Die deutsche Wirtschaft dürfte laut September-Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 2026 deutlich schneller wachsen als noch in der Juni-Prognose erwartet: Die OECD hebt die Prognose für das reale Bruttoinlandsprodukt auf 1,1 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte gegenüber der Juni-Schätzung an. Diese Anpassung ist die markanteste unter den großen Volkswirtschaften im gezeigten Ländervergleich und signalisiert, dass die deutsche Konjunktur nach einer schwächeren Phase spürbar an Fahrt gewinnt.
Auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland haben in ihrem Gemeinschaftsgutachten die Wachstumsprognosen für die hiesige Wirtschaft zuletzt angehoben. Als Grund dafür führen sie laut Handelsblatt unter anderem an, dass die Auswirkungen durch die geopolitischen Krisen sich abgeschwächt haben und die Impulse durch die erhöhten Staatsausgaben für Verteidigung sowie Infrastruktur wirken.
Im weiteren internationalen Vergleich der OECD bleibt Indien mit einem Plus von 7,1 Prozent Spitzenreiter, China wächst mit 4,5 Prozent stabil, und die USA liegen bei 2,2 Prozent (Juni-Prognose: 2,0 Prozent). Gegenüber der vorherigen Prognose verbucht somit nur Deutschland einen der stärkeren Aufwärtskorrekturen, Frankreich und Russland wurden hingegen nach unten korrigiert.
Laut OECD wurden die wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahostkonflikts durch umfangreiche Ölvorräte, zusätzliche Lieferungen aus Regionen außerhalb des Golfgebiets sowie staatliche Stützungsmaßnahmen begrenzt. Auch die anhaltend starken Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz hätten dazu beigetragen, Produktion, Handel und Wachstum zu stützen.










