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Statistiken zu Montenegro

Die Gesamtbevölkerung von Montenegro betrug 2021 schätzungsweise circa 622.000 Einwohner. Die Bevölkerungsentwicklung war in den letzten Jahren bis einschließlich 2017 stets positiv. In den Folgejahren bis einschließlich 2020 veränderte sich die Gesamtbevölkerung Montenegros gegenüber dem Vorjahr negativ. Montenegros Fertilitätsrate ist seit 2011 wieder leicht gestiegen und betrug zuletzt rund 1,78 Kinder je Frau (2017). Die Lebenserwartung in Montenegro lag 2019 bei rund 76,9 Jahren. Dies ist zwar weniger als der Durchschnitt der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) mit 81,3 Jahren (2020) aufweist, aber höher als in den Mitgliedsstaaten Ungarn, Rumänien, Lettland, Bulgarien und Litauen .
Die Kindersterblichkeit hat sich in Montenegro in den vergangenen Jahren kontinuierlich verringert: Im Jahr 2017 betrug sie rund 0,35 Prozent. Zum Vergleich: In Großbritannien betrug die Kindersterblichkeit rund 0,43 Prozent und in den Niederlanden circa 0,39 Prozent. Das Preisniveau für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in Montenegro ist niedrig und betrug 2020 etwa 56,5 Prozent des EU-Durchschnitts.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Montenegro lag 2021 bei geschätzt rund 5,5 Milliarden US-Dollar. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl beträgt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Montenegro geschätzt circa 8.837 US-Dollar. Montenegros Wirtschaftswachstum betrug 2021geschätzt circa 7 Prozent. Bemerkenswert ist der hohe Anteil der Rücküberweisungen von Montenegrinern aus dem Ausland. Im Jahr 2020 trugen die Rücküberweisungen der Emigranten rund 12,6 Prozent zum gesamten Bruttoinlandsprodukt Montenegros bei. Die Arbeitslosenquote von Montenegro ist in den vergangenen Jahren leicht gesunken, sie ist dennoch hoch und betrug 2021 circa 14,7 Prozent. Auch die Jugendarbeitslosenquote in Montenegro ist hoch - mit etwa 25,3 Prozent in 2019 ist ein Viertel der arbeitswilligen Jugendlichen ohne Arbeit. Die Inflationsrate betrug 2021 geschätzt rund 2 Prozent.

Im Jahr 2020 exportierte Montenegro Waren im Wert von rund 0,42 Milliarden US-Dollar und importierte Waren für rund 2,4 Milliarden US-Dollar. Die Handelsbilanz war somit negativ - das Defizit betrug etwa 1,98 Milliarden US-Dollar. Der wichtigste Handelspartner für Montenegro sowohl im Export als auch im Import ist Serbien. Die Staatsverschuldung von Montenegro lag 2021 geschätzt bei circa 93,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Staatsdefizit von Montenegro betrug 2021 geschätzt rund 5 Prozent des BIP.

Montenegro ist seit 2010 offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU). Montenegros Attraktivität für Unternehmer hat sich in den vergangenen Jahren nicht entscheidend verändert. Im Doing Business Ranking belegt Montenegro für 2020 den 50. Platz unter insgesamt 190 Volkswirtschaften weltweit. Die Ergebnisse hinsichtlich der Korruptionsbekämpfung und der Bewertung von Demokratie und Marktwirtschaft in Montenegro lassen eine größtenteils positive Entwicklung erkennen.

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