Die Sozialausgaben sind in Relation zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland zuletzt wieder gestiegen. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Quote liegt demnach bei 31,2 Prozent. Zum ersten Mal ist die Quote im Jahr 2009 über die 30-Prozent-Marke gestiegen. Von 2011 bis 2018 blieb sie unter dieser Marke. Zugleich liegt sie heute deutlich höher als etwa noch in den 1980er und 1990er Jahren.
Die Sozialleistungsquote zeigt, wie viel die Bundesrepublik in Relation zur Wirtschaftsleistung für soziale Sicherungssysteme wie Renten, Krankenversicherung, Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe aufwendet. Sie kann somit zeigen, ob die sich Sozialausgaben analog zur Wirtschaftsleistung des Landes entwickeln oder sich davon womöglich abgekoppelt haben.
Betrachtet man die Zusammensetzung der Sozialleistungen nach Funktion, entfällt das Gros der Leistungen auf die Bereiche Alter und Krankheit. Hierfür ist in großen Teilen der demografische Wandel verantwortlich, der in Deutschland dafür sorgt, dass die Bevölkerung schrumpft und zugleich immer älter wird. Ein nominaler Anstieg der Sozialleistungen ist daher nur schwerlich zu verhindern.











