Nach dem ersten Jahr der zweiten Amtszeit Donald Trumps hat sich die Wahrnehmung der US-Führung in NATO-Ländern drastisch verschlechtert. Das zeigt eine Umfrage von Gallup. Die Zustimmung zur globalen Führungsrolle der USA sank in den 31 NATO-Staaten zwischen 2024 und 2025 um durchschnittlich 14 Prozentpunkte auf nur noch 21 Prozent. Dies ist das niedrigste Ergebnis seit 2020. Während der ersten Amtszeit Trumps war der Wert auf nur 18 Prozent gefallen.
Die stärksten Rückgänge wurden in Deutschland (-39 Prozentpunkte) und Portugal (-38 Prozentpunkte) verzeichnet. In insgesamt 18 Fällen ging die Zustimmung um mindestens 10 Prozentpunkte zurück, so auch in Spanien, Kanada, Dänemark, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Gegenbeispiele sind Griechenland und die Türkei mit einem Zuwachs von vier bzw. zwölf Prozentpunkten. Die Daten wurden zwischen März und Oktober 2025 erhoben, also vor dem Militäreinsatz in Venezuela und der Eskalation um Grönland.
Die Wahrnehmung Chinas hat sich währendessen etwas verbessert. Die Zustimmung zur Führungsrolle des Landes stieg unter den Bündnispartnern bis 2025 um 8 Prozentpunkte auf 22 Prozent und erreichte damit ein ähnliches Niveau wie die USA. Besonders deutliche Zuwächse gab es ebenfalls in der Türkei (+21 Prozentpunkte) und Griechenland (+14 Prozentpunkte), sowie in Spanien (+15 Prozentpunkte). Die positive Stimmung gegenüber China scheint sich bis 2026 fortgesetzt zu haben, zumindest in Kanada. Dies bekräftigte der Premierminister des Landes, Mark Carney, als er im Januar eine engere Zusammenarbeit mit Peking im Handelsbereich ankündigte, um die Abhängigkeit von den USA zu verringern.
Die Zustimmungswerte für Russland blieben unter NATO-Partnern mit 10 Prozent niedrig, während die EU mit 60 Prozent Zustimmung am positivsten bewertet wurde.





















