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Daten und Fakten zum Kontinent Afrika

Mit 30 Millionen Quadratkilometern ist Afrika der zweitgrößte Kontinent unseres Planeten und Schauplatz enormer landschaftlicher Extreme. Das höchste Bergmassiv Afrikas, der schneebedeckte Kilimandscharo, liegt inmitten einer schier endlosen und heißen Savannenlandschaft. In Afrika findet man den zweitgrößte Regenwald der Welt: den zentralafrikanischen Kongoregenwald. Aber auch die größte Trockenwüste der Erde liegt hier - und in keiner Weltregion gibt es mehr Wüstengebiete als in Afrika. Auch die afrikanischen Flüsse und Seen sind beeindruckend: Der Tanganjikasee-See ist der zweittiefste des Planeten, der Nil der längste Fluss und der Kongo der zweitgrößte Fluss nach Wasservolumen.

Die Oberflächengestalt Afrikas

Afrika nimmt ein Fünftel der globalen Landfläche ein und ist dreimal so groß wie Europa. Vom nördlichsten Punkt bis zur südlichen Spitze sind es etwa 8.000 Kilometer, von Westen nach Osten erstreckt sich Afrika an der breitesten Stelle über 7.560 Kilometer. Anders als im Falle von Europa und Asien sind die Grenzen Afrikas eindeutig markiert, weil der Kontinent ringsum von Meer umgeben ist: Im Norden liegt das Mittelmeer, im Westen der Atlantik, im Südosten der Indische Ozean und im Nordosten das Rote Meer. Dabei ist die Küste nur schwach gegliedert und die einzig große vorgelagerte Insel ist Madagaskar.

Im Inneren des afrikanischen Kontinents ist das Relief großräumig in Ebenen und Bergplateaus aufgeteilt – in der Fachsprache sagt man Becken und Schwellen. Unter den Becken tritt unter anderem das Kongobecken hervor. Dieses ist rund 3,7 Millionen Quadratkilometer groß und nimmt etwa ein Achtel der Landfläche Afrikas ein. Gemessen an der Größe gibt es in Afrika nur wenige Berge, dafür übertrifft die allgemeine Landhöhe die europäische deutlich: Die mittlere Höhe Afrikas beträgt 670 Meter (in Europa sind es 300 Meter). Die Höhen sind allerdings nicht gleichmäßig verteilt. Im Süden und Osten werden mittlere Höhe von 1.000 Metern erreicht (man spricht auf von Hochafrika), Norden und Westen liegen dagegen wesentlich tiefer (Niederafrika).

Der größte Teil Afrikas liegt auf einer der großen kontinentalen Platten: der alten und starren Afrikanischen Platte. Dies geht mit einer relativ großen geotektonischen Ruhe einher. Ganz anders ist die Situation allerdings im Osten Afrikas, wo es eine aktive Tektonik gibt. Ostafrika wird durch das Ostafrikanische Grabensystem und durch den Zentralafrikanischen Grabenbruch durchzogen. Hier driften Plattenteile auseinander und es erheben sich hohe, meist nicht mehr aktive Vulkane. Zu diesen gehören die höchsten Berge Afrikas: der 5.895 Meter hohe Kibo, der 5.270 Meter hohe Mawensi und der 5.194 Meter hohe Mount Kenia. In den Grabenbrüchen haben sich außerdem große Grabenseen gebildet, die zu den größten und tiefsten der Erde gehören: zum Beispiel der Tanganjikasee mit einer Tiefe von fast 1.500 Metern oder der Malawisee mit einer Tiefe von 700 Metern. Der flächengrößte See Afrikas, der Victoriasee, erreicht dagegen nur eine Tiefe von maximal 80 Metern.

Klima und Vegetation Afrikas

Etwa in der Mitte Afrikas verläuft der Äquator. Dadurch liegt Afrika fast vollständig in den Tropen und besitzt alle tropischen Klima- und Vegetationszonen in einer Anordnung, die schon fast idealtypisch ist: Die immerfeuchten Tropen am Äquator sind die Zone der afrikanischen Regenwälder. Erwähnenswert ist hier besonders der Regenwald des Kongobeckens, welcher nicht nur der weltweit zweitgrößte zusammenhängende Regenwald ist, sondern auch fast 90 Prozent der gesamten afrikanischen Regenwaldfläche ausmacht.

Nördlich und südlich schließen sich die wechselfeuchten Tropen an. Diese sind die Zonen der ausgedehnten afrikanischen Savannen. Mit wachsendem Abstand zum Äquator verringern sich die Niederschläge und die Savannen verwandeln sich in Trockensavannen und Dornsavannen, die schließlich in subtropische Halbwüsten und Wüsten übergehen: Im Norden liegt die Sahara, die praktisch den gesamten Raum Nordafrikas einnimmt, und im Süden liegen unter anderem die Namib und die Kalahari. Insbesondere die Sahara ist dafür verantwortlich, dass Afrika als der Wüstenkontinent schlechthin gilt. Etwa 20 Prozent der Fläche Afrikas gelten als so trocken, dass man von Vollwüsten spricht, und weitere 58 Prozent sind mit Halbwüsten und anderen Trockengebieten bedeckt.

Bevölkerung Afrikas

Im Jahr 2019 lebten auf dem afrikanischen Kontinent 1,3 Milliarden Menschen – das entsprach etwa 17 Prozent aller Menschen weltweit. Da das afrikanische Bevölkerungswachstum sehr hoch ist, wird davon ausgegangen, dass es im Jahr 2100 in Afrika mehr als 4 Milliarden Menschen geben wird. Viele von ihnen werden dann in Städten wohnen, denn neben der Bevölkerung wachsen auch die afrikanischen Städte in raschem Tempo. Bereits heute schwankt die Bevölkerungsdichte sehr stark. Weite Gebiete – zum Beispiel die Sahara - sind nicht oder nur sehr dünn besiedelt. Dagegen leben viele Menschen in sogenannten Gunsträumen, wie man sie etwa in den Industrie- und Bergbauzentren Nigerias oder Südafrikas findet.

Insgesamt ist das Bild des armen, konfliktbeladenen Afrikas in Teilen heute überholt. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt einiger Länder (zum Beispiel Ruandas) in den letzten Jahren stark an. Nigeria konnte mit seinem Bruttoinlandsprodukt Südafrika den Rang als wirtschaftsstärkste Nation Afrikas ablaufen. Dennoch bleiben die Herausforderungen enorm. Der Lebensstandard in den meisten Ländern Afrikas ist im globalen Vergleich noch immer niedrig. In Afrika liegen die ärmsten Staaten der Welt und nicht wenige Länder sind hoch verschuldet. Ein großer Teil der afrikanischen Bevölkerung ist von Armut, Hunger, Krankheit (die Aidsrate Afrikas ist höchste der Welt), Kriegen, Wassermangel und Naturkatastrophen bedroht.

In Vergangenheit und Gegenwart haben diese Probleme bereits zu großen Flüchtlingswellen geführt. Unter den zehn Ländern, aus denen Ende 2019 die meisten Geflüchteten stammten, befanden sich sechs afrikanische Staaten. Und da der Klimawandel viele der Probleme Afrikas weiter verschärft, wird der Migrationsdruck auch in Zukunft hoch bleiben. Manche der afrikanischen Migranten machen sich auf den gefährlichen Weg nach Europa, die meisten von ihnen bleiben aber tatsächlich in Afrika – zum Beispiel als Binnenflüchtlinge im eigenen Land. Afrika ist mit Abstand die Region mit den meisten Binnenflüchtlingen weltweit.

Exkurs Kolonialismus

Viele der gegenwärtigen Probleme Afrikas lassen sich in Teilen auf den europäischen Kolonialismus zurückführen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fielen die europäischen Mächte im großen Stil in Afrika ein. Vor allem Portugal, Großbritannien, Belgien, Frankreich, Italien und das Deutsche Kaiserreich eroberten und besetzten innerhalb kürzester Zeit nahezu den gesamten Kontinent. Auf der Berliner Konferenz 1884/85 teilten sie Afrika untereinander auf, wobei willkürliche Grenzen gezogen wurden, die teils bis heute Bestand haben. In der Folgezeit beuteten die Kolonialherren die afrikanische Bevölkerung gnadenlos aus, Aufstände wurde blutig unterdrückt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Zerfall der Kolonialsysteme, und die Länder Afrikas wurden nach und nach unabhängig.

Wichtige Kennzahlen

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Berge & Gewässer Afrikas

Wüsten & Wälder Afrikas

Tierwelt Afrikas

Bevölkerung Afrikas

Urbanisierung

Flucht & Migration

Weitere interessante Statistiken

Daten und Fakten zum Kontinent Afrika

Mit 30 Millionen Quadratkilometern ist Afrika der zweitgrößte Kontinent unseres Planeten und Schauplatz enormer landschaftlicher Extreme. Das höchste Bergmassiv Afrikas, der schneebedeckte Kilimandscharo, liegt inmitten einer schier endlosen und heißen Savannenlandschaft. In Afrika findet man den zweitgrößte Regenwald der Welt: den zentralafrikanischen Kongoregenwald. Aber auch die größte Trockenwüste der Erde liegt hier - und in keiner Weltregion gibt es mehr Wüstengebiete als in Afrika. Auch die afrikanischen Flüsse und Seen sind beeindruckend: Der Tanganjikasee-See ist der zweittiefste des Planeten, der Nil der längste Fluss und der Kongo der zweitgrößte Fluss nach Wasservolumen.

Die Oberflächengestalt Afrikas

Afrika nimmt ein Fünftel der globalen Landfläche ein und ist dreimal so groß wie Europa. Vom nördlichsten Punkt bis zur südlichen Spitze sind es etwa 8.000 Kilometer, von Westen nach Osten erstreckt sich Afrika an der breitesten Stelle über 7.560 Kilometer. Anders als im Falle von Europa und Asien sind die Grenzen Afrikas eindeutig markiert, weil der Kontinent ringsum von Meer umgeben ist: Im Norden liegt das Mittelmeer, im Westen der Atlantik, im Südosten der Indische Ozean und im Nordosten das Rote Meer. Dabei ist die Küste nur schwach gegliedert und die einzig große vorgelagerte Insel ist Madagaskar.

Im Inneren des afrikanischen Kontinents ist das Relief großräumig in Ebenen und Bergplateaus aufgeteilt – in der Fachsprache sagt man Becken und Schwellen. Unter den Becken tritt unter anderem das Kongobecken hervor. Dieses ist rund 3,7 Millionen Quadratkilometer groß und nimmt etwa ein Achtel der Landfläche Afrikas ein. Gemessen an der Größe gibt es in Afrika nur wenige Berge, dafür übertrifft die allgemeine Landhöhe die europäische deutlich: Die mittlere Höhe Afrikas beträgt 670 Meter (in Europa sind es 300 Meter). Die Höhen sind allerdings nicht gleichmäßig verteilt. Im Süden und Osten werden mittlere Höhe von 1.000 Metern erreicht (man spricht auf von Hochafrika), Norden und Westen liegen dagegen wesentlich tiefer (Niederafrika).

Der größte Teil Afrikas liegt auf einer der großen kontinentalen Platten: der alten und starren Afrikanischen Platte. Dies geht mit einer relativ großen geotektonischen Ruhe einher. Ganz anders ist die Situation allerdings im Osten Afrikas, wo es eine aktive Tektonik gibt. Ostafrika wird durch das Ostafrikanische Grabensystem und durch den Zentralafrikanischen Grabenbruch durchzogen. Hier driften Plattenteile auseinander und es erheben sich hohe, meist nicht mehr aktive Vulkane. Zu diesen gehören die höchsten Berge Afrikas: der 5.895 Meter hohe Kibo, der 5.270 Meter hohe Mawensi und der 5.194 Meter hohe Mount Kenia. In den Grabenbrüchen haben sich außerdem große Grabenseen gebildet, die zu den größten und tiefsten der Erde gehören: zum Beispiel der Tanganjikasee mit einer Tiefe von fast 1.500 Metern oder der Malawisee mit einer Tiefe von 700 Metern. Der flächengrößte See Afrikas, der Victoriasee, erreicht dagegen nur eine Tiefe von maximal 80 Metern.

Klima und Vegetation Afrikas

Etwa in der Mitte Afrikas verläuft der Äquator. Dadurch liegt Afrika fast vollständig in den Tropen und besitzt alle tropischen Klima- und Vegetationszonen in einer Anordnung, die schon fast idealtypisch ist: Die immerfeuchten Tropen am Äquator sind die Zone der afrikanischen Regenwälder. Erwähnenswert ist hier besonders der Regenwald des Kongobeckens, welcher nicht nur der weltweit zweitgrößte zusammenhängende Regenwald ist, sondern auch fast 90 Prozent der gesamten afrikanischen Regenwaldfläche ausmacht.

Nördlich und südlich schließen sich die wechselfeuchten Tropen an. Diese sind die Zonen der ausgedehnten afrikanischen Savannen. Mit wachsendem Abstand zum Äquator verringern sich die Niederschläge und die Savannen verwandeln sich in Trockensavannen und Dornsavannen, die schließlich in subtropische Halbwüsten und Wüsten übergehen: Im Norden liegt die Sahara, die praktisch den gesamten Raum Nordafrikas einnimmt, und im Süden liegen unter anderem die Namib und die Kalahari. Insbesondere die Sahara ist dafür verantwortlich, dass Afrika als der Wüstenkontinent schlechthin gilt. Etwa 20 Prozent der Fläche Afrikas gelten als so trocken, dass man von Vollwüsten spricht, und weitere 58 Prozent sind mit Halbwüsten und anderen Trockengebieten bedeckt.

Bevölkerung Afrikas

Im Jahr 2019 lebten auf dem afrikanischen Kontinent 1,3 Milliarden Menschen – das entsprach etwa 17 Prozent aller Menschen weltweit. Da das afrikanische Bevölkerungswachstum sehr hoch ist, wird davon ausgegangen, dass es im Jahr 2100 in Afrika mehr als 4 Milliarden Menschen geben wird. Viele von ihnen werden dann in Städten wohnen, denn neben der Bevölkerung wachsen auch die afrikanischen Städte in raschem Tempo. Bereits heute schwankt die Bevölkerungsdichte sehr stark. Weite Gebiete – zum Beispiel die Sahara - sind nicht oder nur sehr dünn besiedelt. Dagegen leben viele Menschen in sogenannten Gunsträumen, wie man sie etwa in den Industrie- und Bergbauzentren Nigerias oder Südafrikas findet.

Insgesamt ist das Bild des armen, konfliktbeladenen Afrikas in Teilen heute überholt. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt einiger Länder (zum Beispiel Ruandas) in den letzten Jahren stark an. Nigeria konnte mit seinem Bruttoinlandsprodukt Südafrika den Rang als wirtschaftsstärkste Nation Afrikas ablaufen. Dennoch bleiben die Herausforderungen enorm. Der Lebensstandard in den meisten Ländern Afrikas ist im globalen Vergleich noch immer niedrig. In Afrika liegen die ärmsten Staaten der Welt und nicht wenige Länder sind hoch verschuldet. Ein großer Teil der afrikanischen Bevölkerung ist von Armut, Hunger, Krankheit (die Aidsrate Afrikas ist höchste der Welt), Kriegen, Wassermangel und Naturkatastrophen bedroht.

In Vergangenheit und Gegenwart haben diese Probleme bereits zu großen Flüchtlingswellen geführt. Unter den zehn Ländern, aus denen Ende 2019 die meisten Geflüchteten stammten, befanden sich sechs afrikanische Staaten. Und da der Klimawandel viele der Probleme Afrikas weiter verschärft, wird der Migrationsdruck auch in Zukunft hoch bleiben. Manche der afrikanischen Migranten machen sich auf den gefährlichen Weg nach Europa, die meisten von ihnen bleiben aber tatsächlich in Afrika – zum Beispiel als Binnenflüchtlinge im eigenen Land. Afrika ist mit Abstand die Region mit den meisten Binnenflüchtlingen weltweit.

Exkurs Kolonialismus

Viele der gegenwärtigen Probleme Afrikas lassen sich in Teilen auf den europäischen Kolonialismus zurückführen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fielen die europäischen Mächte im großen Stil in Afrika ein. Vor allem Portugal, Großbritannien, Belgien, Frankreich, Italien und das Deutsche Kaiserreich eroberten und besetzten innerhalb kürzester Zeit nahezu den gesamten Kontinent. Auf der Berliner Konferenz 1884/85 teilten sie Afrika untereinander auf, wobei willkürliche Grenzen gezogen wurden, die teils bis heute Bestand haben. In der Folgezeit beuteten die Kolonialherren die afrikanische Bevölkerung gnadenlos aus, Aufstände wurde blutig unterdrückt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Zerfall der Kolonialsysteme, und die Länder Afrikas wurden nach und nach unabhängig.

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