Statistiken zu Kindern und Jugendlichen in der Schweiz

Die Altersgrenzen für die Begriffe "Kinder" und "Jugendliche" sind nicht allgemeingültig definiert. Meist wird der übliche Beginn der Pubertät mit dem Abschluss der Kindheit gleichgesetzt; sie endet dann mit den 12-Jährigen. Hier setzt auch der Begriff des "Teenagers" an (13- bis 19-Jährige). Die Jugendphase (Adoleszenz) kann je nach Auslegung bis ins Alter von 25 Jahren reichen. Zu diesem Zeitpunkt sind dann auch die meisten Hochschulabsolventen ins Berufsleben eingetreten, während Auszubildende und Lehrlinge dies z.T. schon mit 15 Jahren tun. Am Ende der Jugend gilt eine Person als körperlich sowie persönlich weitgehend gereift und in diesem Sinne als "Erwachsener", während die juristische Volljährigkeit in der Schweiz bereits mit 18 Jahren einsetzt.

In der Bevölkerungsstatistik zählen alle Personen unter 20 Jahren zur jüngsten Bevölkerungsgruppe; nach dieser Abgrenzung gab es Ende 2019 rund 1,72 Millionen Kinder und Jugendliche in der Schweiz. Während ihre absolute Zahl im Zuge des allgemeinen Bevölkerungswachstums im Land leicht ansteigt, nimmt ihr Bevölkerungsanteil jedoch aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft stetig ab und ist erstmals unter 20 Prozent gefallen. Dieser demografische Wandel wird sich laut Prognosen auch in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen. Der Kanton mit dem höchsten Anteil von jungen Menschen ist Freiburg mit 22,2 Prozent; am niedrigsten ist er hingegen in Basel-Stadt mit 17,3 Prozent.

Kinder und Jugendliche haben neben ihrer schulischen Ausbildung in der Regel recht viel Freizeit. Diese verbringen sie zu einem großen Teil mit Medien, wobei es je nach Alter deutliche Unterschiede gibt: Während bei Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren noch der Fernseher dominiert, nutzen Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren vor allem Handy und Internet. Darüber hinaus sind manche Freizeitaktivitäten bei Jungen beliebter (z.B. Videospiele), andere bei Mädchen (z.B. Lesen, Fotografieren). Das Internet wird im Kindesalter vor allem zu Unterhaltungszwecken genutzt (Streaming, Gaming); in der Jugend tritt dann die Kommunikation und Vernetzung, meist über Social Media, in den Vordergrund. Viele machen dabei online auch negative Erfahrungen wie Cybermobbing oder Cybergrooming.

Die hohe Mediennutzung macht Kinder und Jugendliche auch zu einer wichtigen Werbe- bzw. Konsumentengruppe. Dabei steigt das Budget, über das sie selbstständig verfügen können, mit dem Alter stetig an: 12-14-Jährige erhalten zu 85 Prozent (Jungen) bzw. 84 Prozent (Mädchen) ein Taschengeld (Sackgeld), das bei 14-Jährigen im Mittel 48 Schweizer Franken pro Monat beträgt. Ein wichtiger und in vielen Familien sicherlich umstrittener Ausgabenposten ist dabei vor allem das Handy. Darüber hinaus bereitet vielen Eltern aber auch der Konsum von Suchtmitteln Sorgen: So tranken im Jahr 2018 46 Prozent der 15-jährigen Jungen und 41 Prozent der gleichaltrigen Mädchen mindestens einmal im Monat Alkohol. Wohl weniger problematisch, aber dennoch kontinuierlich steigend ist auch der regelmäßige Verzehr von Süßigkeiten: Ebenfalls 2018 aßen 75 Prozent der 11-15-Jährigen mehr als einmal pro Woche Schokolade oder ähnliches.

Im Jahr 2019 lag die Jugendarbeitslosenquote der 15-24-Jährigen bei 2,2 Prozent und damit auf einem Tiefststand. Der Großteil der Kinder und Jugendlichen befindet sich aber ohnehin noch in der schulischen Ausbildung, d.h. in der obligatorischen Schule oder der Sekundarstufe II. Wer kein Hochschulstudium anstrebt, beginnt nach dem Abschluss der Sekundarstufe I meist eine betriebliche Ausbildung bzw. Lehre neben dem Schulunterricht (duale Berufsbildung). Hier sind vor allem kaufmännische Lehrberufe beliebt. Von Jugendlichen bevorzugte Branchen für die spätere Berufslaufbahn sind insbesondere Bildungswesen, Medien und Tourismus.

Die wichtigsten Werte für Jugendliche sind laut einer im Frühjahr 2018 durchgeführten Umfrage Ehrlichkeit, Freundschaft und Treue. Ihrer persönlichen Zukunft blicken 57 Prozent eher zuversichtlich entgegen; allerdings ist der Anteil der Optimisten in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Wesentlich düsterer fallen ohnehin die Erwartungen der Jugend an die Zukunft der Gesellschaft aus: Hier waren zuletzt nur 21 Prozent zuversichtlich. Als größtes Problem der Schweiz sehen sie dabei vor allem die Altersvorsorge. Ein gewisses Politikinteresse ist durchaus vorhanden: 59 Prozent der Jugendlichen informieren sich mindestens wöchentlich in den Medien über das politische Geschehen; nur 11 Prozent hingegen tun dies gar nicht.

Interessante Statistiken

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