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Prognose zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den EU-Ländern bis 2021

In Deutschland wird laut der Prognose der Europäischen Kommission das reale BIP im Jahr 2020 Jahr um rund 6,3 Prozent einbrechen. Für das kommende Jahr 2021 hingegen wird für Deutschland eine Erholung mit einer Wachstumsrate von rund 5,3 Prozent prognostiziert. Im Zuge der Corona-Krise ist es jedoch derzeit kaum möglich valide Prognosen zu stellen.

Euro-Krisenländer erneut am Abgrund

Spanien, Italien, Portugal und Griechenland werden laut der Prognose mit die höchsten BIP-Rückgänge in der Europäischen Union zu verzeichnen haben. Auch für Kroatien, Frankreich und Großbritannien hat die europäische Kommission ihre Prognosen im Vergleich zum European Economic Forecast Spring 2020 deutlich nach unten revidiert.

Spanien und Italien sind besonders hart von der Pandemie betroffen und sahen sich gezwungen strikte Eindämmungsmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus kämpfte Italien bereits vor der Corona-Krise mit strukturellen wirtschaftlichen Problemen und schwachen Wachstumsaussichten. Für Italien wird in diesem Jahr ein BIP-Rückgang von rund 11,2 Prozent erwartet.
Spanien kämpfte noch mit den Folgen der Euro-Krise. Mit einem prognostizierten BIP-Einbruch von rund 10,9 Prozent in diesem Jahr werden sich die ohnehin hohen Arbeitslosenzahlen Spaniens drastisch erhöhen.
Obwohl Griechenland weniger unmittelbar von der Pandemie betroffen ist, prognostiziert die Europäische Kommission einen BIP-Rückgang von rund 9 Prozent in diesem Jahr. Griechenlands wenig diversifizierte Wirtschaft ist mehr noch als Italien und Spanien auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen. Selbst in optimistischen Szenarien werden jedoch die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr in diesem Jahr massiv einbrechen und daher gerade Griechenland treffen.

Im Zuge der Corona-Krise bietet Statista laufend aktualisierte Prognosen führender Organisationen und Wirtschaftsinstitute zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) weltweit, wie auch tiefergehende Einblicke für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Die Statistik zeigt eine Prognose zum Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union von 2019 bis 2021. Das Bruttoinlandsprodukt bezeichnet den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die im betreffenden Jahr innerhalb der Landesgrenzen hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Es gilt als wichtiger Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes. Das reale Bruttoinlandsprodukt berücksichtigt die Preisentwicklung. Seine Veränderung wird auch als Wirtschaftswachstum bezeichnet.

Europäische Union: Prognose zum Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedstaaten von 2018 bis 2021

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Quelle

Veröffentlichungsdatum

Juli 2020

Region

EU

Erhebungszeitraum

2020

Hinweise und Anmerkungen

¹ Prognose.

² Großbritannien hat die Europäische Union (EU) zum 31. Januar 2020 verlassen (Brexit). Angaben zur Europäischen Union beziehen sich laut Quelle ab dem 01.Februar 2020 auf die EU-27 ohne Großbritannien.

Die Angaben beziehen sich für alle Jahre auf die heutigen Mitgliedsstaaten der EU bzw. der Euro-Zone, d.h. auch die Daten von Ländern, die zu einem früheren Zeitpunkt noch nicht Mitglied waren, gehen in die Gesamtwerte der entsprechenden Jahre ein.
Gleichzeitig tritt mit dem Brexit erstmals in der Geschichte der Europäischen Union (EU) der umgekehrte Fall ein, dass die Daten eines Landes, das zu einem früheren Zeitpunkt Mitglied der EU war, aus den Gesamtwerten der entsprechenden Jahre exkludiert werden.

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