Die nach Nettovermögen gerechnet oberen 1-Prozent der Geldanlegenden in Deutschland erzielen mit ihrem Finanzportfolio fast durchgängig eine deutlich höhere Jahresrendite als Anlegende aus der unteren Vermögenshälfte (0 Prozent bis 50 Prozent). Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten der Deutschen Bundesbank. In vielen Quartalen liegen die Renditen der Top‑Vermögenden im positiven Bereich, während die der unteren Vermögenshälfte negativ sind. Auffällig ist außerdem, dass die reichsten Anleger deutlich größere Anteile in renditestärkeren Anlageklassen wie börsennotierten Aktien und Investmentfonds halten, während die weniger Vermögenden stärker in Einlagen und Versicherungsansprüche investieren, die teils dauerhaft Verluste oder sehr niedrige Erträge bringen.
Analytisch spricht vieles dafür, dass dieser Renditevorsprung vor allem aus der Portfoliozusammensetzung und nicht durch Zufall oder Glück entsteht. Reichere Geldanleger können Schwankungen besser aushalten, investieren deshalb stärker in volatile, langfristig hochrentierliche Anlagen wie Aktien, Fonds, Immobilien- und Betriebsvermögen und halten vergleichsweise weniger in niedrig verzinsten Bankeinlagen oder konservativen Versicherungsprodukten. Empirische Studien für Deutschland bestätigen, dass die Gesamtvermögensrendite mit der Vermögenshöhe steigt, weil wohlhabende Anleger genau diese renditestärkeren Aktiva übergewichten, während Anleger mit wenig Vermögen aus Sicherheitsbedürfnis und Liquiditätszwang stärker auf sichere, aber schwach rentierende Formen setzen.





















