Die acht am weitesten verbreiteten Tankstellen-Betreiber stellen zusammengerechnet rund zwei Drittel des gesamten Tankstellennetzes in Deutschland. Das zeigt die Statista-Infografik auf Basis von Daten des Energie Informationsdienstes. Die drei größten Marken Aral, Shell und Circle K kommen auf einen Anteil von rund 37 Prozent. Dahinter folgen Esso, Avia und Jet.
Trotz der Vielzahl an Marken ist der Wettbewerb nicht überall gleich stark. Während der Tankstellenmarkt auf nationaler Ebene relativ fragmentiert ausschaut, sieht die Situation regional oft anders aus. Analysen des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigen, dass sich Tankstellen in vielen Kreisen auf wenige Betreiber konzentrieren. Da Autofahrer meist nur Stationen in ihrer unmittelbaren Umgebung anfahren, entstehen lokal oft oligopolartige Strukturen. Der Wettbewerb findet damit weniger auf nationaler Ebene statt, sondern vor allem zwischen den wenigen Anbietern in einer Region.
Tankstellen sind ein elementarer Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur. Die Hochzeit der Tankstellen waren die 1960er Jahre, als zeitweise an bis zu 46.000 Tankstellen in Deutschland Benzin oder Diesel verkauft wurde. Diese Zahl ist im Rahmen des sogenannten „Tankstellensterbens“ auf rund 14.000 Tankstellen im Jahr 2024 gesunken. Eine Entwicklung, von der sowohl Straßen- als auch Autobahntankstellen betroffen gewesen sind.
Die Ursachen sind vielfältig: Die Nutzung und der Aufgabenbereich von Tankstellen hat sich verändert, früher waren die Mitarbeiter Servicekräfte für alle Themen rund ums Auto, heute sind Selbstbedienungs-Tankstellen ohne Mitarbeiter keine Seltenheit mehr. Hinzu kamen strenger werdende Umweltvorschriften, die aufwendige Umbauten nötig machten, die nicht für alle Tankstellen umsetzbar waren. Andererseits ist im Rahmen umwelt- und wirtschaftspolitischer Überlegungen die Steuerlast für Treibstoffe seit den 1960er Jahren immens gestiegen.













