Männer nutzen oder besitzen Kapitalbeteiligungen und Kryptowährungen deutlich häufiger als Frauen. 45 Prozent der befragten Männer besitzen Aktien oder Investmentfonds, gegenüber 30 Prozent der Frauen. Bei Kryptowährungen stehen 23 Prozent der Männer acht Prozent der Frauen gegenüber. Das eine aktuelle Erhebung der Statista Consumer Insights.
Nicht bei jedem Finanzprodukt fällt der Abstand so groß aus. Sparkonten nutzen oder besitzen Männer und Frauen jeweils zu 42 Prozent. Auch bei Darlehen, Immobilien und Versicherungen mit Anlageelement liegen die Anteile näher beieinander. Edelmetalle durchbrechen das Muster: Frauen sind hier etwas häufiger vertreten als Männer. Die Unterschiede hängen also stark von der Art der Anlage ab.
Die Lücke bei Aktien und Fonds ist besonders für die private Vermögensbildung relevant. Wer solche Kapitalbeteiligungen seltener besitzt, nimmt auch seltener unmittelbar an ihrer Wertentwicklung teil. Weshalb die Befragten bestimmte Anlagen wählen oder meiden, lässt sich aus den Angaben zur Nutzung allerdings nicht ablesen. Forschung zur Risikobereitschaft liefert eine mögliche Erklärung: In vielen Studien gehen Männer im Durchschnitt eher finanzielle Risiken ein als Frauen. Ob dies auch den relativ großen Unterschied bei Aktien und Kryptowährungen in Deutschland erklärt, müsste mit Hilfe zusätzlicher Daten analysiert werden.
Statista Consumer Insights sind ein datenbasiertes Marktforschungs- und Analyse-Tool auf Basis großer, repräsentativer Online-Befragungen in vielen Ländern, das detaillierte Informationen zu Konsumverhalten, Einstellungen, Mediennutzung, Markenwahrnehmung und Zielgruppen liefert. Unternehmen, Agenturen, Marktforscher und Strategen nutzen dieses Angebot, um Zielgruppen zu definieren, Märkte und Marken zu vergleichen, Trends zu beobachten und Kampagnen oder Produktstrategien gezielt auf bestimmte Konsumentensegmente auszurichten.















