Statistiken und Daten zu Energiespeichern
Bedeutung von Energiespeichern in der Energiewende
Im Rahmen der Energiewende wird der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung immer weiter ausgebaut. Angesichts dieser zunehmenden Abhängigkeit wird die Fähigkeit, Energie effizient zu speichern und bei Bedarf abzurufen, immer wichtiger, denn die Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien ist aufgrund unbeständiger Wetter- und Klimaverhältnissen täglichen und monatlichen Schwankungen unterworfen. Während die Stromerzeugung aus Solarenergie im Sommer deutlich höher ist, sinkt sie in den Wintermonaten aufgrund geringerer Sonneneinstrahlung. Die Stromproduktion aus Windenergie hingegen nimmt in der Regel in den Herbst- und Wintermonaten zu, wenn windreichere Wetterbedingungen herrschen, und ist im Sommer oft geringer. Eine Wetterlage, in der Windenergieanlagen nicht genügend Wind und Photovoltaikanlagen nicht genug Sonne bekommen, um ausreichend oder sogar überhaupt Strom zu produzieren, wird als Dunkelflaute bezeichnet. Die Unbeständigkeit sorgt dafür, dass sich Energieangebot und -nachfrage nicht dauerhaft im Gleichgewicht befinden. Um diese Schwankungen ausgleichen, Dunkelflauten überbrücken und eine sichere sowie stabile Stromversorgung gewährleisten zu können und Energie in Zeiten von Überproduktion nicht zu verlieren, kann der Einsatz von Großenergiespeichern (ab 1.000 Kilowattstunden) sinnvoll sein. Im Rahmen der Stromerzeugung trugen Batteriespeicher eine Leistung von rund 12,2 Gigawatt bei.Wie weit fortgeschritten ist der Ausbau von Energiespeichern in Deutschland?
Im Dezember 2024 lag die registrierte Zahl der Batteriespeicher in Deutschland bei rund 1,66 Millionen. Davon wurden rund 270 wurden als Großspeicher klassifiziert. Die Mehrheit der Batteriespeicher waren Heimspeicher (bis 30 Kilowattstunden), die daher in Summe mehr Speicherkapazität aufwiesen als die deutlich leistungsstärkeren Großspeicher. Die Speicherkapazität aller Batteriespeicher in Deutschland lag zuletzt bei rund 17,3 Gigawattstunden. Obwohl die Speicherkapazität der Großspeicher in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen ist und sich zuletzt auf rund zwei Gigawattstunden belief, findet der Ausbau noch zu zögerlich statt. Laut einer Analyse auf Basis angekündigter Projekte soll die installierte Kapazität der Großbatteriespeicher im Jahr 2026 hierzulande rund 8,6 Gigawattstunden betragen.Damit die eingespeiste und gespeicherte Energie effizient genutzt werden kann, bedarf es außerdem eines intelligenten Stromnetzes, dem sogenannten Smart Grid. Das intelligente Stromnetz optimiert die Zusammenarbeit von Stromproduzenten, Speichern, Verbraucher:innen und Energieübertragungs- und -verteilernetzen, indem die Bestandteile durch kommunikative Vernetzung und Steuerung optimal miteinander verbunden und überwacht werden.
Auch die Politik sieht den Einsatz von Energiespeichern als Teil der Energiewende an und investierte im Jahr 2023 rund 17,4 Millionen Euro in deren Erforschung.