Häuserpreisindex für Deutschland bis 2018

Die Immobilienpreise sind in den vergangenen Jahren bundesweit gestiegen. Dies zeigt auch der vorliegende Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes, welcher ausgehend vom Jahr 2015 (Index = 100) in 2018 bei etwa 116,3 Punkten lag. Somit haben die Preise gegenüber dem Basisjahr 2015 um 16,3 Prozent zugenommen.
Dennoch zeigen sich regionale Unterschiede bei der Immobilienpreisentwicklung. Speziell in den deutschen Großstädten stiegen die Wohnungspreise auffällig stark an. An den Wohnungspreisen in der bayerischen Landeshauptstadt München lässt sich dieser Trend besonders gut ablesen.

Gründe für steigende Immobilienpreise

Ein Grund für die stetig steigenden Immobilienpreise ist die starke Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot. In Deutschland wird zwar viel gebaut, und doch reicht es nicht, um den Bedarf an Wohnungen bzw. Wohngebäuden zu decken. Durch den Mangel an Wohnraum herrscht vor allem in den Ballungsräumen Wohnungsnot, was sowohl zu steigenden Mieten als auch zu Preissteigerungen bei Kaufimmobilien führt.
Auch der Mangel an Bauland kann als einer der Gründe für die Preisentwicklung auf dem deutschen Immobilienmarkt aufgeführt werden. Jahr 2017 kostete ein Quadratmeter baureifes Land in Deutschland durchschnittlich rund 175 Euro. Fünfzehn Jahre zuvor waren es noch unter 100 Euro für den Quadratmeter. Knappes Bauland wird teurer und sorgt damit auch für insgesamt steigende Immobilienpreise.
Des Weiteren führt die derzeitige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ebenfalls zu einem Anstieg der Immobilienpreise. Einerseits macht diese die Finanzierung von Immobilien zwar günstiger, sie bedingt aber auch, dass durch niedrige Zinsen andere Anlagemöglichkeiten weniger attraktiv werden. Als Folge wird mehr in Immobilien investiert und die Preise am Immobilienmarkt nehmen durch die gesteigerte Nachfrage zu.

Wohneigentum

Trotz der stetig steigenden Immobilienpreise - oder gerade deswegen - versucht der Staat die Wohneigentumsbildung in Deutschland durch zahlreiche Förderprogramme, wie beispielsweise das KfW-Wohneigentumsprogramm** zu fördern bzw. günstigere Rahmenbedingungen für den Erwerb von Immobilieneigentum zu schaffen.
Denn, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, ist die Wohneigentumsquote in Deutschland eher gering. Während hierzulande knapp mehr als die Hälfte der Bevölkerung in einer selbstgenutzten Wohnung oder einem selbstgenutzten Eigenheim lebt, wohnen im Nachbarland Polen rund 83 Prozent der Einwohner in den eigenen vier Wänden.

Entwicklung der Hauspreise in Deutschland in den Jahren von 2000 bis 2018

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Quelle

Statistisches Bundesamt

Veröffentlichungsdatum

2019

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

2000 bis 2018

Hinweise und Anmerkungen

* Vorläufig.

** Mit dem Wohneigentumsprogramm unterstützt die Förderbank KfW den Erwerb oder Bau von selbstgenutzten Immobilien, indem sie zinsgünstige und langfristige Kredite vergibt.

Gemäß des Statistischen Bundesamtes misst der Häuserpreisindex die durchschnittliche Preisentwicklung aller typischen Markttransaktionen für Wohnimmobilien (Eigentumswohnungen sowie Ein-/Zweifamilienhäuser), die als "Gesamtpaket" aus Grundstück und Gebäude verkauft beziehungsweise erworben werden. Dazu zählt sowohl der Erwerb von neu erstellten als auch der Erwerb von bestehenden Wohnimmobilien, unabhängig vom Veräußerer und vom Verwendungszweck.

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