Jeder deutsche Stromverbraucher war im vergangenen Jahr im Schnitt 11,6 Minuten vom Netz getrennt. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur. Die Ausfälle im Niederspannungsnetz waren dabei mit 2,4 Minuten noch deutlich geringer als im Mittelspannungsnetz (9,2 Minuten). Typische Verbraucher im Niederspannungsnetz sind Haushalte und Gewerbebetriebe, mit Mittelspannung werden dagegen zum Beispiel Industrieunternehmen und kleinere Kraftwerke versorgt.
In Deutschland sorgen Netzbetreiber dafür, dass der erzeugte Strom zum Endkunden gelangen kann. Hierbei wird zwischen Übertragungsnetzbetreibern und Verteilernetzbetreibern unterschieden. Während die Übertragungsnetzbetreiber Hochspannungsnetze unterhalten, mit denen der erzeugte Strom relativ verlustfrei über weite Strecken transportiert werden kann, gelangt der Strom zum Endverbraucher schließlich durch die regional aufgestellten Verteilernetzbetreiber.
Die regionale Stromversorgung erfolgt in der Regel mit Mittelspannung. Das ist ausreichend, da die zu überbrückenden Entfernungen hier niedriger und die Strommengen geringer sind. Üblich sind Spannungswerte von 10.000 Volt oder 35.000 Volt. In Städten, Gemeinden und Siedlungen erfolgt die Stromverteilung bis zu den Verbrauchern mit Niederspannung. Diese hat meist 230 oder 400 Volt und stellt auch bei geringeren Sicherheitsanforderungen eine geringe Gefahr dar.













