In Deutschland hängt die Schwimmfähigkeit von Kindern stark vom Einkommen der Eltern ab: Während in Haushalten mit mehr als 4.000 Euro 62 Prozent der Kinder als sichere Schwimmer gelten, sind es bei weniger als 2.500 Euro nur 34 Prozent. Gleichzeitig liegt der Anteil der Nichtschwimmer in einkommensschwachen Haushalten mit 49 Prozent besonders hoch, gegenüber 12 Prozent in der höchsten Einkommensgruppe. Das zeigen Daten der DLRG auf Basis einer Befragung von 500 Eltern im August 2022.
Auch in der mittleren Einkommensgruppe zeigt sich ein klarer Zusammenhang: Hier gelten 50 Prozent der Kinder als sichere Schwimmer, während 27 Prozent nicht schwimmen können. Insgesamt nimmt mit steigendem Einkommen die Schwimmkompetenz deutlich zu, während das Risiko, gar nicht schwimmen zu können, entsprechend sinkt. Diese Unterschiede könnten auf ungleiche Zugänge zu Schwimmkursen und Freizeitangeboten hinweisen. Kosten, Verfügbarkeit von Bädern oder organisatorische Hürden dürften insbesondere einkommensschwächere Familien stärker betreffen und so langfristig soziale Ungleichheiten weiter verstärken.
Zugleich zeigt sich, dass immer mehr Kinder in Deutschland nicht schwimmen können. So hat sich der Anteil der Nichtschwimmer unter 6- bis 10-Jährigen von 10 Prozent im Jahr 2010 auf 20 Prozent im Jahr 2022 verdoppelt. Gleichzeitig ist der Anteil sicherer Schwimmer von 64 Prozent auf 57 Prozent gesunken. Dieser Trend könnte langfristige Folgen haben. Schwimmfähigkeit gilt als zentrale Sicherheitskompetenz und Voraussetzung für Wassersport. Fehlende Angebote, marode oder geschlossene Bäder oder ausgefallener Unterricht könnten die Entwicklung verstärkt haben und auch künftig den Zugang zum Schwimmen erschweren.





















