Statistiken zur Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland

Die Gemeinschaftsverpflegung ist der Teil der Gastronomie, der die regelmäßige Verpflegung größerer Personengruppen in den Betrieben, Bildungseinrichtungen sowie Einrichtungen im Gesundheitsbereich umfasst. Dabei ist jedes Segment von unterschiedlichen Herausforderungen, Anforderungen und Schwierigkeiten gekennzeichnet.

Häufig werden Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern von Caterern betrieben, jedoch gibt es gerade im Bereich der Betriebsgastronomie große Unternehmen, die ihre Gemeinschaftsverpflegung in Eigenregie organisieren und umsetzen. Als umsatzstärkste Betriebsgastronomie in Eigenregie erwirtschaftete die Gemeinschaftsverpflegung von Volkswagen im Jahr 2015 rund 109 Millionen Euro. Knapp 1.500 Personen waren in dem Zeitraum bei Volkswagen im Gastronomiebereich eingestellt. Bei der Entscheidung der Gäste für die Verpflegung im Betriebsrestaurant spielt besonders die leichte Erreichbarkeit eine große Rolle.

Die Verpflegung im Bereich der Kliniken und Pflegeeinrichtungen entfernt sich zwar zunehmend von der eigenständigen Bewirtschaftung, jedoch werden immerhin noch 51 Prozent der Verpflegungseinrichtungen in Kliniken und Krankenhäusern in Eigenregie betrieben. Doch auch dieses Segment ist ein großer Markt für Cateringunternehmen: So lag der Umsatz von Klüh, dem größten Caterer im Segment „Kliniken und Krankenhäuser“, im Jahr 2015 in diesem Bereich bei etwa 148 Millionen Euro. Der größte Caterer im Marktsegment „Seniorenheime“ erreichte einen Umsatz von gut 80 Millionen Euro. Trotz des demographischen Wandels sank in diesem Segment der Anteil an Unternehmen, die Investitionen planen, im Jahr 2017 auf 62 Prozent.

Im Bildungsbereich wird meist zwischen der Verpflegung an allgemeinbildenden Schulen und der Hochschulgastronomie unterschieden. Die Hochschulgastronomie ist dabei in der Regel die Domäne der Studentenwerke, die im Jahr 2015 insgesamt 960 Mensen und Cafeterien verzeichneten. An Schulen ist die Situation anders: In knapp 64 Prozent der Ganztagsschulen in Deutschland, die Verpflegung anbieten, wird diese durch Fremdbewirtschaftung betrieben. Der durchschnittliche Preis für ein Mittagsessen unterscheidet sich nach Bundesland und Stufe – so kostet ein Mittagsessen im Sekundarbereich in Hamburg durchschnittlich 3,38 Euro, während in Sachsen-Anhalt für ein Mittagessen in der Primarstufe 2,14 Euro gezahlt wird.

Auch wenn die Voraussetzungen in den Marktsegmenten der Gemeinschaftsverpflegung durchaus unterschiedlich sind, so stehen die Einrichtungen doch vor ähnlichen Schwierigkeiten und Veränderungen: So ist etwa die Personalbeschaffung ein Thema, dass in der Gemeinschaftsgastronomie mitunter Schwierigkeiten bereitet. Auch der allgemeine Trend zum Vegetarianismus und Veganismus sowie der vermehrte Fokus auf saisonale und regionale Produkte in Großküchen werden die Entscheider in der Gemeinschaftsverpflegung in den kommenden Jahren beschäftigen.

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Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland - Wichtige Statistiken

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