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Statistiken zu Rumänien

Rumänien: Angaben zu Demografie und Bevölkerung

Die Bevölkerung von Rumänien betrug 2021geschätzt rund 19,33 Millionen Menschen. In der EU liegt Rumänien damit auf Rang sechs. Die Bevölkerungsentwicklung Rumäniens ist schon seit Jahren rückläufig; 2021 betrug der Bevölkerungsschwund rund 0,74 Prozent. Dies ist einerseits auf die niedrige Fertilitätsrate zurückzuführen: 2020 lag sie - trotz positiver Entwicklung in den vergangenen Jahren - lediglich bei 1,8 Kinder je Frau. Andererseits spielt auch die Abwanderung eine Rolle.

Der Lebensstandard in Rumänien ist verhältnismäßig niedrig, was sich unter anderem an der Lebenserwartung zeigt: Mit rund 74,2 Jahren (2021) belegt Rumänien hier den zweitletzten Platz unter den EU-Ländern; der EU-Durchschnitt liegt bei 80,1 Jahren. Den vorletzten Rang nimmt Rumänien ebenso bei der Urbanisierung ein: Lediglich 54,3 Prozent der Bevölkerung lebten 2021 in Städten (EU-Schnitt: 75,19 Prozent).

Migration, Asyl und Ausländer in Rumänien

Um die niedrige Fertilitätsrate auszugleichen, wäre Rumänien eigentlich auf Zuwanderung angewiesen, da das Land im Jahr 2021 zu den Ländern mit dem größten Bevölkerungsrückgang weltweit gehörte. Der Migrationssaldo für Rumänien ist jedoch seit Jahren negativ. Im Jahr 2020 betrug der negative Migrationssaldo für Rumänien circa 41.300 Personen - es verließen somit langfristig mehr Personen das Land, als im gleichen Zeitraum Personen nach Rumänien einwanderten. Insgesamt lebten im Jahr 2021 rund 3,11 Rumän:innen im EU-Ausland. Das beliebteste Einwanderungsland ist dabei Italien mit rund 1,1 Millionen rumänischen Staatsbürger:innen. Auf der anderen Seite bilden italienische Staatsbürger:innen 2021 mit rund 15.310 Einwohner:innen ebenfalls die größte ausländische Bevölkerungsgruppe in Rumänien.

Rumäniens Wirtschaftsdaten

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Rumänien lag 2021 bei geschätzt rund 2835,5 Milliarden US-Dollar bzw. 2811 Milliarden Euro. Damit belegt das Land Rang 14 in der EU. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf circa 14.667 US-Dollar bzw. rund 14.448 Euro - dies bedeutet den vorletzten Platz in Europa; der EU-Schnitt liegt mit 32.320 Euro pro Kopf mehr als doppelt so hoch. Im Jahr 2020 lag eine der 20 EU-Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP in Rumänien. Das Wirtschaftswachstum in Rumänien lag 2021 bei geschätzt circa 5,88 Prozent; für 2022 wird ein Wachstum von 2,2 Prozent erwartet. Die Wachstumsraten waren in den letzten Jahren vor der Corona-Pandemie wieder stark gestiegen und sie sind auch gemessen am wirtschaftlichen Entwicklungsstand des Landes als hoch anzusehen. Die Arbeitslosenquote war seit Jahren relativ stabil und ist in jüngster Vergangenheit deutlich rückläufig: 2021 betrug sie geschätzt rund 5,6 Prozent. Zuletzt (Stand Juli 2022) war sie wieder etwas gesunken, und lag deutlich unter dem EU-Schnitt. Von besonderer Bedeutung für den rumänischen Arbeitsmarkt ist die Landwirtschaft: 21,3 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2020 in diesem Bereich; in keinem anderen EU-Land war der Anteil der Agrarbeschäftigten annähernd so hoch (EU-Schnitt: 4,24 Prozent). Gleichzeitig ist nirgendwo anders in der EU der Anteil des Dienstleistungssektors an den Erwerbstätigen so niedrig (rund 48,6 Prozent; EU-Schnitt: 71,1 Prozent). Dies zeigt die noch relativ rückständige Wirtschaftsstruktur des Landes, die sich allerdings in den vergangenen Jahren stetig entwickelte. Dieser Umstand lässt sich ebenso an der Verteilung des BIP auf die Wirtschaftssektoren erkennen: Hier hatte Rumänien im Jahr 2021 mit 4,3 Prozent nur noch knapp den höchsten Anteil der Landwirtschaft (2010: 7,1 Prozent) in der EU. Die Inflationsrate in Rumänien lag 2021 bei geschätzt rund 5,1 Prozent; für 2022 gehen Prognosen von einer Teuerungsrate von rund 9,3 Prozent aus. Gleichzeitig ist das Preisniveau für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in Rumänien sehr niedrig: 2021 betrug es 55,5 Prozent des EU-Durchschnitts.

Rumäniens Außenhandel

Im Jahr 2021 exportierte Rumänien Waren im Wert von rund 87,38 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für rund 116,23 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz des Landes ist seit Jahren negativ. Der wichtigste Handelspartner für Rumänien sowohl im Export als auch im Import ist Deutschland.

Die Staatsverschuldung von Rumänien betrug 2021 circa 54,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Zuge der Finanzkrise hat sich die Schuldenquote auch in Rumänien im Vergleich zu 2007 kurzzeitig etwa vervierfacht. Das Staatsdefizit betrug 2021 geschätzt rund 9,8 Prozent des BIP, für 2022 wird ein Haushaltsdefizit von 6,9 Prozent erwartet. Die Staatsquote, d.h. der Anteil der Staatsausgaben am BIP, war 2021 mit 39,9 Prozent die drittniedrigste in Europa.

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