Statistiken zur veganen und vegetarischen Ernährung in der Schweiz

Eine vegetarische oder vegane Lebensweise erfährt in den letzten Jahren einen zunehmenden Zuspruch. Die Idee, keine tierischen Produkte zu essen, ist seit der Antike bekannt sowie in einigen Religionen indischen Ursprungs. Im 19. Jahrhundert begann sich eine vegetarische Bewegung zu formieren, vor allem im angelsächsischen Raum. Der Begriff des Veganismus wurde Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt und bezeichnet je nach Definition außer der Vermeidung von Fleischprodukten auch den Verzicht von sämtlichen anderen tierischen Lebensmitteln (Eier und Milchprodukte) oder den Verzicht auf sämtliche Tierprodukte (zum Beispiel Kleidung, Schuhe). Die Beweggründe hierfür können sehr heterogen sein, angeführt werden unter anderem Tierethik, Gesundheit, Klima- und Naturschutz. Galt eine vegane Lebensweise lange Zeit als subkulturelle Nische, ist sie inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, was sich beispielsweise an Produkten mit Vegi-Label in großen Detailhandel-Ketten zeigt. Knapp die Hälfte der Schweizer gaben an, gelegentlich Fleischersatzprodukte wie Tofu zu konsumieren. Dies zeigt, dass diese Art von Produkten auch attraktiv ist für Menschen, die gelegentlich auch Fleisch essen, aber offen sind für eine vegetarische Ernährung. Sie werden seit jüngerer Vergangenheit mit dem Neologismus Flexitarier bezeichnet.

In der Schweiz betrug im Jahr 2015 der Anteil der Vegetarier an der Bevölkerung rund 3 Prozent. Der Anteil der Veganer an der Bevölkerung in der Schweiz wird auf rund einen Prozent beziffert, hinzu kommen rund 18 Prozent Flexitarier. Knapp ein Drittel der Bevölkerung gab an, gelegentlich Fleischersatzprodukte zu konsumieren. Pro Kopf und Jahr werden in der Schweiz durchschnittlich rund 0,6 Kilogramm Soja konsumiert, das zum Großteil aus dem Import stammt. Gut die Hälfte der Schweizer gaben an, gern Tofu zu essen. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Konsum von Fleisch in der Schweiz erreichte im Jahr 2015 erstmals einen Wert von unter 50 Kilogramm pro Jahr. Zum Vergleich: In den Jahren 1980 und 1990 lag dieser noch bei über 60 Kilogramm.

Für viele ist beim Kleiderkauf auch die Frage nach tierischer Herkunft der verwendeten Materialen für die Kaufentscheidung relevant. Die Ablehnung von echtem Pelz wird auch in weiteren Kreisen der Bevölkerung geteilt, so gaben 60 Prozent in einer Umfrage an, Platz zu tragen käme ihnen nicht in den Sinn. Die Vorschläge in jüngerer Zeit, die Mehrwertsteuer auf tierische Produkte in der Schweiz zu erhöhen, wird von den Meisten abgelehnt; nur rund 20 Prozent befürworten die Idee. Vegane Kochbücher erfahren derzeit eine große Beliebtheit, so wurden allein im Jahr 2016 über 200 vegane Kochbücher in deutscher Sprache veröffentlicht, fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

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Vegetarismus und Veganismus in der Schweiz - Wichtige Statistiken

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