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Statistiken zum Coronavirus (COVID-19) in Österreich

Diese Themenseite liefert einen Überblick über das Geschehen in Österreich und wird wöchentlich aktualisiert. Die nächste Aktualisierung findet am 30. Oktober 2020 statt. Für detaillierte Informationen zu den Auswirkungen auf die Wirtschaft in Österreich oder der internationalen Verbreitung besuchen Sie bitte unsere separaten Themenseiten.

Ende des Jahres 2019 traten in China die ersten Fälle einer neuartigen Lungenerkrankung auf, die sich binnen Monaten zu einer weltweiten Pandemie ausweiteten. Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist verwandt mit dem Erreger der SARS-Pandemie von 2002/2003. Die von ihm ausgelösten Symptome ähneln denen einer Grippe und können in schweren Fällen zum Tod führen. Ein erstmaliges Auftreten der neuartigen Lungenkrankheit COVID-19 in Österreich erfolgte am 25. Februar 2020. Mittlerweile wurden rund 70.800 Erkrankungsfälle bestätigt. Der Reproduktionsfaktor lag bis zum 14. Oktober bei 1,16. Das bedeutet, dass eine erkrankte Person im Durchschnitt mehr als eine weitere angesteckt hat. Seit Anfang Juni gehen die täglich gemeldeten Fallzahlen wieder nach oben.

Statistik: Entwicklung der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) in Österreich | Statista

Chronologie des Ausbruchs

Nachdem Ende Februar die ersten Fälle in Österreich auftraten entwickelte sich das Bundesland Tirol zu einem Infektionsherd. Tirol war daraufhin das am stärksten betroffene Bundesland, dessen vergleichsweise lange geöffneten Skigebiete als ein "Hotspot" der Pandemie galten. Der Gemeinde Ischgl wird ein erheblicher Anteil an der raschen Verbreitung des Virus in Europa zugesprochen. Trotz einiger Erkrankungsfälle wurde das Skigebiet erst Tage später geschlossen und die Wintersaison für beendet erklärt. Nachdem sich die Infektionszahlen in Österreich im Mai und Juni auf einem niedrigen Niveau bewegten, steigen diese seit Anfang Juli wieder an. Die steigenden Zahlen sind hauptsächlich auf die beschlossenen Lockerungen und private Veranstaltungen zurückzuführen. Aktuell verzeichnet das Bundesland Wien mit Abstand die meisten erfassten Erkrankungsfälle. Zur Zeit gibt es dort 6.029 aktive Fälle. Bislang verstarben in Österreich 954 Personen aufgrund des Coronavirus.

Politische Maßnahmen

Mitte März erließ die österreichische Bundesregierung sukzessive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Hierzu zählen insbesondere Grenzkontrollen, das Verbot von Veranstaltungen, die Schließung von Bildungseinrichtungen sowie aller nicht für die Grundversorgung nötigen Geschäfte und weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Nach Ostern wurden die Einschränkungen schrittweise wieder gelockert. Nachdem im April vereinzelte kleine Geschäfte öffnen durften, sind mittlerweile nahezu alle Geschäfte und Dienstleister wieder geöffnet. Restaurants und Hotels durften am 15. Mai bzw. Ende Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen. Seit dem 15. Juni wurden weitere und umfassende Lockerungen beschlossen. Die Grenzen zu den europäischen Ländern wurden geöffnet und auch der Flugverkehr wurde wieder aufgenommen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes war eine Zeit lang nur noch in bestimmten Situationen vorgeschrieben. Ein Anstieg der Fallzahlen war aufgrund der Lockerungen erwartbar und überrascht daher nur wenig. Um die Ausbreitung jedoch unter Kontrolle zu halten verschärfte die Regierung einige Maßnahmen. Seit Ende Juli ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wieder verpflichtend. Da die steigenden Fallzahlen auch auf Reiserückkehrer zurückzuführen sind, wurden Beispielsweise Kroatien und große Teile Spaniens zu Risikogebieten erklärt. Reiserückkehrer aus diesen Gebieten müssen entweder einen negativen Corona-Test vorweisen oder in Quarantäne.

Um auf eine drohende zweite Welle vorbereitet zu sein und schnell regionale Verschärfungen einführen zu können, wurde in Österreich zum 04. September eine sogenannte "Corona-Ampel" eingeführt. Diese ermöglicht es auf Bezirks-, Bundesland- bzw. bundesweiter Ebene Beschränkungen einzuführen und soll so zu einem raschen, regional fokussierten Eindämmen der Pandemie beitragen. Die Ampel signalisiert mit den Farben Grün, Gelb, Orange und Rot wie hoch das jeweilige Infektionsrisiko in einem Gebiet ist. Für die Farbeinstufung werden die Infektionszahlen der letzten sieben Tage, die Spitalskapazitäten, der Anteil positiver Tests sowie die Möglichkeit der Zurückverfolgung von Infektionsclustern herangezogen. Anfang September geht auch der Schulunterricht wieder los. Das Schulkonzept orientiert sich an der Corona-Ampel. Seitens der Regierung wurde zugesichert, dass es keine weiteren großflächigen, sondern wenn nötig nur punktuelle und kurzzeitige Schulschließungen geben soll. Außerdem soll kurzfristig ein Contact Tracing in Cafés, Restaurants, Kneipen und ähnlichem eingeführt werden. Dort sollen sich Besucherinnen und Besucher ihre Kontaktdaten in eine Liste eintragen können. Dies ist jedoch nicht verpflichtend. Ab Montag 21. September 2020 gelten unabhängig von der Corona-Ampel wieder drei Maßnahmen in ganz Österreich. Zu diesen Maßnahmen zählen die Reduktion sozialer Kontakte, verschärfte Regeln in der Gastronomie und eine weitgehende Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz.

Laut einer Umfrage waren 70 Prozent der Österreicher mit dem Vorgehen der Regierung zufrieden. Dementsprechend erhalten auch viele Regierungsvertreter, insbesondere Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen), hohe Zustimmungswerte für ihren Umgang mit dem Coronavirus. Ähnliches gilt für das Vertrauen in die Institutionen: Hier liegt die Bundesregierung neben Bundeskanzler Kurz an der Spitze.

Alltags- und Informationsverhalten

Durch die oben erwähnten Maßnahmen waren die meisten Österreicher auf ihr engstes häusliches Umfeld beschränkt. Diese Situation empfanden im April gemäß einer Erhebung 57 Prozent als belastend, wohingegen 41 Prozent nur wenig Probleme damit hatten. Für viele hat sich der Alltag jedenfalls deutlich verändert: In der Isolation wird vor allem mehr aufgeräumt, geputzt, gekocht und im Internet gesurft. Durch die Corona-Krise hat sich auch der Alltag von Eltern sehr stark verändert. Dies hängt vor allem mit der Gestaltung der Kinderbetreuung zusammen.

Die Corona-Pandemie bringt auch ein verstärktes Informationsverhalten mit sich. Insgesamt fühlen sich 83 Prozent der Österreicher gut über das Virus informiert, wobei dieser Wert bei der Altersgruppe der über 50-Jährigen am größten war. Gleiches gilt für den Zeitaufwand für den entsprechenden Nachrichtenkonsum. 86 Prozent nutzen als Informationsquelle das Fernsehen; in deutlichem Abstand folgen Zeitungen mit 64 Prozent und Radio-Nachrichten mit 51 Prozent. Hohes Vertrauen genießt bei dem Thema insbesondere der ORF, während soziale Medien mehrheitlich skeptisch betrachtet werden.

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 31 Statistiken aus dem Thema "Coronavirus (COVID-19) in Österreich".

Coronavirus (COVID-19) in Österreich

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Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Coronavirus (COVID-19) in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

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