Statistiken zur Bevölkerung in der Europäischen Union und der Euro-Zone

Die Bevölkerung der EU betrug Anfang 2018 rund 512,6 Millionen Einwohner, davon lebten circa 341,5 Millionen Menschen in der Euro-Zone. Die bevölkerungsreichsten Mitgliedsstaaten sind Deutschland (83,2 Millionen Einwohner), Frankreich (67,25 Millionen Einwohner) und Großbritannien (66,3 Millionen Einwohner); die geringste Bevölkerungszahl haben Malta (440.000 Einwohner), Luxemburg (600.000 Einwohner) und Zypern (860.000 Einwohner). Auf die genannten größten drei Staaten entfallen bereits mehr als 42 Prozent der gesamten EU-Bevölkerung, während neun der 28 Mitglieder jeweils weniger als 1 Prozent der Einwohner ausmachen. Bezogen auf die Fläche herrscht die größte Bevölkerungsdichte in Malta (1.450 Einwohner pro Quadratkilometer), den Niederlanden (498 Einwohner pro Quadratkilometer) und Belgien (372 Einwohner pro Quadratkilometer); am niedrigsten ist sie in Finnland (18 Einwohner pro Quadratkilometer), Schweden (24 Einwohner pro Quadratkilometer) und Estland (30 Einwohner pro Quadratkilometer; alle Werte Stand 2016). Deutschland liegt mit 233 Einwohnern pro Quadratkilometer EU-weit auf Rang fünf; der europäische Durchschnitt beträgt 117,5 Einwohner pro Quadratkilometer. Die größten Ballungsräume in der EU im Jahr 2018 sind London (14,6 Millionen Einwohner), Paris (11,3 Millionen Einwohner) und Madrid (6,35 Millionen Einwohner).

Insgesamt ist die Bevölkerungsentwicklung sowohl in der EU als auch in der Euro-Zone tendenziell leicht ansteigend: In der EU wuchs die Einwohnerzahl im Jahr 2017 um rund 0,2 Prozent und in der Euro-Zone um circa 0,25 Prozent. Unter den Mitgliedsstaaten verzeichneten Luxemburg (2,95 Prozent), Malta (2,2 Prozent) und Schweden (1,45 Prozent) das stärkste Bevölkerungswachstum, während Litauen (-1,4 Prozent), Kroatien (-1,2 Prozent) und Lettland (-1 Prozent) die höchsten Rückgänge hinnehmen mussten. In Deutschland wuchs die Bevölkerung um 0,4 Prozent. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung, d.h. die Differenz von Geburten und Sterbefällen, ist dabei allerdings in 13 der 28 Mitgliedsländer zum Teil deutlich negativ, darunter auch Deutschland. Auch für die EU und die Euro-Zone insgesamt ist die natürliche Bevölkerungsentwicklung negativ (EU: -0,4 Prozent; Euro-Zone: -0,6 Prozent). Der Hauptgrund hierfür sind niedrige Geburtenzahlen. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass bei einer Kinderzahl von 2,1 Kindern je Frau die natürliche Bevölkerungsentwicklung langfristig stagniert. Diese Fertilitätsrate erreichte 2016 kein einziges EU-Land; Frankreich (1,92 Kinder je Frau), Schweden (1,85 Kinder je Frau) und Irland (1,81 Kinder je Frau) erzielten hier noch die höchsten Werte. Am anderen Ende der Skala standen Spanien (1,34 Kinder je Frau), Italien (1,34 Kinder je Frau) und Portugal (1,36 Kinder je Frau). Der Durchschnitt lag in der EU bei 1,6 und in der Euro-Zone bei 1,58 Kindern je Frau; Deutschland befindet sich mit 1,6 Kindern je Frau auf durchschnittlichem EU-Niveau.

Bevölkerungszuwächse gehen daher vor allem auf Wanderungsbewegungen zurück. Die höchsten Wanderungsgewinne verzeichneten im Jahr 2017 Malta (31,3 Netto-Zuwanderer je 1.000 Einwohner), Island (24,1 Netto-Zuwanderer je 1.000 Einwohner) und Luxemburg (15,8 Netto-Zuwanderer je 1.000 Einwohner). Auf der anderen Seite verließen insbesondere in Litauen (9,7 Netto-Abwanderer je 1.000 Einwohner), Kroatien (7,7 Netto-Abwanderer je 1.000 Einwohner) und Albanien (5,2 Netto-Abwanderer je 1.000 Einwohner) mehr Menschen das Land als hinzukamen. In manchen Ländern, vor allem in Ost- und Südeuropa, tragen sowohl niedrige Geburtenzahlen als auch Auswanderung zum Bevölkerungsrückgang bei. In absoluten Zahlen waren im Jahr 2016 Deutschland (505.015 Einwanderer), Großbritannien (316.457 Einwanderer) und Spanien (286.605 Einwanderer) die größten Einwanderungs- und auf der anderen Seite Frankreich (204.472 Auswanderer), Deutschland (180.633 Auswanderer) sowie Großbritannien (178.037 Auswanderer) die größten Auswanderungsländer. Den höchsten Ausländeranteil an der Bevölkerung hatten 2017 Luxemburg (47,61 Prozent), Zypern (16,42 Prozent) und Österreich (15,2 Prozent); am niedrigsten war er in Polen (0,55 Prozent), Rumänien (0,58 Prozent) und Litauen (0,71 Prozent). In Deutschland waren 11,17 Prozent der Einwohner ausländische Staatsbürger; der EU-Schnitt beträgt 7,55 Prozent.

In vielen EU-Ländern lässt sich ein demografischer Wandel hin zu einer perspektivisch niedrigeren und älteren Bevölkerung feststellen. Ein Aspekt dieser Veränderung sind die bereits erwähnten geringen Geburtenraten, ein anderer ist die steigende Lebenserwartung. Am längsten leben die Menschen in Spanien (83,5 Jahre), Italien (83,4 Jahre) und Zypern (82,7 Jahre), am kürzesten in Lettland, Litauen und Bulgarien; die Lebenserwartung beläuft sich hier auf 74,9 Jahre. In Deutschland beträgt die Lebenserwartung 81 Jahre, was auch dem Durchschnitt der Euro-Zone entspricht, wohingegen der EU-Schnitt von 82 Jahren nicht erreicht wird. Generell leben Frauen einige Jahre länger als Männer. Das höchste Durchschnittsalter (Altersmedian) der Bevölkerung hatten im Jahr 2017 Deutschland (45,9 Jahre), Italien (45,9 Jahre) und Portugal (44,4 Jahre); am niedrigsten war es in Irland (36,9 Jahre), Zypern (37,4 Jahre) und Luxemburg (39,4 Jahre). Der EU-Durchschnitt lag bei 43,8 Jahren, jener der Euro-Zone bei 42,8 Jahren. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Betrachtung der gesamten Altersstruktur: So haben Irland (21,1 Prozent), Frankreich (18,3 Prozent) und Großbritannien (17,8 Prozent) den höchsten Anteil der jungen Bevölkerung von unter 15 Jahren; am geringsten ist er in Deutschland (13,4 Prozent), Italien (13,5 Prozent) und Portugal (14 Prozent). Nahezu spiegelbildlich stehen bei der Bevölkerung ab 65 Jahren Italien (22,3 Prozent), Griechenland (21,5 Prozent) und Deutschland (21,2 Prozent) an der Spitze, während der Anteil der älteren Menschen in Irland (13,5 Prozent), Luxemburg (14,2 Prozent) und der Slowakei (15 Prozent; alle Werte Stand 2016) vergleichsweise niedrig ausfällt.

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