Deutschland und China liegen im Global Innovation Index 2026 nahezu gleichauf: China erreicht 57,0 Punkte, Deutschland 56,8. Der Abstand beträgt damit nur noch 0,2 Indexpunkte. 2025 lag China mit 56,6 Punkten noch deutlicher vor Deutschland, das 55,5 Punkte erzielte. Der Blick auf die gesamte Zeitreihe ab dem Jahr 2014 zeigt: China hat einen großen Rückstand abgebaut und bewegt sich inzwischen auf deutschem Niveau. Der Indexwert Chinas ist dabei nahezu kontinuierlich gestiegen, während sich die Punktzahl Deutschlands über weite Strecken vergleichsweise wenig verändert hat.
Der Global Innovation Index der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) misst Innovation breiter als etwa die Zahl der Patente. Für die Ausgabe 2026 bündelt er 79 Indikatoren in sieben Bereichen: Fünf beschreiben Voraussetzungen für Innovation, darunter Institutionen, Bildung, Forschung und Infrastruktur; zwei erfassen Ergebnisse wie neue Technologien und kreative Leistungen. Aus beiden Gruppen wird ein Gesamtwert auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten gebildet. Wichtig für die Einordnung der Grafik: Laut WIPO sind die Indexwerte verschiedener Jahre nicht unmittelbar miteinander vergleichbar, weil sich unter anderem Datenlage und einzelne Indikatoren ändern können. Die Kurven zeigen daher eine langfristige Tendenz, keine exakt gemessene jährliche Veränderung der Innovationskraft.











