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Arktis und Antarktis

Obwohl die Arktis und die Antarktis häufig miteinander in Verbindung gebracht werden und augenscheinlich vergleichbare Eismassen an den Polen der Erde darstellen, handelt es sich um zwei sehr unterschiedliche Weltregionen. Gemein ist beiden, dass sie grob die Gebiete nördlich und südlich der Polarkreise auf 66,57° nördlicher und südlicher Breite umfassen.

Arktis, Antarktis & Antarktika

Die Antarktis am Südpol ist primär durch den Kontinent Antarktika (umgangssprachlich Antarktis) mit einer Fläche von etwa 14 Millionen Quadratkilometern und die umliegendea Meeresgebiete gekennzeichnet. Die bis zu 5 km dicke Eisdecke liegt auf dem antarktischen Kontinentalsockel und bedeckt diesen zu 99 Prozent. Zu Zeiten größter Ausdehnung des Meereises erreicht der Eisschild eine Fläche von bis zu 30 Millionen Quadratkilometern. Im Jahr 1962 wurde der Antarktisvertrag verabschiedet, der allen interessierten Staaten für wissenschaftliche Zwecke Zugang zur Antarktis erlaubt, aber jegliche Gebietsansprüche in Antarktika zurückweist. Das antarktische Meer grenzt jeweils an den Südatlantik, den Südpazifik und den Südlichen Indischen Ozean.

Die Arktis auf der anderen Seite weist keinen eigenen Kontinent auf, sondern besteht aus dem arktischen Ozean und den Landmassen der Anrainerstaaten Russland, Kanada, Dänemark, USA, Norwegen, Island, Schweden und Finnland. Anders als die Antarktis, zeichnet sich die Arktis neben den Permafrostböden und Landeisflächen in u.a. Grönland, Sibirien und Alaska vor allem durch die große Meereisfläche um den Nordpol aus.

Die Klimakrise, das Polareis und der Meeresspiegel

Sowohl die Ausdehnung des Meereises in der Arktis als auch des Meereises in der Antarktis sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen und es wird vermutet, dass sich dieser Trend angesichts des sich beschleunigenden Klimawandels noch verstärken wird. Die Temperaturen im Jahr 2020 jenseits beider Polarkreise gehörten zu den höchsten Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen.

Vor allem das Abschmelzen der Landeismassen der Antarktis und Grönlands würden bereits bei einer durchschnittlichen Klimaerwärmung von 1,5 Grad Celsius dramatische Folgen für den Meeresspiegelanstieg haben und bergen darüber hinaus Risiken für die globalen Meeresströmungen. Bisher haben allein das Schmelzwasser aus Grönland und der Antarktis ca. 40 Prozent zum Meeresspiegelanstieg durch größere Wassermengen beigetragen (im Gegensatz zum Anstieg auf Grund von wärmebedingter Ausdehnung des Wassers).

Arktischer Permafrost und andere Ökosysteme

Neben den Auswirkungen auf den Meeresspiegel beeinflusst die Klimakrise auch die arktischen Permafrostböden und Moore. Diese speichern große Mengen an Treibhausgasen , vor allem Methan, das zwar kurzlebiger ist als CO2, aber dafür 25-mal stärker als Treibhaus wirkt. Durch das Auftauen der Permafrostböden droht das gespeicherte Methan zu entweichen. Auch sind jahrtausendealte Erreger im Permafrost eingeschlossen, die beim Austreten eine gesundheitliche Bedrohung für Mensch und Tier darstellen.

Zusätzlich kommt es durch höhere Temperaturen in Verbindung mit trockenen Perioden immer häufiger zu Wald-, Steppen- und Moorbränden in Alaska und Sibirien. Auch hierbei werden große Mengen an Treibhausgasen, die zuvor in organischem Material sequestriert waren, freigesetzt.

Diese Veränderungen bedrohen auch die Stabilität von Ökosystemen zahlreicher Tierarten, darunter Fischarten, Meeressäuger wie Wale und Robben, Pinguinarten und Landsäuger wie Eisbären. die jenseits der Polarkreise ein einzigartiges Ökosystem vorfinden.

Geostrategische Interessen

In den Kontinentalschelfen sowie im arktischen Meer werden große Mengen an Erdöl und -gas vermutet, was wirtschaftliche Interessen der Anrainerstaaten und anderer wichtiger geopolitischer Akteure wie China weckt. Diese fossilen Energievorkommen werden erst zugänglich, wenn der Klimawandel durch das Verbrennen eben dieser Energieträger das arktische Meereis schmelzen lässt. Auch versprechen sich verschiedene Länder schnellere Handelsrouten, wenn das Eis nicht mehr die arktische Route verschließt. Die so ganzjährig befahrbare, 16.000 km lange Nordostpassage von Deutschland nach China ist im Vergleich zur Suezkanalroute fast 5.000 km kürzer.

Auch in der Arktis werden zahlreiche Mineralien und Eisen unter der Eisdecke vermutet, allerdings ist es durch den Antarktisvertrag und das Umweltschutzprotokoll von 1991 keinem Staat erlaubt, die Ressourcen für sich zu beanspruchen. Weiterhin sind jegliche militärische Aktivitäten, Atomtest oder die Entsorgung radioaktiver Abfälle verboten. Dadurch gilt die Antarktis als größtes Naturschutzgebiet der Welt.

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