Statistiken zu Serbien

Die Bevölkerung von Serbien betrug 2017 circa 7 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsentwicklung war in den letzten Jahren stets negativ. 2017 verringerte sich die Gesamtbevölkerung Serbiens um rund 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Serbiens Fertilitätsrate betrug zuletzt rund 1,46 Kinder je Frau (2016). Mit dieser Rate ist das Land nicht weit entfernt von den 20 Ländern mit den niedrigsten Fertilitätsraten weltweit. Die Lebenserwartung in Serbien lag 2016 bei rund 75,2 Jahren. Dies ist zwar deutlich weniger als der Durchschnitt der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) mit 82 Jahren aufweist, aber höher als in den Mitgliedsstaaten Lettland, Bulgarien und Litauen.
Die Kindersterblichkeit hat sich in Serbien in den vergangenen Jahren kontinuierlich verringert: Im Jahr 2016 betrug sie rund 0,58 Prozent. Zum Vergleich: In Kroatien betrug die Kindersterblichkeit rund 0,47 Prozent und in Griechenland rund 0,38 Prozent. Das Preisniveau für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in Serbien ist sehr niedrig und betrug 2017 rund 51,4 Prozent des EU-Durchschnitts.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Serbien wird sich in 2018 voraussichtlich auf rund 48,3 Milliarden US-Dollar belaufen. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich daraus in Serbien ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von circa 6.895 US-Dollar. Serbiens Wirtschaftswachstum betrug 2017 circa 1,8 Prozent. Bemerkenswert ist der hohe Anteil der Rücküberweisungen von Serben aus dem Ausland. Im Jahr 2017 trugen die Rücküberweisungen der Emigranten rund 8,7 Prozent zum gesamten Bruttoinlandsprodukt Serbiens bei. Die Arbeitslosenquote von Serbien hat sich in den letzten Jahren stark verringert, sie ist dennoch hoch und betrug 2017 circa 14,6 Prozent. Auch die Jugendarbeitslosenquote in Serbien ist hoch - mit circa 32,8 Prozent in 2017 ist nahezu jeder dritte arbeitswillige Jugendliche ohne Arbeit. Serbien kämpfte in den Jahren 2007 bis 2013 mit vergleichsweise hohen Inflationsraten zwischen 6 und 12,4 Prozent. Seit 2014 hat sich die Teuerungsrate deutlich verringert; 2017 stiegen die Preise um circa 3,1 Prozent.

Im Jahr 2017 exportierte Serbien Waren im Wert von rund 16,9 Milliarden US-Dollar und importierte Waren für rund 22,1 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz war somit zwar negativ - das Defizit betrug rund 5,2 Milliarden US-Dollar – allerdings konnte Serbien das Defizit in den letzten Jahren deutlich verringern. Die wichtigsten Handelspartner für Serbien sowohl im Export als auch im Import sind Deutschland und Italien.

Die Staatsverschuldung von Serbien lag 2017 bei rund 61,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; für 2018 wird mit einer Senkung auf circa 58,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gerechnet. Serbien konnte im Jahr 2017 einen Staatsüberschuss von circa 1,2 Prozent des BIP erzielen; für 2018 wird wieder ein Staatsdefizit prognostiziert, dieses wird voraussichtlich 0,3 Prozent des BIP betragen.

Serbien ist seit 2012 offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU). Allgemein werden Serbien gute Chancen eingeräumt, der Europäischen Union als 29. Staat (bzw. 28. Staat wegen des Brexit) beitreten zu können, insofern sich die diplomatischen Beziehungen zum Kosovo stabilisieren. Serbiens Attraktivität für Unternehmer hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Im Doing Business Ranking belegt Serbien 2018 den 43. Platz unter insgesamt 190 Volkswirtschaften weltweit. Die Ergebnisse hinsichtlich der Korruptionsbekämpfung und der Bewertung von Demokratie und Marktwirtschaft in Serbien lassen keine eindeutige Entwicklung erkennen.

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