Während aktuell die mediale Debatte darüber tobt, wie viel KI-Nutzung in den Medien zu viel ist, ist das Thema vielen Menschen in Deutschland weniger wichtig, wie Daten der Statista Consumer Insights nahelegen. Nachdem das ZDF Anfang des Jahres nach dem Zeigen eines unmarkierten KI-Filmclips Fehler einräumte, verteidigte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) die Erstellung von Reden und Gastbeiträgen mit Hilfe von KI als Produktivitätstool. Währenddessen liegt laut Statista Consumer Insights der Anteil der Befragten, die wissen wollen, ob die von ihnen konsumierten Nachrichten KI-generiert sind hierzulande nur bei einem Drittel. Deutschland liegt damit global im Mittelfeld, wie ein Blick auf die Statista-Grafik zeigt.
Zwischen 16 und 45 Prozent der Befragten sagten bei der Frage mit Mehrfachnennung, dass sie wissen wollen, ob die von ihnen konsumierten Nachrichten KI-generiert sind. Im Rahmen derselben Umfrage wurden die Teilnehmer unter anderem auch gefragt, ob sie eine Manipulation von Nachrichten in etablierten Medien befürchteten. Dies bejahten zwischen 24 und 51 Prozent.
Das geringste Interesse daran, ob ihre Nachrichten möglicherweise von einer KI stammten, zeigt sich in lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien und Kolumbien sowie in Südkorea und Japan. In diesen Ländern gaben zwischen 16 und 26 Prozent der Befragten an, wissen zu wollen, ob eine KI ihre Nachrichten verfasst hat. Dahinter folgen Frankreich, die Niederlande, Belgien und Mexiko mit 26-29 Prozent. Die größte Besorgnis wurde in Vietnam (45 Prozent), Malaysia und auf den Philippinen (41-42 Prozent) registriert.
Unterdessen nutzten noch weniger Menschen KI proaktiv, um sich Nachrichten aufbereiten zu lassen. In einer separaten Umfrage von Reuters in 45 Ländern gaben zwischen 4 und 14 Prozent der Befragten an, KI-Chatbots zu nutzen, um sich Nachrichten anzeigen zu lassen.





















