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Statistiken zu Bulgarien

Die Bevölkerung von Bulgarien betrug 2020 rund 6,9 Millionen Menschen. In der EU liegt Bulgarien damit auf Rang 15. Die Bevölkerungsentwicklung des Landes ist schon seit Jahren rückläufig; 2019 betrug der Bevölkerungsschwund circa 0,7 Prozent. Einerseits weist Bulgarien mit durchschnittlich 1,58 Geburten je Frau (2019) im Vergleich eine leicht überdurchschnittliche Fertilitätsrate unter den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf. Allgemein bedarf es einer Fertilitätsrate von mindestens 2,1 Geburten pro Frau damit sich die Bevölkerungszahl eines Staates ohne Einwanderung zumindest nicht verringert. Kein Staat der europäischen Union erreicht diese Fertilitätsrate. Das geringe natürliche Bevölkerungswachstum kann daher nur durch einen positiven Migrationssaldo ausgeglichen werden, oder die Bevölkerungszahl schrumpft. Der Migrationssaldo von Bulgarien ist jedoch seit Jahren durchweg negativ - es wandern mehr Menschen aus, als im gleichen Zeitraum Menschen einwandern. Da vor allem junge Menschen abwandern, gehört die Altersstruktur der bulgarischen Bevölkerung mit einem Anteil der unter 15-Jährigen von 14,4 Prozent im Jahr 2020 zu den ältesten in Europa. Zudem ist das Durchschnittsalter in Bulgarien mit einem Altersmedian von 44,6 Jahren (Schätzung von 2020) eines der höchsten weltweit. Wie bereits erwähnt ist Bulgarien für Bürger anderer Staaten offenbar wenig attraktiv: Der Ausländeranteil an der Bevölkerung lag 2020 lediglich bei circa 1,5 Prozent; dies war der viertniedrigste Wert in der EU.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Bulgarien lag 2020 bei circa 68,6 Milliarden US-Dollar bzw. 60,6 Milliarden Euro. Damit belegt das Land Rang 20 in der EU. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2020 circa 9.919 US-Dollar bzw. 8.750 Euro - Bulgarien ist hier das Schlusslicht in Europa; der EU-Schnitt liegt mit 29.640 Euro pro Kopf um ein Vielfaches höher. Im Jahr 2018 lagen fünf der zehn EU-Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP in Bulgarien.
Das Wirtschaftswachstum in Bulgarien lag 2020 aufgrund der Coronapandemie bei rund -3,8 Prozent; für 2020 wird ein Wachstum von 4,4 Prozent erwartet. In früheren Jahren, vor 2009, waren noch Wachstumsraten um die 6 Prozent erzielt worden. Die Arbeitslosenquote erreichte 2013 einen Höchststand von 13 Prozent und sank seither kontinuierlich bis zum Jahr 2019 auf rund 4,2 Prozent, 2020 stieg sie leicht auf 5,1 Prozent. Von besonderer Bedeutung für den bulgarischen Arbeitsmarkt ist die Industrie: Rund 30,1 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2020 in diesem Bereich; Bulgarien ist damit das EU-Land mit dem siebthöchsten Industrieanteil an der Beschäftigung (EU-Schnitt: 24,7 Prozent). Bezogen auf die Verteilung des BIP auf die Wirtschaftssektoren zeigt sich aber trotz eines deutlichen Strukturwandels in den letzten Jahren auch die im europäischen Vergleich immer noch wichtige Stellung der Landwirtschaft: 2019 trug sie rund 3,2 Prozent zur bulgarischen Wirtschaftsleistung bei, der fünfthöchste Wert im europäischen Vergleich. Der Anteil des Dienstleistungssektors hingegen war mit 60,7 Prozent in Europa unterdurchschnittlich. Die Inflationsrate in Bulgarien sank seit 2011 (3,4 Prozent) stetig und ging in den Jahren 2014 bis 2016 in eine Deflation über. Im Jahr 2020 lag die Inflationsrate bei rund 1,2 Prozent; 2021 wird mit einer Inflationsrate von rund 1 Prozent gerechnet. Nirgendwo anders in der EU sind die Lebenshaltungskosten so niedrig wie in Bulgarien: Das Preisniveau betrug im Jahr 2019 nur 53,3 Prozent des EU-Durchschnitts.

Im Jahr 2020 exportierte Bulgarien Waren im Wert von rund 31,8 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 34,8 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz des Landes ist seit Jahren negativ. Deutschland ist für Bulgarien sowohl im Export als auch im Import der wichtigste Handelspartner.

Die Staatsverschuldung von Bulgarien lag 2020 bei 23,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; für 2019 wird ein geringfügiger Anstieg auf 25,5 Prozent erwartet. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern hat sich die Schuldenquote in Bulgarien im Zuge der Finanzkrise nicht erhöht; es liegt derzeit auf Rang drei der EU-Länder mit der niedrigsten Staatsverschuldung. Der Staatsdefizit betrug 2020 rund 3 Prozent des BIP. Die Staatsquote, d.h. der Anteil der Staatsausgaben am BIP, war 2020 mit 42,9 Prozent die drittniedrigste in Europa (EU-Schnitt: 53,4 Prozent).

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Die Bevölkerung von Bulgarien betrug 2020 rund 6,9 Millionen Menschen. In der EU liegt Bulgarien damit auf Rang 15. Die Bevölkerungsentwicklung des Landes ist schon seit Jahren rückläufig; 2019 betrug der Bevölkerungsschwund circa 0,7 Prozent. Einerseits weist Bulgarien mit durchschnittlich 1,58 Geburten je Frau (2019) im Vergleich eine leicht überdurchschnittliche Fertilitätsrate unter den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf. Allgemein bedarf es einer Fertilitätsrate von mindestens 2,1 Geburten pro Frau damit sich die Bevölkerungszahl eines Staates ohne Einwanderung zumindest nicht verringert. Kein Staat der europäischen Union erreicht diese Fertilitätsrate. Das geringe natürliche Bevölkerungswachstum kann daher nur durch einen positiven Migrationssaldo ausgeglichen werden, oder die Bevölkerungszahl schrumpft. Der Migrationssaldo von Bulgarien ist jedoch seit Jahren durchweg negativ - es wandern mehr Menschen aus, als im gleichen Zeitraum Menschen einwandern. Da vor allem junge Menschen abwandern, gehört die Altersstruktur der bulgarischen Bevölkerung mit einem Anteil der unter 15-Jährigen von 14,4 Prozent im Jahr 2020 zu den ältesten in Europa. Zudem ist das Durchschnittsalter in Bulgarien mit einem Altersmedian von 44,6 Jahren (Schätzung von 2020) eines der höchsten weltweit. Wie bereits erwähnt ist Bulgarien für Bürger anderer Staaten offenbar wenig attraktiv: Der Ausländeranteil an der Bevölkerung lag 2020 lediglich bei circa 1,5 Prozent; dies war der viertniedrigste Wert in der EU.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Bulgarien lag 2020 bei circa 68,6 Milliarden US-Dollar bzw. 60,6 Milliarden Euro. Damit belegt das Land Rang 20 in der EU. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2020 circa 9.919 US-Dollar bzw. 8.750 Euro - Bulgarien ist hier das Schlusslicht in Europa; der EU-Schnitt liegt mit 29.640 Euro pro Kopf um ein Vielfaches höher. Im Jahr 2018 lagen fünf der zehn EU-Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP in Bulgarien.
Das Wirtschaftswachstum in Bulgarien lag 2020 aufgrund der Coronapandemie bei rund -3,8 Prozent; für 2020 wird ein Wachstum von 4,4 Prozent erwartet. In früheren Jahren, vor 2009, waren noch Wachstumsraten um die 6 Prozent erzielt worden. Die Arbeitslosenquote erreichte 2013 einen Höchststand von 13 Prozent und sank seither kontinuierlich bis zum Jahr 2019 auf rund 4,2 Prozent, 2020 stieg sie leicht auf 5,1 Prozent. Von besonderer Bedeutung für den bulgarischen Arbeitsmarkt ist die Industrie: Rund 30,1 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2020 in diesem Bereich; Bulgarien ist damit das EU-Land mit dem siebthöchsten Industrieanteil an der Beschäftigung (EU-Schnitt: 24,7 Prozent). Bezogen auf die Verteilung des BIP auf die Wirtschaftssektoren zeigt sich aber trotz eines deutlichen Strukturwandels in den letzten Jahren auch die im europäischen Vergleich immer noch wichtige Stellung der Landwirtschaft: 2019 trug sie rund 3,2 Prozent zur bulgarischen Wirtschaftsleistung bei, der fünfthöchste Wert im europäischen Vergleich. Der Anteil des Dienstleistungssektors hingegen war mit 60,7 Prozent in Europa unterdurchschnittlich. Die Inflationsrate in Bulgarien sank seit 2011 (3,4 Prozent) stetig und ging in den Jahren 2014 bis 2016 in eine Deflation über. Im Jahr 2020 lag die Inflationsrate bei rund 1,2 Prozent; 2021 wird mit einer Inflationsrate von rund 1 Prozent gerechnet. Nirgendwo anders in der EU sind die Lebenshaltungskosten so niedrig wie in Bulgarien: Das Preisniveau betrug im Jahr 2019 nur 53,3 Prozent des EU-Durchschnitts.

Im Jahr 2020 exportierte Bulgarien Waren im Wert von rund 31,8 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 34,8 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz des Landes ist seit Jahren negativ. Deutschland ist für Bulgarien sowohl im Export als auch im Import der wichtigste Handelspartner.

Die Staatsverschuldung von Bulgarien lag 2020 bei 23,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; für 2019 wird ein geringfügiger Anstieg auf 25,5 Prozent erwartet. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern hat sich die Schuldenquote in Bulgarien im Zuge der Finanzkrise nicht erhöht; es liegt derzeit auf Rang drei der EU-Länder mit der niedrigsten Staatsverschuldung. Der Staatsdefizit betrug 2020 rund 3 Prozent des BIP. Die Staatsquote, d.h. der Anteil der Staatsausgaben am BIP, war 2020 mit 42,9 Prozent die drittniedrigste in Europa (EU-Schnitt: 53,4 Prozent).

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