Im Juni 2026 ist die Zahl der Badetoten in Deutschland deutlich gestiegen. Insgesamt kamen 99 Menschen ums Leben, im Vorjahresmonat waren es noch 69. Damit erreicht die Zahl ein Niveau, das zuletzt deutlich niedriger lag. Besonders auffällig ist der Anstieg in mehreren bevölkerungsreichen Bundesländern, wie die Infografik auf Basis von Daten der DLRG und des DWD verdeutlicht.
Nordrhein-Westfalen verzeichnet mit 22 Fällen den höchsten Wert und legt im Vergleich zum Vorjahr stark zu. Auch Baden-Württemberg zeigt mit 13 Fällen nahezu eine Verdopplung. Bayern bleibt mit 21 Fällen auf hohem Niveau. In einigen kleineren Bundesländern fallen die aktuellen Zahlen geringer aus, dennoch sind auch hier mitunter deutliche Zuwächse zu beobachten, etwa in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein.
Ein möglicher Treiber dieser Entwicklung ist die Wetterlage. Im Juni 2026 gab es durchschnittlich 8,5 Tage mit mindestens 30 °C, im Jahr zuvor waren es 4,0 Tage. Die anhaltende Hitze dürfte mehr Menschen zur Abkühlung an Gewässer gezogen haben. Damit steigt auch das Risiko von Badeunfällen, insbesondere an unbewachten Orten. Die DLRG mahnt zu Vorsicht und Aufmerksamkeit in den weiteren Sommerwochen. Badende sollten nie überhitzt mit dem gesamten Körper ins Wasser springen, sondern sich vorher schrittweise abkühlen. Des weiteren sollten Schwimmwillige nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ins Wasser gehen.













