Trotz der neuen Konkurrenz durch Padel verzeichnete der Deutsche Tennis Bund auch in diesem Jahr ein starkes Mitgliederwachstum. Mit 36.000 neuen Mitgliedern innerhalb eines Jahres fiel das Wachstum dabei zuletzt so stark aus wie seit Jahren nicht mehr. Mit 1,55 Milionen Tennisspieler:innen zählte der DTB zuletzt so viele Mitglieder wie zuletzt 2010. "Sechs Jahre in Folge steigende Mitgliederzahlen sind kein kurzzeitiger Trend, sondern das Ergebnis einer konsequenten Weiterentwicklung unserer Sportart", sagte DTB-Vorstand Peter Mayer. "Mit modernen Vereinsangeboten, digitalen Services und einer engen Zusammenarbeit innerhalb von Tennis-Deutschland schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass immer mehr Menschen – insbesondere Kinder und Jugendliche – den Weg auf den Tennisplatz finden."
Seinen Höhepunkt erreichte der DTB in einer Zeit, die von besonderem deutschen Erfolg geprägt war. Die Grand-Slam-Siege von Boris Becker und Steffi Graf in den Achtzigern und Neunzigern führten zu einem Tennis-Hype in Deutschland. 1994 zählte der DTB mit rund 2,3 Millionen Mitgliedern seinen bisherigen Höchstwert. Danach schwand das Interesse am Tennissport jedoch langsam aber stetig und die Mitgliedszahlen schrumpften bis 2019 um etwa eine Million. Gleichzeitig verschwanden auch immer mehr Tennisplätze in Deutschland von der Bildfläche. Zumindest der Mitgliederschwund scheint vorerst gestoppt. Besonders viel Mut macht die Tatsache, dass fast die Hälfte der neuen Mitglieder im vergangenen Jahr Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren waren. Die Zukunft des Tennissports scheint also gesichert.





















