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Geographie Südamerikas

Südamerika ist ein Subkontinent des amerikanischen Doppelkontinentes. Mit einer Fläche von 18 Millionen Quadratkilometern landet Südamerika im Ranking der größten Kontinente im Mittelfeld – vor der Antarktis und nach Nordamerika. Gelegentlich wird Südamerika synonym zu dem Begriff Lateinamerika genutzt. Dies ist jedoch ungenau, da sich die Begriffe auf unterschiedliche Gebiete beziehen. Südamerika ist eine geographisch-geologische Bezeichnung, die die Landmasse von der Südspitze Argentiniens bis zur Landenge in Panama beschreibt. Lateinamerika ist ein politisch-kultureller Begriff, der zu dem Gebiet Südamerikas noch den spanischsprachigen Teil Nordamerikas (wie z. B. Mexiko, Guatemala und Nicaragua) umfasst. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungsdaten werden daher auch meist für Lateinamerika, aber nicht für Südamerika angegeben.

Die Oberflächengestalt Südamerikas

Südamerika nimmt zwölf Prozent der globalen Landfläche bzw. vier Prozent an der gesamten Erdoberfläche ein. Das höchste Gebirge des Kontinents - die Anden - erstreckt sich auf 7.000 Kilometer und ist damit das längste Gebirge der Welt. Der höchste Berg ist der argentinische Aconcagua und befindet sich im südlichen Teil der Anden. Sein Gipfel liegt 6.958 Meter über dem Meeresspiegel. Im Durchschnitt erhebt sich Südamerika 590 Meter über Normalnull. Aus dem peruanischen Teil der Anden entspringt der Amazonas, der – je nach Messmethode – der mit Abstand größte Fluss der Erde ist. Mit einer Länge von 6.437 Kilometern ist er zwar „nur“ der zweitlängste Fluss der Welt, aber die transportierte Wassermenge sucht weltweit seines gleichen. Der Amazonas erreicht einen Abfluss von 6.642 Kubikkilometern im Jahr. Mehr als die sechs nächstkleineren Flüsse zusammen.

Klima und Vegetation - der Amazonas-Regenwald im Fokus

Auf dem amerikanischen Doppelkontinent befindet sich über die Hälfte der globalen Primärwaldfläche. Ein Großteil davon in Südamerika. Primärwald bezeichnet einen von menschlicher Einflussnahme unberührten Wald. Das Land in Südamerika mit der größten Waldfläche ist auch das in der Gesamtfläche größte Land: Brasilien. In Brasilien befindet sich der Hauptteil des Amazonas-Regenwalds, der mit Abstand größte Regenwald der Welt. Der Amazonas-Regenwald ist ein wichtiges Glied im globalen Klimasystem, das die Folgen des Klimawandels abdämpft, sie aber bei Erreichen eines Kipppunktes gar noch verstärken könnte. Umso dramatischer ist es, dass in Brasilien jedes Jahr mehrere Tausend Hektar Tropenwald verschwinden. Bleibt die Abholzrate im Amazonasgebiets weiterhin so hoch, kann der fortschreitende Verlust an Waldbedeckung dazu führen, dass das regionale Klimasystem des Regenwaldes kippt. Aus einem humiden (feuchten) Klima würde dann ein arides (trockenes) werden. Ab Erreichen dieses Kipppunktes, der nur schwer rückgängig gemacht werden kann, würde der Regenwald auf natürlichem Wege immer mehr an Fläche verlieren.

Bevölkerungsentwicklung

In Lateinamerika, der Karibik und Südamerika leben rund 651 Millionen Menschen. Demnach wohnt im Durchschnitt eine von zwölf Personen auf der Welt in dieser Region. Lateinamerika weist eine Wachstumsrate von 0,9 Prozent auf. Auf Grundlage dieser Wachstumsrate wird prognostiziert, dass die Bevölkerungszahl bis 2100 auf 680 Millionen Menschen ansteigt. Die Lebenserwartung in Südamerika wird derzeit mit 80 Jahren (Frauen) bzw. 73 Jahren (Männer) angegeben. Das Land in Südamerika mit der niedrigsten Lebenserwartung war zuletzt Guyana.
Lateinamerika weist eine der höchsten Urbanisierungsgrade der Welt auf, die nur von Nordamerika übertroffen wird. 80,7 Prozent der Lateinamerikaner wohnt jüngsten Schätzungen der UN zufolge in Städten. Die größte Stadt Lateinamerikas ist São Paulo mit rund 22 Millionen Einwohnern. Bis spätestens 2035 wird die brasilianische Megametropole diesen Titel jedoch voraussichtlich an die mexikanische Hauptstadt Mexiko-City verloren haben.

Wichtige Kennzahlen

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Gewässer & Gebirge

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Geographie Südamerikas

Südamerika ist ein Subkontinent des amerikanischen Doppelkontinentes. Mit einer Fläche von 18 Millionen Quadratkilometern landet Südamerika im Ranking der größten Kontinente im Mittelfeld – vor der Antarktis und nach Nordamerika. Gelegentlich wird Südamerika synonym zu dem Begriff Lateinamerika genutzt. Dies ist jedoch ungenau, da sich die Begriffe auf unterschiedliche Gebiete beziehen. Südamerika ist eine geographisch-geologische Bezeichnung, die die Landmasse von der Südspitze Argentiniens bis zur Landenge in Panama beschreibt. Lateinamerika ist ein politisch-kultureller Begriff, der zu dem Gebiet Südamerikas noch den spanischsprachigen Teil Nordamerikas (wie z. B. Mexiko, Guatemala und Nicaragua) umfasst. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungsdaten werden daher auch meist für Lateinamerika, aber nicht für Südamerika angegeben.

Die Oberflächengestalt Südamerikas

Südamerika nimmt zwölf Prozent der globalen Landfläche bzw. vier Prozent an der gesamten Erdoberfläche ein. Das höchste Gebirge des Kontinents - die Anden - erstreckt sich auf 7.000 Kilometer und ist damit das längste Gebirge der Welt. Der höchste Berg ist der argentinische Aconcagua und befindet sich im südlichen Teil der Anden. Sein Gipfel liegt 6.958 Meter über dem Meeresspiegel. Im Durchschnitt erhebt sich Südamerika 590 Meter über Normalnull. Aus dem peruanischen Teil der Anden entspringt der Amazonas, der – je nach Messmethode – der mit Abstand größte Fluss der Erde ist. Mit einer Länge von 6.437 Kilometern ist er zwar „nur“ der zweitlängste Fluss der Welt, aber die transportierte Wassermenge sucht weltweit seines gleichen. Der Amazonas erreicht einen Abfluss von 6.642 Kubikkilometern im Jahr. Mehr als die sechs nächstkleineren Flüsse zusammen.

Klima und Vegetation - der Amazonas-Regenwald im Fokus

Auf dem amerikanischen Doppelkontinent befindet sich über die Hälfte der globalen Primärwaldfläche. Ein Großteil davon in Südamerika. Primärwald bezeichnet einen von menschlicher Einflussnahme unberührten Wald. Das Land in Südamerika mit der größten Waldfläche ist auch das in der Gesamtfläche größte Land: Brasilien. In Brasilien befindet sich der Hauptteil des Amazonas-Regenwalds, der mit Abstand größte Regenwald der Welt. Der Amazonas-Regenwald ist ein wichtiges Glied im globalen Klimasystem, das die Folgen des Klimawandels abdämpft, sie aber bei Erreichen eines Kipppunktes gar noch verstärken könnte. Umso dramatischer ist es, dass in Brasilien jedes Jahr mehrere Tausend Hektar Tropenwald verschwinden. Bleibt die Abholzrate im Amazonasgebiets weiterhin so hoch, kann der fortschreitende Verlust an Waldbedeckung dazu führen, dass das regionale Klimasystem des Regenwaldes kippt. Aus einem humiden (feuchten) Klima würde dann ein arides (trockenes) werden. Ab Erreichen dieses Kipppunktes, der nur schwer rückgängig gemacht werden kann, würde der Regenwald auf natürlichem Wege immer mehr an Fläche verlieren.

Bevölkerungsentwicklung

In Lateinamerika, der Karibik und Südamerika leben rund 651 Millionen Menschen. Demnach wohnt im Durchschnitt eine von zwölf Personen auf der Welt in dieser Region. Lateinamerika weist eine Wachstumsrate von 0,9 Prozent auf. Auf Grundlage dieser Wachstumsrate wird prognostiziert, dass die Bevölkerungszahl bis 2100 auf 680 Millionen Menschen ansteigt. Die Lebenserwartung in Südamerika wird derzeit mit 80 Jahren (Frauen) bzw. 73 Jahren (Männer) angegeben. Das Land in Südamerika mit der niedrigsten Lebenserwartung war zuletzt Guyana.
Lateinamerika weist eine der höchsten Urbanisierungsgrade der Welt auf, die nur von Nordamerika übertroffen wird. 80,7 Prozent der Lateinamerikaner wohnt jüngsten Schätzungen der UN zufolge in Städten. Die größte Stadt Lateinamerikas ist São Paulo mit rund 22 Millionen Einwohnern. Bis spätestens 2035 wird die brasilianische Megametropole diesen Titel jedoch voraussichtlich an die mexikanische Hauptstadt Mexiko-City verloren haben.

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