Immer mehr Kinder in Deutschland können nicht schwimmen: Der Anteil der Nichtschwimmer unter 6- bis 10-Jährigen hat sich von 10 Prozent im Jahr 2010 auf 20 Prozent im Jahr 2022 verdoppelt. Gleichzeitig ist der Anteil sicherer Schwimmer von 64 Prozent auf 57 Prozent gesunken. Das zeigen Daten der DLRG zur Schwimmfähigkeit, basierend auf einer Befragung von 500 Eltern im August 2022.
Während der Anteil unsicherer Schwimmer zwischenzeitlich auf 31 Prozent im Jahr 2017 gestiegen war, liegt er aktuell bei 23 Prozent und damit unter dem Niveau von 2010. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die Gruppe der Kinder stärker polarisiert: Weniger Kinder schwimmen sicher, gleichzeitig wächst der Anteil derjenigen ohne grundlegende Fähigkeiten deutlich.
Dieser Trend könnte langfristige Folgen haben. Schwimmfähigkeit gilt als zentrale Sicherheitskompetenz und Voraussetzung für Wassersport. Fehlende Angebote, marode oder geschlossene Bäder oder ausgefallener Unterricht könnten die Entwicklung verstärkt haben und auch künftig den Zugang zum Schwimmen erschweren.





















