Corona - Prognose zu den Wachstumsbeiträgen zum BIP 2020/2021

Der Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (auch Wirtschaftsweise genannt) rechnet in einem Sondergutachten damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Krise und den damit einhergehenden ökonomischen Auswirkungen der weitreichenden gesundheitspolitischen Maßnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent zurückgehen wird. Für diesen Rückgang sind laut Berechnungen insbesondere die geringeren privaten Konsumausgaben verantwortlich, alleine diese führen im zugrunde liegenden Basisszenario für einen Rückgang des BIP um 1,6 Prozentpunkte.

Zugrunde liegendes Basisszenario

Der Berechnung der Wirtschaftsweisen liegt ein Basisszenario zugrunde, das der Sachverständigenrat für das wahrscheinlichste hält. In diesem Basisszenario wird unterstellt, dass es gelingt, die Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 einzudämmen und die dazu nötigen Maßnahmen weitgehend wieder aufgehoben werden. Detaillierte Informationen zu diesem Basisszenario finden Sie in dem Sondergutachten der Wirtschaftsweisen (ab Seite 38).

Weitere Szenarien

Die Wirtschaftsweisen haben zudem zwei Risikoszenarien berechnet. Im Risikoszenario I rechnet der Rat mit einem Rückgang des BIP um 5,4 Prozent im 2020 und einem Wachstum im folgenden Jahr 2021 um 4,9 Prozent. In diesem Szenario wird unterstellt, dass es zu großflächigen Produktionsstillegungen kommt oder die einschränkenden Maßnahmen länger als derzeit geplant aufrechterhalten werden müssen. In diesem Szenario schrumpft die Wirtschaft zunächst stark, wächst aber auch sehr schnell wieder in einem ähnlichen Umfang. Im Risikoszenario II dauern die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus über den Sommer hinaus an. Dies ist dann der Fall, wenn die bisher getroffenen Maßnahmen nicht ausreichen, tiefgreifende Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur durch Insolvenzen und Entlassungen zu verhindern. Laut Sachverständigenrat würden in der Folge verschlechterte Finanzierungsbedingungen sowie die gestiegene Unsicherheit die Investitionen bremsen und zu einer weiteren Kaufzurückhaltung bei Haushalten führen. Zudem drohen in diesem Szenario laut Rat negative Rückkopplungen über die Finanzmärkte oder das Bankensystem. Die Folge wäre ein noch größerer Rückgang der Wirtschaftsleitung im Jahr 2020 und eine nur sehr langsame Erholung im folgenden Jahr. Das BIP würde in diesem Szenario im Jahr 2020 um 4,5 Prozent zurückgehen und im Jahr 2021 um 1,0 Prozent wachsen.

Detaillierte Informationen zu diesen Szenarien finden Sie in dem Sondergutachten der Wirtschaftsweisen (ab Seite 34).

Weitere Prognosen angesichts der Corona-Krise

Prognose zu den Wachstumsbeiträgen zum Bruttoinlandsprodukt von Deutschland angesichts der Corona-Krise für 2020 und 2021

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Quelle

Sachverständigenrat Wirtschaft

Veröffentlichungsdatum

März 2020

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

2020

Hinweise und Anmerkungen

¹ Einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck.

² Einschließlich militärischer Waffensysteme.

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