Statistiken zu Rumänien

Die Bevölkerung von Rumänien betrug 2020 rund 19,32 Millionen Menschen. In der EU liegt Rumänien damit auf Rang sechs. Die Bevölkerungsentwicklung Rumäniens ist schon seit Jahren rückläufig; 2019 betrug der Bevölkerungsschwund rund 0,6 Prozent. Dies ist einerseits auf die niedrige Fertilitätsrate zurückzuführen: 2019 lag sie - trotz positiver Entwicklung in den vergangenen Jahren - lediglich bei 1,77 Kinder je Frau. Andererseits spielt auch die Abwanderung eine Rolle. Der Migrationssaldo für Rumänien ist seit Jahren negativ. Im Jahr 2019 betrug der negative Migrationssaldo für Rumänien circa 31.000 Personen - es verließen somit langfristig mehr Personen das Land, als im gleichen Zeitraum Personen nach Rumänien einwanderten. Der Lebensstandard in Rumänien ist verhältnismäßig niedrig, was sich unter anderem an der Lebenserwartung zeigt: Mit rund 75,4 Jahren (2018) belegt Rumänien hier den zweitletzten Platz unter den EU-Ländern; der EU-Durchschnitt liegt bei 81,3 Jahren. Den vorletzten Rang nimmt Rumänien ebenso bei der Urbanisierung ein: Lediglich 54,1 Prozent der Bevölkerung lebten 2019 in Städten (EU-Schnitt: 74,73 Prozent).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Rumänien lag 2020 bei rund 247,2 Milliarden US-Dollar bzw. 218,2 Milliarden Euro. Damit belegt das Land Rang 13 in der EU. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf circa 12.797 US-Dollar bzw. rund 11.270 Euro - dies bedeutet den vorletzten Platz in Europa; der EU-Schnitt liegt mit 29.640 Euro pro Kopf dreimal so hoch. Im Jahr 2018 lagen vier der 20 EU-Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP in Rumänien. Das Wirtschaftswachstum in Rumänien lag 2020 bei circa -3,9 Prozent; für 2021 wird ein Wachstum von 6 Prozent erwartet. Die Wachstumsraten waren in den letzten Jahren vor der Corona-Pandemie wieder stark gestiegen und sie sind auch gemessen am wirtschaftlichen Entwicklungsstand des Landes als hoch anzusehen. Die Arbeitslosenquote war seit Jahren relativ stabil und ist in jüngster Vergangenheit deutlich rückläufig: 2019 betrug sie rund 3,9 Prozent. Zuletzt (Stand April 2021) war sie wieder etwas gestiegen, lag jedoch noch deutlich unter dem EU-Schnitt. Von besonderer Bedeutung für den rumänischen Arbeitsmarkt ist die Landwirtschaft: 21,2 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2020 in diesem Bereich; in keinem anderen EU-Land war der Anteil der Agrarbeschäftigten annähernd so hoch (EU-Schnitt: 4,24 Prozent). Gleichzeitig ist nirgendwo anders in der EU der Anteil des Dienstleistungssektors an den Erwerbstätigen so niedrig (rund 48,6 Prozent; EU-Schnitt: 71,1 Prozent). Dies zeigt die noch relativ rückständige Wirtschaftsstruktur des Landes, die sich allerdings in den vergangenen Jahren stetig entwickelte. Dieser Umstand lässt sich ebenso an der Verteilung des BIP auf die Wirtschaftssektoren erkennen: Hier hatte Rumänien im Jahr 2019 mit 4,2 Prozent nur och knapp den höchsten Anteil der Landwirtschaft (2010: 7,1 Prozent) in der EU. Die Inflationsrate in Rumänien lag 2020 bei rund 2,7 Prozent; für 2019 gehen Prognosen von einer Teuerungsrate von rund 2,8 Prozent aus. Gleichzeitig ist das Preisniveau für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in Rumänien sehr niedrig: 2019 betrug es 55,2 Prozent des EU-Durchschnitts.

Im Jahr 2020 exportierte Rumänien Waren im Wert von rund 70,7 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für rund 92,1 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz des Landes ist seit Jahren negativ. Der wichtigste Handelspartner für Rumänien sowohl im Export als auch im Import ist Deutschland.

Die Staatsverschuldung von Rumänien betrug 2020 circa 50,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Zuge der Finanzkrise hat sich die Schuldenquote auch in Rumänien im Vergleich zu 2007 kurzzeitig etwa vervierfacht. Das Staatsdefizit betrug 2020 rund 4,6 Prozent des BIP, für 2021 wird allerdings ein Haushaltsdefizit von fast 10 Prozent erwartet. Die Staatsquote, d.h. der Anteil der Staatsausgaben am BIP, war 2020 mit 42,2 Prozent die zweitniedrigste in Europa.

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Die Bevölkerung von Rumänien betrug 2020 rund 19,32 Millionen Menschen. In der EU liegt Rumänien damit auf Rang sechs. Die Bevölkerungsentwicklung Rumäniens ist schon seit Jahren rückläufig; 2019 betrug der Bevölkerungsschwund rund 0,6 Prozent. Dies ist einerseits auf die niedrige Fertilitätsrate zurückzuführen: 2019 lag sie - trotz positiver Entwicklung in den vergangenen Jahren - lediglich bei 1,77 Kinder je Frau. Andererseits spielt auch die Abwanderung eine Rolle. Der Migrationssaldo für Rumänien ist seit Jahren negativ. Im Jahr 2019 betrug der negative Migrationssaldo für Rumänien circa 31.000 Personen - es verließen somit langfristig mehr Personen das Land, als im gleichen Zeitraum Personen nach Rumänien einwanderten. Der Lebensstandard in Rumänien ist verhältnismäßig niedrig, was sich unter anderem an der Lebenserwartung zeigt: Mit rund 75,4 Jahren (2018) belegt Rumänien hier den zweitletzten Platz unter den EU-Ländern; der EU-Durchschnitt liegt bei 81,3 Jahren. Den vorletzten Rang nimmt Rumänien ebenso bei der Urbanisierung ein: Lediglich 54,1 Prozent der Bevölkerung lebten 2019 in Städten (EU-Schnitt: 74,73 Prozent).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Rumänien lag 2020 bei rund 247,2 Milliarden US-Dollar bzw. 218,2 Milliarden Euro. Damit belegt das Land Rang 13 in der EU. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf circa 12.797 US-Dollar bzw. rund 11.270 Euro - dies bedeutet den vorletzten Platz in Europa; der EU-Schnitt liegt mit 29.640 Euro pro Kopf dreimal so hoch. Im Jahr 2018 lagen vier der 20 EU-Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP in Rumänien. Das Wirtschaftswachstum in Rumänien lag 2020 bei circa -3,9 Prozent; für 2021 wird ein Wachstum von 6 Prozent erwartet. Die Wachstumsraten waren in den letzten Jahren vor der Corona-Pandemie wieder stark gestiegen und sie sind auch gemessen am wirtschaftlichen Entwicklungsstand des Landes als hoch anzusehen. Die Arbeitslosenquote war seit Jahren relativ stabil und ist in jüngster Vergangenheit deutlich rückläufig: 2019 betrug sie rund 3,9 Prozent. Zuletzt (Stand April 2021) war sie wieder etwas gestiegen, lag jedoch noch deutlich unter dem EU-Schnitt. Von besonderer Bedeutung für den rumänischen Arbeitsmarkt ist die Landwirtschaft: 21,2 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2020 in diesem Bereich; in keinem anderen EU-Land war der Anteil der Agrarbeschäftigten annähernd so hoch (EU-Schnitt: 4,24 Prozent). Gleichzeitig ist nirgendwo anders in der EU der Anteil des Dienstleistungssektors an den Erwerbstätigen so niedrig (rund 48,6 Prozent; EU-Schnitt: 71,1 Prozent). Dies zeigt die noch relativ rückständige Wirtschaftsstruktur des Landes, die sich allerdings in den vergangenen Jahren stetig entwickelte. Dieser Umstand lässt sich ebenso an der Verteilung des BIP auf die Wirtschaftssektoren erkennen: Hier hatte Rumänien im Jahr 2019 mit 4,2 Prozent nur och knapp den höchsten Anteil der Landwirtschaft (2010: 7,1 Prozent) in der EU. Die Inflationsrate in Rumänien lag 2020 bei rund 2,7 Prozent; für 2019 gehen Prognosen von einer Teuerungsrate von rund 2,8 Prozent aus. Gleichzeitig ist das Preisniveau für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in Rumänien sehr niedrig: 2019 betrug es 55,2 Prozent des EU-Durchschnitts.

Im Jahr 2020 exportierte Rumänien Waren im Wert von rund 70,7 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für rund 92,1 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz des Landes ist seit Jahren negativ. Der wichtigste Handelspartner für Rumänien sowohl im Export als auch im Import ist Deutschland.

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