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Geographie Nordamerikas

Nordamerika ist mit einer Fläche von 24 Millionen Quadratkilometern der drittgrößte Kontinent der Welt, hinter Asien und Afrika. Er nimmt 16 Prozent der globalen Landoberfläche ein und bildet zusammen mit Südamerika den amerikanischen Doppelkontinent. Nordamerika wird nach Norden vom Arktischen Ozean begrenzt, nach Osten vom Atlantik und im Westen vom Pazifik. Nach Süden endet der Kontinent an der Grenze zwischen Panama und Kolumbien. Damit beinhaltet er geographisch neben Kanada, den USA und Mexiko außerdem die Staaten der zentralamerikanischen Landbrücke, Grönland sowie mehrere karibische Inselstaaten. Jedoch wird die Abgrenzung im allgemeinen Sprachgebrauch häufig aufgeweicht, da aufgrund der kultur- und sprachgeschichtlichen Zugehörigkeit die Staaten Zentral- und Südamerikas gemeinsam als Lateinamerika bezeichnet werden. Zu Nordamerika gehören 23 Staaten. Das größte Land ist Kanada, mit einer Fläche von fast 10 Millionen Quadratkilometern.

Vegetation und Landschaft

Der größte Teil des nordamerikanischen Kontinents liegt in der gemäßigten Klimazone. Er erstreckt sich aber über alle Klimazonen der Erde, von den Tropen in Zentralamerika bis zu den Polargebieten in Grönland. Dementsprechend vielfältig sind auch Landschaft, Flora und Fauna des Kontinents. Er beinhaltet Naturwunder wie den Grand Canyon, die Niagarafälle, riesige Gletscher- und Nationalparkflächen. Die Landschaft Nordamerikas ist geprägt von großen Waldbeständen, die vom Nadelwald im Norden zu Laubwald und dann zu Tropenwäldern übergehen. Sowohl die USA als auch Kanada gehören zu den fünf Ländern mit dem größten Anteil an der globalen Waldfläche. Außerdem gibt es hier einige große Gebirgsketten. Die längste davon sind die Rocky Mountains, ein riesiges Faltengebirge im Westen des Kontinents. Der höchste Berg Nordamerikas ist mit rund 6.190 Metern der in der Alaskakette gelegene Denali. Der längsten Flusslauf Nordamerikas liegt in Kanada. Er besteht aus dem Mackenzie, dem Peace und dem Slave River und ist insgesamt über 4.200 Kilometer lang.

Die Auswirkungen des Klimawandels in Nordamerika

Aufgrund des Klimawandels kommt es in Nordamerika – wie in der gesamten Welt – häufiger zu extremen Wetterereignissen. So sind beispielsweise die USA und einige andere Länder Nordamerikas immer wieder von Tornados betroffen. Aber auch andere Naturkatastrophen wie extreme Hitze, Erdbeben oder Waldbrände treten hier gehäuft auf. Das macht nicht nur den Menschen, sondern auch anderen Lebewesen zu schaffen. Mexiko und die USA beispielsweise haben eine enorme Artenvielfalt, gehören aber auch zu den Ländern mit der höchsten Anzahl gefährdeter Spezies. Im Jahr 2021 standen in den beiden Ländern zusammen über 4.000 Spezies auf der roten Liste.
Dass einige Länder Nordamerikas einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimawandel leisten, wird bei Betrachtung der zehn Länder mit dem größten Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß ersichtlich. Darunter finden sich nicht nur die USA, sondern auch Kanada und Mexiko wieder. Zusammen tragen die drei Länder einen Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß von über 17 Prozent.

Bevölkerungsentwicklung

Etwas weniger als fünf Prozent der Weltbevölkerung leben in Kanada, den USA und Mexiko. Das Land mit den meisten Einwohnern sind die USA, die insgesamt den dritten Platz der bevölkerungsreichsten Länder der Welt belegen. Nordamerika ist der Kontinent mit der stärksten Urbanisierung. Rund 82 Prozent der Bevölkerung leben in Städten. Die größten Städte sind Mexico City (22 Millionen Einwohner), New York (19 Millionen Einwohner) und Los Angeles (12,5 Millionen Einwohner). Die Bevölkerungsdichte ist dagegen relativ niedrig. Rund 20 Einwohner leben in den USA, Kanada und Mexiko pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: Weltweit leben auf einem Quadratkilometer im Schnitt 60 Menschen.
In der Lebenserwartung zeigt sich eine große Diskrepanz zwischen den Gebieten Nordamerikas. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kanada und den USA, die beide zu den reichsten Ländern der Welt gehören, liegt bei 81 Jahren für Frauen und 77 Jahren für Männer und damit deutlich über dem weltweiten Schnitt. Die Lebenserwartung in den zentralamerikanischen und karibischen Gebieten liegt dagegen näher am weltweiten Schnitt und deutlich unter dem Wert der USA und Kanada.

Die Spanne zwischen Arm und Reich und ihre Folgen

Nordamerika ist geprägt von starken Unterschieden zwischen Arm und Reich. Die USA und Kanada sind große Industriestaaten, während die meisten zentralamerikanischen und karibischen Länder von Armut geprägt sind. Mexiko liegt, obwohl es Mitglied einiger internationaler Wirtschaftsbündnisse und Organisationen ist, als Schwellenland dazwischen. Das macht sich auch in der Migration innerhalb Nordamerikas bemerkbar. Die USA sind das größte Einwanderungsland der Welt. Aufgrund der räumlichen Nähe und der großen wirtschaftlichen und politischen Differenzen zwischen den beiden Ländern kommen die meisten Einwanderer aus Mexiko, dass das zweitgrößte Auswanderungsland der Welt ist.
Vor allem innerhalb der USA gibt es außerdem gravierende Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen. So hat hier die indigene Bevölkerung die höchste Armutsquote. Diese liegt mit über 24 Prozent fast dreimal so hoch wie in der weißen Bevölkerung, die von allen Ethnien am wenigsten von Armut betroffen ist.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Geographie Nordamerikas" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Gewässer & Gebirge

Wälder

Naturkatastrophen

Bevölkerung

Urbanisierung

Landwirtschaft & Ernährung

Wirtschaft & Infrastruktur

Interessante Statistiken

In den folgenden 8 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 75 Statistiken aus dem Thema "Geographie Nordamerikas".

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Nordamerika ist mit einer Fläche von 24 Millionen Quadratkilometern der drittgrößte Kontinent der Welt, hinter Asien und Afrika. Er nimmt 16 Prozent der globalen Landoberfläche ein und bildet zusammen mit Südamerika den amerikanischen Doppelkontinent. Nordamerika wird nach Norden vom Arktischen Ozean begrenzt, nach Osten vom Atlantik und im Westen vom Pazifik. Nach Süden endet der Kontinent an der Grenze zwischen Panama und Kolumbien. Damit beinhaltet er geographisch neben Kanada, den USA und Mexiko außerdem die Staaten der zentralamerikanischen Landbrücke, Grönland sowie mehrere karibische Inselstaaten. Jedoch wird die Abgrenzung im allgemeinen Sprachgebrauch häufig aufgeweicht, da aufgrund der kultur- und sprachgeschichtlichen Zugehörigkeit die Staaten Zentral- und Südamerikas gemeinsam als Lateinamerika bezeichnet werden. Zu Nordamerika gehören 23 Staaten. Das größte Land ist Kanada, mit einer Fläche von fast 10 Millionen Quadratkilometern.

Vegetation und Landschaft

Der größte Teil des nordamerikanischen Kontinents liegt in der gemäßigten Klimazone. Er erstreckt sich aber über alle Klimazonen der Erde, von den Tropen in Zentralamerika bis zu den Polargebieten in Grönland. Dementsprechend vielfältig sind auch Landschaft, Flora und Fauna des Kontinents. Er beinhaltet Naturwunder wie den Grand Canyon, die Niagarafälle, riesige Gletscher- und Nationalparkflächen. Die Landschaft Nordamerikas ist geprägt von großen Waldbeständen, die vom Nadelwald im Norden zu Laubwald und dann zu Tropenwäldern übergehen. Sowohl die USA als auch Kanada gehören zu den fünf Ländern mit dem größten Anteil an der globalen Waldfläche. Außerdem gibt es hier einige große Gebirgsketten. Die längste davon sind die Rocky Mountains, ein riesiges Faltengebirge im Westen des Kontinents. Der höchste Berg Nordamerikas ist mit rund 6.190 Metern der in der Alaskakette gelegene Denali. Der längsten Flusslauf Nordamerikas liegt in Kanada. Er besteht aus dem Mackenzie, dem Peace und dem Slave River und ist insgesamt über 4.200 Kilometer lang.

Die Auswirkungen des Klimawandels in Nordamerika

Aufgrund des Klimawandels kommt es in Nordamerika – wie in der gesamten Welt – häufiger zu extremen Wetterereignissen. So sind beispielsweise die USA und einige andere Länder Nordamerikas immer wieder von Tornados betroffen. Aber auch andere Naturkatastrophen wie extreme Hitze, Erdbeben oder Waldbrände treten hier gehäuft auf. Das macht nicht nur den Menschen, sondern auch anderen Lebewesen zu schaffen. Mexiko und die USA beispielsweise haben eine enorme Artenvielfalt, gehören aber auch zu den Ländern mit der höchsten Anzahl gefährdeter Spezies. Im Jahr 2021 standen in den beiden Ländern zusammen über 4.000 Spezies auf der roten Liste.
Dass einige Länder Nordamerikas einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimawandel leisten, wird bei Betrachtung der zehn Länder mit dem größten Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß ersichtlich. Darunter finden sich nicht nur die USA, sondern auch Kanada und Mexiko wieder. Zusammen tragen die drei Länder einen Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß von über 17 Prozent.

Bevölkerungsentwicklung

Etwas weniger als fünf Prozent der Weltbevölkerung leben in Kanada, den USA und Mexiko. Das Land mit den meisten Einwohnern sind die USA, die insgesamt den dritten Platz der bevölkerungsreichsten Länder der Welt belegen. Nordamerika ist der Kontinent mit der stärksten Urbanisierung. Rund 82 Prozent der Bevölkerung leben in Städten. Die größten Städte sind Mexico City (22 Millionen Einwohner), New York (19 Millionen Einwohner) und Los Angeles (12,5 Millionen Einwohner). Die Bevölkerungsdichte ist dagegen relativ niedrig. Rund 20 Einwohner leben in den USA, Kanada und Mexiko pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: Weltweit leben auf einem Quadratkilometer im Schnitt 60 Menschen.
In der Lebenserwartung zeigt sich eine große Diskrepanz zwischen den Gebieten Nordamerikas. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kanada und den USA, die beide zu den reichsten Ländern der Welt gehören, liegt bei 81 Jahren für Frauen und 77 Jahren für Männer und damit deutlich über dem weltweiten Schnitt. Die Lebenserwartung in den zentralamerikanischen und karibischen Gebieten liegt dagegen näher am weltweiten Schnitt und deutlich unter dem Wert der USA und Kanada.

Die Spanne zwischen Arm und Reich und ihre Folgen

Nordamerika ist geprägt von starken Unterschieden zwischen Arm und Reich. Die USA und Kanada sind große Industriestaaten, während die meisten zentralamerikanischen und karibischen Länder von Armut geprägt sind. Mexiko liegt, obwohl es Mitglied einiger internationaler Wirtschaftsbündnisse und Organisationen ist, als Schwellenland dazwischen. Das macht sich auch in der Migration innerhalb Nordamerikas bemerkbar. Die USA sind das größte Einwanderungsland der Welt. Aufgrund der räumlichen Nähe und der großen wirtschaftlichen und politischen Differenzen zwischen den beiden Ländern kommen die meisten Einwanderer aus Mexiko, dass das zweitgrößte Auswanderungsland der Welt ist.
Vor allem innerhalb der USA gibt es außerdem gravierende Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen. So hat hier die indigene Bevölkerung die höchste Armutsquote. Diese liegt mit über 24 Prozent fast dreimal so hoch wie in der weißen Bevölkerung, die von allen Ethnien am wenigsten von Armut betroffen ist.

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