Gesamtbevölkerung in Italien bis 2018

Italien: Gesamtbevölkerung von 2008 bis 2018 (in Millionen Einwohner)

von Bruno Urmersbach, zuletzt geändert am 29.04.2019
Gesamtbevölkerung in Italien bis 2018 Die Gesamtbevölkerung von Italien schrumpft das dritte Jahr in Folge und beläuft sich im Jahr 2018 noch auf rund 60,5 Millionen Einwohner. Bis zum Jahr 2015 wuchs die Einwohnerzahl Italiens, seitdem büßt Italien jährlich Einwohner in der Größenordnung einer Großstadt ein.
Italien vergreist

Italien ist wie kaum ein anderes Land vom demographischen Wandel betroffen. Die Fertilitätsrate ist eine der niedrigsten weltweit und die Gesellschaft ist überaltert. Lange Zeit konnte die Vergreisung der italienischen Gesellschaft über positive Migrationssalden kaschiert werden. Die Gesamtbevölkerung wuchs, solange die niedrigen Geburtenraten mit einer ausreichenden Anzahl von Einwanderungen kompensiert werden konnten.
Die Trendumkehr war jedoch seit Jahren absehbar: Seit 2007 hat sich die wirtschaftliche Lage Italiens zusehends verschlechtert und die Arbeitslosigkeit stieg rasant an. Kurz: Für Einwanderer wurde Italien unattraktiver und gleichzeitig verließen immer mehr junge Italiener das Land. Zurück bleiben die Alten. Obwohl der Migrationssaldo für Italien insgesamt weiterhin positiv ist, reicht die Nettomigration mittlerweile nicht mehr aus, um die Gesamtbevölkerung wenigstens konstant zu halten.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung oder Migration?

Grundsätzlich kann bei der Bevölkerungsentwicklung zwischen dem natürlichen Bevölkerungswachstum und der Zuwachsrate (allgemeines Bevölkerungswachstum) unterschieden werden:
  • natürliches Bevölkerungswachstum
  • Das natürliche Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Verrechnung von Geburten und Todesfällen.
  • Zuwachsrate
  • Bei der Zuwachsrate wird das natürliche Bevölkerungswachstum mit dem Migrationssaldo, also dem Saldo aus Immigration (Einwanderung) und Emigration (Auswanderung) verrechnet.
  • Zusammenhang
  • Industrieländer benötigen im Allgemeinen eine Geburtenrate (Fertilitätsrate) von durchschnittlich 2,1 Kindern je Frau, um den Bestand der Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Für ein positives Bevölkerungswachstum wird dementsprechend eine höhere Geburtenrate oder ein positiver Migrationssaldo benötigt.
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Italien: Gesamtbevölkerung von 2008 bis 2018 (in Millionen Einwohner)

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Einwohner in Millionen
201860,48
201760,59
201660,67
201560,8
201460,78
201360,51
201260,17
201159,95
201059,71
200959,45
200859,03
Einwohner in Millionen
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201760,59
201660,67
201560,8
201460,78
201360,51
201260,17
201159,95
201059,71
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von Bruno Urmersbach, zuletzt geändert am 29.04.2019
Die Gesamtbevölkerung von Italien schrumpft das dritte Jahr in Folge und beläuft sich im Jahr 2018 noch auf rund 60,5 Millionen Einwohner. Bis zum Jahr 2015 wuchs die Einwohnerzahl Italiens, seitdem büßt Italien jährlich Einwohner in der Größenordnung einer Großstadt ein.
Italien vergreist

Italien ist wie kaum ein anderes Land vom demographischen Wandel betroffen. Die Fertilitätsrate ist eine der niedrigsten weltweit und die Gesellschaft ist überaltert. Lange Zeit konnte die Vergreisung der italienischen Gesellschaft über positive Migrationssalden kaschiert werden. Die Gesamtbevölkerung wuchs, solange die niedrigen Geburtenraten mit einer ausreichenden Anzahl von Einwanderungen kompensiert werden konnten.
Die Trendumkehr war jedoch seit Jahren absehbar: Seit 2007 hat sich die wirtschaftliche Lage Italiens zusehends verschlechtert und die Arbeitslosigkeit stieg rasant an. Kurz: Für Einwanderer wurde Italien unattraktiver und gleichzeitig verließen immer mehr junge Italiener das Land. Zurück bleiben die Alten. Obwohl der Migrationssaldo für Italien insgesamt weiterhin positiv ist, reicht die Nettomigration mittlerweile nicht mehr aus, um die Gesamtbevölkerung wenigstens konstant zu halten.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung oder Migration?

Grundsätzlich kann bei der Bevölkerungsentwicklung zwischen dem natürlichen Bevölkerungswachstum und der Zuwachsrate (allgemeines Bevölkerungswachstum) unterschieden werden:
  • natürliches Bevölkerungswachstum
  • Das natürliche Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Verrechnung von Geburten und Todesfällen.
  • Zuwachsrate
  • Bei der Zuwachsrate wird das natürliche Bevölkerungswachstum mit dem Migrationssaldo, also dem Saldo aus Immigration (Einwanderung) und Emigration (Auswanderung) verrechnet.
  • Zusammenhang
  • Industrieländer benötigen im Allgemeinen eine Geburtenrate (Fertilitätsrate) von durchschnittlich 2,1 Kindern je Frau, um den Bestand der Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Für ein positives Bevölkerungswachstum wird dementsprechend eine höhere Geburtenrate oder ein positiver Migrationssaldo benötigt.
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Dr. Felix Wunderer

Dr. Felix Wunderer
VP Business Communication Products, Deutsche Telekom AG

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