Statistiken zur Weltbevölkerung

Laut Weltbevölkerungsuhr der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung leben aktuell (Stand 12. Juli 2017) rund 7,55 Milliarden Menschen auf der Welt. Die Zahl der Erdenbewohner wird sich laut einer UN-Prognose zur Entwicklung der Weltbevölkerung bis 2050 auf 9,7 Milliarden und bis 2100 auf 11,2 Milliarden erhöhen. Die Länder mit der größten Bevölkerung 2017 sind China (1,39 Milliarden), Indien (1,33 Milliarden) und die USA (326 Millionen). Bezogen auf die Bevölkerung nach Kontinenten leben rund 60 Prozent der Menschen in Asien.


Momentan wächst die Weltbevölkerung jährlich um rund 83,7 Millionen Menschen. Die Länder mit dem höchsten Bevölkerungswachstum im Jahr 2015 waren der Oman, Libanon und Niger. In einigen Ländern ist jedoch auch ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Wichtig für die Bevölkerungsentwicklung sind neben Wanderungsbewegungen und der Lebenserwartung die Geburtenraten. Die Länder mit den höchsten Fertilitätsraten liegen fast alle in Afrika. Spitzenreiter ist der Niger, wo eine Frau durchschnittlich rund 7,6 Kinder zur Welt brachte (2015). In vielen wohlhabenden Ländern geht die Zahl der Geburten hingegen zurück: An der Spitze der Länder mit den niedrigsten Fertilitätsraten im Jahr 2015 stehen Hongkong (China) mit durchschnittlich 1,2 Geburten je Frau, Portugal mit durchschnittlich 1,23 Geburten je Frau und weitere ostasiatische und europäische Staaten. Unter den Top 10 Ländern mit den geringsten Fertilitätsraten weltweit finden sich sechs europäische Staaten. Zudem zeigt dies auch die Aufschlüsselung der Fertilitätsrate nach Kontinenten: Während in Afrika im Jahr 2016 jede Frau durchschnittlich 4,7 Kinder bekam, waren es in Europa nur 1,6. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 2,5 Kindern. Das natürliche Bevölkerungswachstum (ohne Berücksichtigung der Migration) ist daher in Afrika mit durchschnittlich 2,6 Prozent am höchsten - in Europa hingegen würde die Bevölkerungszahl ohne Zuwanderung von außen stagnieren.

Insbesondere für die Industriestaaten ist der demografische Wandel ein wichtiges Thema; er ist geprägt durch eine zunehmende Alterung der Bevölkerung bei gleichzeitigem Rückgang der Einwohnerzahlen. Die Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter (Medianalter) sind Japan (46,5 Jahre), Deutschland (46,2 Jahre) und Martinique (46,1 Jahre). In Japan, Monaco, Italien und Deutschland ist der Bevölkerungsanteil über 65 Jahren am höchsten; er liegt jeweils über 20 Prozent, wobei Japan mit 27 Prozent den Spitzenwert hält. Japan steht zudem mit 83,6 Jahren an zweiter Stelle der Länder mit der höchsten Lebenserwartung (Hongkong liegt mit 84 Jahren auf Platz eins). Die jüngsten Altersstrukturen finden sich in Afrika. Sowohl die meisten der Länder mit dem niedrigsten Durchschnittsalter der Bevölkerung als auch der Großteil der Staaten mit dem höchsten Bevölkerungsanteil der unter 15-Jährigen liegen in dieser Weltregion. Allerdings ist die Lebenserwartung in diesen Ländern oftmals sehr gering - in Lesotho liegt sie nur bei durchschnittlich 49,7 Jahren. Im Vergleich der Lebenserwartung nach Kontinenten liegt Afrika dementsprechend mit 60,5 Jahren an letzter Stelle. Der weltweite Mittelwert beträgt 72 Jahre, Nordamerika ist mit 79 Jahren die Weltregion mit der höchsten Lebenserwartung.

Die Bevölkerungskonzentration ist in den Regionen der Erde sehr unterschiedlich. So beträgt die Bevölkerungsdichte in Asien rund 142 Einwohner pro Quadratkilometer, während in Nordamerika nur rund 19,2 Bewohner auf der gleichen Fläche leben. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 56,5 Einwohnern. Zu den Ländern mit der höchsten Bevölkerungsdichte zählen überwiegend kleine Stadtstaaten und Inselstaaten. Den ersten Platz belegt Macao (China) mit rund 19.393 Einwohnern pro Quadratkilometer. Weltweit nimmt die Urbanisierung zu, d.h. der Anteil der Stadtbewohner an der Bevölkerung: Während Stadt- und Landbevölkerung weltweit im Jahr 2010 noch fast gleichauf lagen, werden 2050 voraussichtlich 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Die Kontinente mit dem höchsten Grad an Urbanisierung sind derzeit Nord- und Lateinamerika mit 81 bzw. 78 Prozent; am unteren Ende rangiert Afrika mit nur 40 Prozent. In absoluten Zahlen ist die Bevölkerung in Stadtgebieten in Japan am höchsten: Dort leben rund 93 Prozent der Gesamtbevölkerung in Städten. Die größten Städte weltweit sind Tokio (38 Millionen Einwohner), Delhi und Shanghai.

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