Wohnungswesen (18,2 Milliarden Euro), im Sektor Information und Kommunikation (6,9 Milliarden Euro), bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern (6,1 Milliarden Euro) und in der Land-, Forstwirtschaft und Fischerei mit 1,2 Milliarden Euro.
Insgesamt fällt auf, das arbeitsintensive Branchen, in denen viele Menschen in Präsenz arbeiten und Ausfälle nicht ohne Weiteres digital oder automatisch aufgefangen werden können, besonders betroffen sind. Die Daten unterstreichen daher, dass Investitionen in Prävention, Arbeitsschutz und gute Arbeitsbedingungen nicht nur soziale, sondern auch deutliche ökonomische Effekte haben.
Die höchsten Ausfälle an Bruttowertschöpfung verursachten im Jahr 2024 übrigens Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes mit 44,2 Milliarden Euro. Dahinter folgten Krankheiten des Atmungssystems mit 41 Milliarden Euro sowie psychische und Verhaltensstörungen mit 38 Milliarden Euro.
















