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Statistiken zum Coronavirus (COVID-19) in Österreich

Diese Themenseite liefert einen Überblick über das Geschehen in Österreich und wird wöchentlich aktualisiert. Die nächste Aktualisierung findet am 01. März 2021 statt. Für detaillierte Informationen zu den Auswirkungen auf die Wirtschaft in Österreich oder der internationalen Verbreitung besuchen Sie bitte unsere separaten Themenseiten.

Ende des Jahres 2019 traten in China die ersten Fälle einer neuartigen Lungenerkrankung auf, die sich binnen Monaten zu einer weltweiten Pandemie ausweiteten. Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist verwandt mit dem Erreger der SARS-Pandemie von 2002/2003. Die von ihm ausgelösten Symptome ähneln denen einer Grippe und können in schweren Fällen zum Tod führen. Ein erstmaliges Auftreten der neuartigen Lungenkrankheit COVID-19 in Österreich erfolgte am 25. Februar 2020. Mittlerweile wurden rund 439.900 Erkrankungsfälle bestätigt. Der Reproduktionsfaktor lag bis zum 17. Februar bei 1,04. Das bedeutet, dass eine erkrankte Person im Durchschnitt mehr als eine weitere angesteckt hat. Seit Anfang Juni gehen die täglich gemeldeten Fallzahlen wieder nach oben.

Statistik: Entwicklung der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) in Österreich | Statista

Chronologie des Ausbruchs

Nachdem Ende Februar die ersten Fälle in Österreich auftraten entwickelte sich das Bundesland Tirol zu einem Infektionsherd. Tirol war daraufhin das am stärksten betroffene Bundesland, dessen vergleichsweise lange geöffneten Skigebiete als ein "Hotspot" der Pandemie galten. Der Gemeinde Ischgl wird ein erheblicher Anteil an der raschen Verbreitung des Virus in Europa zugesprochen. Trotz einiger Erkrankungsfälle wurde das Skigebiet erst Tage später geschlossen und die Wintersaison für beendet erklärt. Nachdem sich die Infektionszahlen in Österreich im Mai und Juni auf einem niedrigen Niveau bewegten, steigen diese seit Anfang Juli wieder an. Die steigenden Zahlen sind hauptsächlich auf die beschlossenen Lockerungen und private Veranstaltungen zurückzuführen. Aktuell verzeichnet das Bundesland Wien mit Abstand die meisten erfassten Erkrankungsfälle. Zur Zeit gibt es dort 7.356 aktive Fälle. Bislang verstarben in Österreich 8.397 Personen in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Politische Maßnahmen

Mitte März erließ die österreichische Bundesregierung sukzessive Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Hierzu zählen insbesondere Grenzkontrollen, das Verbot von Veranstaltungen, die Schließung von Bildungseinrichtungen sowie aller nicht für die Grundversorgung nötigen Geschäfte und weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Nach Ostern wurden die Einschränkungen schrittweise wieder gelockert. Nachdem im April vereinzelte kleine Geschäfte öffnen durften, sind mittlerweile nahezu alle Geschäfte und Dienstleister wieder geöffnet. Restaurants und Hotels durften am 15. Mai bzw. Ende Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen. Seit dem 15. Juni wurden weitere und umfassende Lockerungen beschlossen. Die Grenzen zu den europäischen Ländern wurden geöffnet und auch der Flugverkehr wurde wieder aufgenommen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes war eine Zeit lang nur noch in bestimmten Situationen vorgeschrieben. Ein Anstieg der Fallzahlen war aufgrund der Lockerungen erwartbar und überrascht daher nur wenig. Um die Ausbreitung jedoch unter Kontrolle zu halten verschärfte die Regierung einige Maßnahmen. Seit Ende Juli ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wieder verpflichtend. Da die steigenden Fallzahlen auch auf Reiserückkehrer zurückzuführen sind, wurden Beispielsweise Kroatien und große Teile Spaniens zu Risikogebieten erklärt. Reiserückkehrer aus diesen Gebieten müssen entweder einen negativen Corona-Test vorweisen oder in Quarantäne.

Um auf regionale Entwicklungen vorbereitet zu sein und schnell regionale Verschärfungen einführen zu können, wurde in Österreich zum 04. September eine sogenannte "Corona-Ampel" eingeführt. Diese ermöglicht es auf Bezirks-, Bundesland- bzw. bundesweiter Ebene Beschränkungen einzuführen und soll so zu einem raschen, regional fokussierten Eindämmen der Pandemie beitragen. Die Ampel signalisiert mit den Farben Grün, Gelb, Orange und Rot wie hoch das jeweilige Infektionsrisiko in einem Gebiet ist. Für die Farbeinstufung werden die Infektionszahlen der letzten sieben Tage, die Spitalskapazitäten, der Anteil positiver Tests sowie die Möglichkeit der Zurückverfolgung von Infektionsclustern herangezogen. Anfang September ging auch der Schulunterricht wieder los. Das Schulkonzept orientiert sich an der Corona-Ampel. Seitens der Regierung wurde zugesichert, dass es keine weiteren großflächigen, sondern wenn nötig nur punktuelle und kurzzeitige Schulschließungen geben soll. Nachdem Ende September einige Verschärfungen auf Bundesebene beschlossen wurden und die europäischen Nachbarländer sehr strikte Beschränkungen eingeführt haben, beschloss die Bundesregierung einen zweiten Lockdown mit umfassenden strikten Maßnahmen. Dieser Lockdown wurde zum 7. Dezember zu einem Lockdown "Light" wieder leicht abgeändert.

Aktuelle COVID-19-Schutzmaßnahmen

Die starken Anstiege von Infektionen veranlasste die Bundesregierung dazu einen erneuten strikten Lockdown vom 26.12.2020 bis 07.02.2021 zu beschließen. Seit dem 25. Januar ist das tragen einer FFP2-Maske verpflichtend und der empfohlene Abstand zu anderen Menschen von einem auf zwei Meter erweitert. Ab dem 08. Februar 2021 erfolgten erste Öffnungsschritte. Zu diesen Schritten gehört unter anderem die veränderte Ausgangsbeschränkung von 20 bis 06 Uhr. Darüber hinaus dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, die pro Kunde eine Fläche von 20 Quadratmetern bereitstellen. Körpernahe Dienstleistungen wie zum Beispiel Frisör, Massage und Pediküre dürfen wieder in Anspruch genommen werden, mit der Bedingung, dass ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis vorzuweisen ist. Schulen sollen nach den Semesterferien wieder öffnen. Neben diesem Beschluss sollen Massentests und eine rasche Impfung der Bevölkerung die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. In der ersten Tranche der Corona Massentests war die Beteiligung der Bevölkerung je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Zwischen dem 16.01 und 18.01.2021 soll der zweite bundesweite Corona-Massentest beginnen.



Statistik: Gesamtzahl gemeldeter Impfungen gegen das Coronavirus (COVID-19) in Österreich nach Bundesländern (Stand: 22. Februar 2021) | Statista

Impfgeschehen in Österreich

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie wird der Impfkampagne eine absolute Schlüsselrolle zugesprochen. Mithilfe der Impfungen soll eine „Herdenimmunität“ erreicht werden, die eine Verbreitung des Erregers deutlich reduzieren kann und einen indirekten Schutz für nicht-immune Personen darstellt. Eine Herdenimmunität ist erreicht, wenn mindestens 70 Prozent der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus erlangt hat. Die Verteilung der bisher zugelassenen COVID-19-Impfstoffe in Europa wird durch die Europäische Union geregelt. Trotz einiger Lieferengpässe schreiten auch die Impfungen in Österreich voran. Nachdem der erste Impfstoff von BioNTech und Pfizer am 21. Dezember 2020 zugelassen wurde, erfolgten bereits am 27.12.2020 erste Corona-Schutzimpfungen in Österreich. Mit der Zulassung von zwei weiteren Vakzinen (Moderna und AstraZeneca) im Januar, konnte die Zahl der Impfungen erhöht werden. Trotz dieser Entwicklung herrscht derzeit noch immer ein akuter Impfstoff-Mangel, so dass ein Impfprogramm auf Basis der medizinisch-fachlichen Empfehlungen des nationalen Impfgremiums erarbeitet wurde. Dieser Impfplan sieht einen priorisierten Zugang für besonders gefährdete Gruppen und Institutionen wie Alten- und Pflegeheime sowie Krankenanstalten vor. Bis zum 22. Februar 2021 wurden in ganz Österreich bereits rund 508.000 Impfungen gemeldet, was einer Impfquote von 5,71 Prozent entspricht. Bei der Entwicklung der Impfungen nach Bundesländern fallen starke regionale Unterschiede auf. Am höchsten ist die Durchimpfung derzeit in Kärnten und Vorarlberg mit jeweils 4,94 bzw. 4,25 eingetragenen Teilimpfungen je 100 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Alltags- und Informationsverhalten

Durch die oben erwähnten Maßnahmen waren die meisten Österreicher auf ihr engstes häusliches Umfeld beschränkt. Diese Situation empfanden im November gemäß einer Erhebung 69 Prozent als sehr bzw. eherbelastend, wohingegen 30 Prozent nur wenig Probleme damit hatten. Für viele hat sich der Alltag jedenfalls deutlich verändert: In der Isolation wird vor allem mehr aufgeräumt, geputzt, gekocht und im Internet gesurft. Durch die Corona-Krise hat sich auch der Alltag von Eltern sehr stark verändert. Dies hängt vor allem mit der Gestaltung der Kinderbetreuung zusammen.

Die Corona-Pandemie bringt auch ein verstärktes Informationsverhalten mit sich. Insgesamt fühlen sich 83 Prozent der Österreicher gut über das Virus informiert, wobei dieser Wert bei der Altersgruppe der über 50-Jährigen am größten war. Gleiches gilt für den Zeitaufwand für den entsprechenden Nachrichtenkonsum. 79 Prozent nutzen als Informationsquelle das Fernsehen; in deutlichem Abstand folgen Zeitungen mit 56 Prozent und Radio-Nachrichten mit 49 Prozent. Hohes Vertrauen genießt bei dem Thema insbesondere der ORF, während soziale Medien mehrheitlich skeptisch betrachtet werden.

Interessante Statistiken

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Coronavirus (COVID-19) in Österreich

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Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Coronavirus (COVID-19) in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Infektionsgeschehen

Politische Maßnahmen zur Eindämmung

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Informationsverhalten

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