Die AfD ist aus den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern als stärkste Kraft hervorgegangen. Auch in Berlin konnte die Partei ihr Ergebnis deutlich verbessern, Möglich wurde das nicht zuletzt durch die Abwanderung von Wähler:innen bei den anderen Parteien. So machten in Sachsen-Anhalt 83.000 frühere CDU-Wähler:innen ihr Kreuz bei der in dem Bundesland als gesichert rechtsextrem eigestuften Partei.
Indes gibt es eine Gruppe, die für die AfD noch deutlich wichtiger ist. Laut Schätzung von infratest dimap gaben 170.000 frühere Nichtwähler:innen diesmal der AfD ihre Stimme. Damit wiederholt sich ein Muster, dass sich auch bei den Landtagswahlen im März gezeigt hat. Sowohl in Baden-Württemberg (190.000) als auch in Rheinland-Pfalz (66.000) gelang es den Blauen im großem Umfang Nichtwähler:innen zu mobilisieren.
Aber nicht nur die Union hat mit der Abwanderung von Wähler:innen zu kämpfen, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Auch fast alle anderen Parteien sind betroffen. So wechselte bei fast jedem Urnengang im laufendem eine fünfstellige früherer FDP-Anhänger:innen zur AfD. Und auch der SPD haben Zehntausende den Rücken gekehrt - in Mecklenburg-Vorpommern verloren die Partei sogar von allen Parteien die meisten Wähler:innen.




















