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Statistiken zum Coronavirus (COVID-19) in Österreich

Diese Themenseite liefert einen Überblick über das Geschehen in Österreich und wird wöchentlich aktualisiert. Die nächste Aktualisierung findet am 15. Juni 2021 statt. Für detaillierte Informationen zu den Auswirkungen auf die Wirtschaft in Österreich oder der internationalen Verbreitung besuchen Sie bitte unsere separaten Themenseiten.

Ende des Jahres 2019 traten in China die ersten Fälle einer neuartigen Lungenerkrankung auf, die sich binnen Monaten zu einer weltweiten Pandemie ausweiteten. Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist verwandt mit dem Erreger der SARS-Pandemie von 2002/2003. Die von ihm ausgelösten Symptome ähneln denen einer Grippe und können in schweren Fällen zum Tod führen. Ein erstmaliges Auftreten der neuartigen Lungenkrankheit COVID-19 in Österreich erfolgte am 25. Februar 2020. Mittlerweile wurden rund 642.400 Erkrankungsfälle bestätigt. Der Reproduktionsfaktor lag bis zum 31. Mai bei 0,82. Das bedeutet, dass eine erkrankte Person im Durchschnitt weniger als eine weitere angesteckt hat. Seit Anfang Juli gehen die täglich gemeldeten Fallzahlen wieder nach oben.

Statistik: Entwicklung der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) in Österreich | Statista

Chronologie des Ausbruchs

Nachdem Ende Februar die ersten Fälle in Österreich auftraten entwickelte sich das Bundesland Tirol zu einem Infektionsherd. Tirol war daraufhin das am stärksten betroffene Bundesland, dessen vergleichsweise lange geöffneten Skigebiete als ein "Hotspot" der Pandemie galten. Der Gemeinde Ischgl wird ein erheblicher Anteil an der raschen Verbreitung des Virus in Europa zugesprochen. Trotz einiger Erkrankungsfälle wurde das Skigebiet erst Tage später geschlossen und die Wintersaison für beendet erklärt. Nachdem sich die Infektionszahlen in Österreich im Mai und Juni 2020 auf einem niedrigen Niveau bewegten, stiegen diese Anfang Juli wieder an. Die steigenden Zahlen wurden hauptsächlich auf die beschlossenen Lockerungen und private Veranstaltungen zurückgeführt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 sorgten hohe Infektionszahlen für einen zweiten und dritten harten Lockdown. Aktuell verzeichnet das Bundesland Wien mit Abstand die meisten erfassten Erkrankungsfälle. Zur Zeit gibt es dort 4.494 aktive Fälle. Bislang verstarben in Österreich 10.640 Personen in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Politische Maßnahmen

Mitte März erließ die österreichische Bundesregierung sukzessive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Nach Ostern wurden die Einschränkungen schrittweise wieder gelockert. Ein Anstieg der Fallzahlen war aufgrund der Lockerungen erwartbar und überrascht daher nur wenig. Um die Ausbreitung jedoch unter Kontrolle zu halten verschärfte die Regierung einige Maßnahmen. Seit Ende Juli ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wieder verpflichtend. Um auf regionale Entwicklungen vorbereitet zu sein und schnell regionale Verschärfungen einführen zu können, wurde in Österreich zum 04. September eine sogenannte "Corona-Ampel" eingeführt. Diese ermöglicht es auf Bezirks-, Bundesland- bzw. bundesweiter Ebene Beschränkungen einzuführen und soll so zu einem raschen, regional fokussierten Eindämmen der Pandemie beitragen. Die Ampel signalisiert mit den Farben Grün, Gelb, Orange und Rot wie hoch das jeweilige Infektionsrisiko in einem Gebiet ist. Für die Farbeinstufung werden die Infektionszahlen der letzten sieben Tage, die Spitalskapazitäten, der Anteil positiver Tests sowie die Möglichkeit der Zurückverfolgung von Infektionsclustern herangezogen.

Aktuelle COVID-19-Schutzmaßnahmen

Seit dem 25. Januar ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend und der empfohlene Abstand zu anderen Menschen von einem auf zwei Meter erweitert. Seit dem 16. Mai endete die nächtliche Ausgangsbeschränkung, die ein Verlassen des privaten Wohnbereichs zwischen 20 Uhr und 6 Uhr nur mit Ausnahmen möglich machte. Für den 19. Mai beschloss die Regierung einen umfassenden und landesweiten Lockerungsschritt von Gastronomie bis zum Tourismus, von Kulturveranstaltung bis Sportevent. Grundregel der Öffnung ist es, dass diese unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Für diesen Schritt, werden Zutrittstests und Nachweise über den Immunstatus eine wesentliche Rolle spielen. Hier wird bei den Personen, von denen ein geringes epidemiologisches Risiko ausgeht, von den drei G gesprochen: Geimpft, getestet und genesen. Da die Infektionslage trotz der Öffnungen übersichtlich geblieben ist und auch die Impfungen weiter voranschreiten, wird es ab dem 10. Juni einen nächsten Öffnungsschritt geben. Dieser Schritt beinhaltet unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht im Freien und die Ausweitung der Sperrstunde in der Gastronomie von 22 auf 24 Uhr. Neben diesem Beschluss sollen Massentests und eine rasche Impfung der Bevölkerung die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. In der ersten Tranche der Corona Massentests war die Beteiligung der Bevölkerung je nach Bundesland sehr unterschiedlich.



Statistik: Gesamtzahl gemeldeter Impfungen gegen das Coronavirus (COVID-19) in Österreich nach Bundesländern (Stand: 22. Februar 2021) | Statista

Impfgeschehen in Österreich

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie wird der Impfkampagne eine absolute Schlüsselrolle zugesprochen. Mithilfe der Impfungen soll eine „Herdenimmunität“ erreicht werden, die eine Verbreitung des Erregers deutlich reduzieren kann und einen indirekten Schutz für nicht-immune Personen darstellt. Eine Herdenimmunität ist erreicht, wenn mindestens 70 Prozent der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus erlangt hat. Die Verteilung der bisher zugelassenen COVID-19-Impfstoffe in Europa wird durch die Europäische Union geregelt. Trotz einiger Lieferengpässe schreiten auch die Impfungen in Österreich voran. Nachdem der erste Impfstoff von BioNTech und Pfizer am 21. Dezember 2020 zugelassen wurde, erfolgten bereits am 27.12.2020 erste Corona-Schutzimpfungen in Österreich. Mit der Zulassung von zwei weiteren Vakzinen (Moderna und AstraZeneca) im Januar, konnte die Zahl der Impfungen erhöht werden. Trotz dieser Entwicklung herrscht derzeit noch immer ein akuter Impfstoff-Mangel, so dass ein Impfprogramm auf Basis der medizinisch-fachlichen Empfehlungen des nationalen Impfgremiums erarbeitet wurde. Dieser Impfplan sieht einen priorisierten Zugang für besonders gefährdete Gruppen und Institutionen wie Alten- und Pflegeheime sowie Krankenanstalten vor. Bis zum 07. Juni 2021 wurden in ganz Österreich bereits rund 5,63 Millionen Impfungen gemeldet, was einer Impfquote von 63,29 Prozent entspricht. Bei der Entwicklung der Impfungen nach Bundesländern fallen starke regionale Unterschiede auf. Am höchsten ist die Durchimpfung derzeit in Burgenland und Tirol mit jeweils 23,16 bzw. 22,81 Prozent vollimmunisierter Einwohnerinnen und Einwohnern.

Alltags- und Informationsverhalten

Durch die oben erwähnten Maßnahmen waren die meisten Österreicher auf ihr engstes häusliches Umfeld beschränkt. Diese Situation empfanden im November gemäß einer Erhebung 69 Prozent als sehr bzw. eherbelastend, wohingegen 30 Prozent nur wenig Probleme damit hatten. Für viele hat sich der Alltag jedenfalls deutlich verändert: In der Isolation wird vor allem mehr aufgeräumt, geputzt, gekocht und im Internet gesurft. Durch die Corona-Krise hat sich auch der Alltag von Eltern sehr stark verändert. Dies hängt vor allem mit der Gestaltung der Kinderbetreuung zusammen.
Bei der Wahl nach der geeigneten Informationsquelle, um sich über die Corona-Pandemie zu informieren, lag das Fernsehen mit 79 Prozent deutlich vor Zeitungen mit 56 Prozent.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Coronavirus (COVID-19) in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Infektionsgeschehen

Politische Maßnahmen zur Eindämmung

Alltagsverhalten

Informationsverhalten

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Coronavirus (COVID-19) in Österreich".

Coronavirus (COVID-19) in Österreich

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Ende des Jahres 2019 traten in China die ersten Fälle einer neuartigen Lungenerkrankung auf, die sich binnen Monaten zu einer weltweiten Pandemie ausweiteten. Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist verwandt mit dem Erreger der SARS-Pandemie von 2002/2003. Die von ihm ausgelösten Symptome ähneln denen einer Grippe und können in schweren Fällen zum Tod führen. Ein erstmaliges Auftreten der neuartigen Lungenkrankheit COVID-19 in Österreich erfolgte am 25. Februar 2020. Mittlerweile wurden rund 642.400 Erkrankungsfälle bestätigt. Der Reproduktionsfaktor lag bis zum 31. Mai bei 0,82. Das bedeutet, dass eine erkrankte Person im Durchschnitt weniger als eine weitere angesteckt hat. Seit Anfang Juli gehen die täglich gemeldeten Fallzahlen wieder nach oben.

Statistik: Entwicklung der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) in Österreich | Statista

Chronologie des Ausbruchs

Nachdem Ende Februar die ersten Fälle in Österreich auftraten entwickelte sich das Bundesland Tirol zu einem Infektionsherd. Tirol war daraufhin das am stärksten betroffene Bundesland, dessen vergleichsweise lange geöffneten Skigebiete als ein "Hotspot" der Pandemie galten. Der Gemeinde Ischgl wird ein erheblicher Anteil an der raschen Verbreitung des Virus in Europa zugesprochen. Trotz einiger Erkrankungsfälle wurde das Skigebiet erst Tage später geschlossen und die Wintersaison für beendet erklärt. Nachdem sich die Infektionszahlen in Österreich im Mai und Juni 2020 auf einem niedrigen Niveau bewegten, stiegen diese Anfang Juli wieder an. Die steigenden Zahlen wurden hauptsächlich auf die beschlossenen Lockerungen und private Veranstaltungen zurückgeführt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 sorgten hohe Infektionszahlen für einen zweiten und dritten harten Lockdown. Aktuell verzeichnet das Bundesland Wien mit Abstand die meisten erfassten Erkrankungsfälle. Zur Zeit gibt es dort 4.494 aktive Fälle. Bislang verstarben in Österreich 10.640 Personen in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Politische Maßnahmen

Mitte März erließ die österreichische Bundesregierung sukzessive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Nach Ostern wurden die Einschränkungen schrittweise wieder gelockert. Ein Anstieg der Fallzahlen war aufgrund der Lockerungen erwartbar und überrascht daher nur wenig. Um die Ausbreitung jedoch unter Kontrolle zu halten verschärfte die Regierung einige Maßnahmen. Seit Ende Juli ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wieder verpflichtend. Um auf regionale Entwicklungen vorbereitet zu sein und schnell regionale Verschärfungen einführen zu können, wurde in Österreich zum 04. September eine sogenannte "Corona-Ampel" eingeführt. Diese ermöglicht es auf Bezirks-, Bundesland- bzw. bundesweiter Ebene Beschränkungen einzuführen und soll so zu einem raschen, regional fokussierten Eindämmen der Pandemie beitragen. Die Ampel signalisiert mit den Farben Grün, Gelb, Orange und Rot wie hoch das jeweilige Infektionsrisiko in einem Gebiet ist. Für die Farbeinstufung werden die Infektionszahlen der letzten sieben Tage, die Spitalskapazitäten, der Anteil positiver Tests sowie die Möglichkeit der Zurückverfolgung von Infektionsclustern herangezogen.

Aktuelle COVID-19-Schutzmaßnahmen

Seit dem 25. Januar ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend und der empfohlene Abstand zu anderen Menschen von einem auf zwei Meter erweitert. Seit dem 16. Mai endete die nächtliche Ausgangsbeschränkung, die ein Verlassen des privaten Wohnbereichs zwischen 20 Uhr und 6 Uhr nur mit Ausnahmen möglich machte. Für den 19. Mai beschloss die Regierung einen umfassenden und landesweiten Lockerungsschritt von Gastronomie bis zum Tourismus, von Kulturveranstaltung bis Sportevent. Grundregel der Öffnung ist es, dass diese unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Für diesen Schritt, werden Zutrittstests und Nachweise über den Immunstatus eine wesentliche Rolle spielen. Hier wird bei den Personen, von denen ein geringes epidemiologisches Risiko ausgeht, von den drei G gesprochen: Geimpft, getestet und genesen. Da die Infektionslage trotz der Öffnungen übersichtlich geblieben ist und auch die Impfungen weiter voranschreiten, wird es ab dem 10. Juni einen nächsten Öffnungsschritt geben. Dieser Schritt beinhaltet unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht im Freien und die Ausweitung der Sperrstunde in der Gastronomie von 22 auf 24 Uhr. Neben diesem Beschluss sollen Massentests und eine rasche Impfung der Bevölkerung die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. In der ersten Tranche der Corona Massentests war die Beteiligung der Bevölkerung je nach Bundesland sehr unterschiedlich.



Statistik: Gesamtzahl gemeldeter Impfungen gegen das Coronavirus (COVID-19) in Österreich nach Bundesländern (Stand: 22. Februar 2021) | Statista

Impfgeschehen in Österreich

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie wird der Impfkampagne eine absolute Schlüsselrolle zugesprochen. Mithilfe der Impfungen soll eine „Herdenimmunität“ erreicht werden, die eine Verbreitung des Erregers deutlich reduzieren kann und einen indirekten Schutz für nicht-immune Personen darstellt. Eine Herdenimmunität ist erreicht, wenn mindestens 70 Prozent der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus erlangt hat. Die Verteilung der bisher zugelassenen COVID-19-Impfstoffe in Europa wird durch die Europäische Union geregelt. Trotz einiger Lieferengpässe schreiten auch die Impfungen in Österreich voran. Nachdem der erste Impfstoff von BioNTech und Pfizer am 21. Dezember 2020 zugelassen wurde, erfolgten bereits am 27.12.2020 erste Corona-Schutzimpfungen in Österreich. Mit der Zulassung von zwei weiteren Vakzinen (Moderna und AstraZeneca) im Januar, konnte die Zahl der Impfungen erhöht werden. Trotz dieser Entwicklung herrscht derzeit noch immer ein akuter Impfstoff-Mangel, so dass ein Impfprogramm auf Basis der medizinisch-fachlichen Empfehlungen des nationalen Impfgremiums erarbeitet wurde. Dieser Impfplan sieht einen priorisierten Zugang für besonders gefährdete Gruppen und Institutionen wie Alten- und Pflegeheime sowie Krankenanstalten vor. Bis zum 07. Juni 2021 wurden in ganz Österreich bereits rund 5,63 Millionen Impfungen gemeldet, was einer Impfquote von 63,29 Prozent entspricht. Bei der Entwicklung der Impfungen nach Bundesländern fallen starke regionale Unterschiede auf. Am höchsten ist die Durchimpfung derzeit in Burgenland und Tirol mit jeweils 23,16 bzw. 22,81 Prozent vollimmunisierter Einwohnerinnen und Einwohnern.

Alltags- und Informationsverhalten

Durch die oben erwähnten Maßnahmen waren die meisten Österreicher auf ihr engstes häusliches Umfeld beschränkt. Diese Situation empfanden im November gemäß einer Erhebung 69 Prozent als sehr bzw. eherbelastend, wohingegen 30 Prozent nur wenig Probleme damit hatten. Für viele hat sich der Alltag jedenfalls deutlich verändert: In der Isolation wird vor allem mehr aufgeräumt, geputzt, gekocht und im Internet gesurft. Durch die Corona-Krise hat sich auch der Alltag von Eltern sehr stark verändert. Dies hängt vor allem mit der Gestaltung der Kinderbetreuung zusammen.
Bei der Wahl nach der geeigneten Informationsquelle, um sich über die Corona-Pandemie zu informieren, lag das Fernsehen mit 79 Prozent deutlich vor Zeitungen mit 56 Prozent.

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