Statistiken zum Kosovo

Die Bevölkerung vom Kosovo betrug 2017 rund 1,83 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsentwicklung war in den vergangenen Jahren meist positiv. 2017 betrug das Bevölkerungswachstum des Kosovo rund 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Obwohl die Fertilitätsrate im Kosovo seit Jahren kontinuierlich sinkt, ist sie mit rund 2,06 Kindern je Frau (2016) höher als die der EU-Mitgliedsstaaten. Gleichzeitig ist der Migrationssaldo/Wanderungssaldo des Kosovo negativ. Im Jahr 2017 wanderten 5.431 Menschen mehr aus dem Kosovo aus, als im gleichen Zeitraum Menschen in den Kosovo einwanderten.
Die Lebenserwartung ist mit rund 71,65 Jahren (2016) im europäischen Vergleich sehr niedrig. Das Preisniveau für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen im Kosovo betrug 2017 rund 51,7 Prozent des EU-Durchschnitts. Dies entspricht in etwa dem Niveau der EU-Mitgliedsstaaten Polen, Rumänien und Bulgarien.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Kosovo liegt 2018 geschätzt bei circa 8,4 Milliarden US-Dollar. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl beträgt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf rund 3.661 US-Dollar. Der Agrarsektor nimmt im Kosovo eine vergleichsweise wichtige Stellung unter den Wirtschaftssektoren ein: 2017 hat die Landwirtschaft rund 9,3 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt des Landes beigetragen. Zum Vergleich: Unter den EU-Ländern weist die Landwirtschaft Rumäniens, mit einem Anteil von rund 4,4 Prozent am BIP, den höchsten Wert auf. Darüber hinaus ist der Staat in hohem Maße von den Rücküberweisungen der Emigranten abhängig: Der Anteil der Rücküberweisungen (inflow) am BIP des Kosovo lag 2017 bei rund 15,6 Prozent - damit gehört der Kosovo zu den 20 Empfängerländer mit dem höchsten Anteil an Rücküberweisungen (inflow) von Migranten am Bruttoinlandsprodukt weltweit.
Im Jahr 2017 wuchs die Wirtschaft im Kosovo um circa 4,1 Prozent; für 2018 wird mit 4 Prozent ein nahezu identisches Wachstum erwartet. Die Arbeitslosenquote des Kosovo hat sich zwar in den letzten Jahren deutlich verringert, sie ist dennoch sehr hoch und betrug 2016 rund 27,5 Prozent. Damit sind im Kosovo prozentual mehr Menschen ohne Arbeit als in Griechenland. Griechenland verzeichnet unter den EU-Mitgliedsstaaten die höchste Arbeitslosenquote. Die Inflationsrate im Kosovo beträgt 2018 circa 1 Prozent.

Die Staatsverschuldung des Kosovo lag 2017 bei circa 20,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; für 2018 wird mit einer leichten Erhöhung auf circa 22,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gerechnet. Das Staatsdefizit des Kosovo betrug 2017 circa 1,2 Prozent des BIP; 2018 wird ein Staatsdefizit von rund 3,1 Prozent prognostiziert.

Der Kosovo besitzt den Status als "potenzieller Beitrittskandidat" der Europäischen Union (EU). Die Attraktivität des Kosovo für Unternehmer hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Im Doing Business Ranking belegt der Kosovo im Jahr 2018 den 40. Platz unter insgesamt 190 Volkswirtschaften weltweit. Die Ergebnisse hinsichtlich der Korruptionsbekämpfung und der Bewertung von Demokratie und Marktwirtschaft offenbaren teilweise die Defizite im Kosovo im Vergleich zu diversen EU-Mitgliedsstaaten.

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