Statistiken zum Coronavirus (COVID-19) in Österreich

Ende des Jahres 2019 traten in China die ersten Fälle einer neuartigen Lungenerkrankung auf, die sich binnen Monaten zu einer weltweiten Pandemie ausweiteten (für detaillierte Informationen zur Chronologie des Ausbruchs, der internationalen Verbreitung und den Konsequenzen für die Weltwirtschaft besuchen Sie bitte unsere Themenseite Coronavirus). Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist verwandt mit dem Erreger der SARS-Pandemie von 2002/2003. Die von ihm ausgelösten Symptome ähneln denen einer Grippe und können in schweren Fällen zum Tod führen. Ein erstmaliges Auftreten der neuartigen Lungenkrankheit COVID-19 in Österreich erfolgte am 25. Februar 2020. Mittlerweile wurden über 16.400 Erkrankungsfälle bestätigt.

Statistik: Entwicklung der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) in Österreich | Statista Das am stärksten betroffene Bundesland ist Tirol, dessen vergleichsweise lange geöffnete Skigebiete als ein "Hotspot" der Pandemie gelten. Der Gemeinde Ischgl wird ein erheblicher Anteil an der raschen Verbreitung des Virus in Europa zugesprochen. Trotz einiger Erkrankungsfälle wurde das Skigebiet erst Tage später geschlossen und die Wintersaison für beendet erklärt. Bislang gab es in Österreich 641 Todesfälle aufgrund des Coronavirus.

Mitte März erließ die österreichische Bundesregierung sukzessive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Hierzu zählen insbesondere Grenzkontrollen, das Verbot von Veranstaltungen, die Schließung von Bildungseinrichtungen sowie aller nicht für die Grundversorgung nötigen Geschäfte und weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Nach Ostern wurden die Einschränkungen schrittweise wieder gelockert. Für den Monat Mai erfolgen nach und nach weitere Schritte. Seit Anfang Mai begann für Schüler der Abschlussklassen wieder der reguläre Unterricht. Mitte Mai folgten die Grundschulen und Unterstufen. Nachdem im April vereinzelte kleine Geschäfte öffnen durften, sind mittlerweile nahezu alle Geschäfte und Dienstleister wieder geöffnet. Restaurants und Hotels durften am 15. Mai bzw. dürfen Ende Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen. Diese Lockerungen sind mit einigen Bedingungen verbunden, wie beispielsweise das Tragen von Mund-Nasen-Schutz, der auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend ist. Laut einer Umfrage finden 79 Prozent der Österreicher das Vorgehen der Regierung richtig. Dementsprechend erhalten auch viele Regierungsvertreter, insbesondere Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen), hohe Zustimmungswerte für ihren Umgang mit dem Coronavirus. Ähnliches gilt für das Vertrauen in die Institutionen: Hier liegen humanitäre Organisationen, die Bundesregierung sowie das Gesundheitswesen an der Spitze, während vor allem EU-Kommission und EU-Parlament starke Vertrauensverluste hinnehmen müssen.

Die wirtschaftlichen Folgen des Stillstands weiter Teile von Wirtschaft und Gesellschaft können momentan allenfalls grob geschätzt werden; eine deutliche Rezession gilt jedoch vielen als unvermeidlich. Abhängig von Dauer und Verlauf des "Shutdowns" ist in Österreich mit einem Wertschöpfungsverlust durch die Corona-Krise zwischen 20,3 und 40,4 Milliarden Euro zu rechnen. Die ersten angepassten Konjunkturprognosen von Mitte April sagen für 2020 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen -5,2 und -9 Prozent voraus. In der Arbeitslosenzahl hat sich der Corona-Effekt im April mit einem sprunghaften Anstieg von 76,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat niedergeschlagen und wird voraussichtlich noch weiter um sich greifen. Vor diesem Hintergrund befürchten 10 Prozent der Berufstätigen einen Jobverlust; 86 Prozent hingegen sehen ihren Arbeitsplatz weniger oder gar nicht in Gefahr.

Durch die oben erwähnten Maßnahmen sind die meisten Österreicher auf ihr engstes häusliches Umfeld beschränkt. Diese Situation empfinden gemäß einer Erhebung 57 Prozent als belastend, wohingegen 41 Prozent nur wenig Probleme damit haben. Für viele hat sich der Alltag jedenfalls deutlich verändert: In der Isolation wird vor allem mehr aufgeräumt, geputzt, gekocht und im Internet gesurft. Auch der Job verlagert sich zunehmend ins private Wohnumfeld: 46 Prozent der Berufstätigen sind derzeit in erster Linie von zuhause aus tätig - ebenfalls 46 Prozent allerdings tun dies gar nicht, zumal nicht jeder Beruf die Möglichkeit bietet. 63 Prozent der Heimarbeiter fanden die Umstellung aufs Home Office weniger oder gar nicht schwierig; 37 Prozent hingegen hatten dabei kleinere oder größere Probleme. Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, ob und wie parallel noch eine Kinderbetreuung gestaltet werden muss.

Die Corona-Pandemie bringt auch ein verstärktes Informationsverhalten mit sich. Insgesamt fühlen sich 83 Prozent der Österreicher gut über das Virus informiert, wobei dieser Wert bei der Altersgruppe der über 50-Jährigen am größten war. Gleiches gilt für den Zeitaufwand für den entsprechenden Nachrichtenkonsum. 86 Prozent nutzen als Informationsquelle das Fernsehen; in deutlichem Abstand folgen Zeitungen mit 64 Prozent und Radio-Nachrichten mit 51 Prozent. Hohes Vertrauen genießt bei dem Thema insbesondere der ORF, während soziale Medien mehrheitlich skeptisch betrachtet werden.

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 40 Statistiken aus dem Thema "Coronavirus (COVID-19) in Österreich".

Coronavirus (COVID-19) in Österreich

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Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Coronavirus (COVID-19) in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

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