Einwohnerzahl in EU und Euro-Zone 2019

Die Gesamtbevölkerung der Europäischen Union (EU) wächst weiter und hat mit circa 513,5 Millionen Einwohnern im Jahr 2019 ihren vorläufigen Höchststand erreicht. Die Einwohnerzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr zwar absolut um rund 1,1 Millionen Einwohner erhöht, dies entspricht aber nur einem niedrigen Bevölkerungswachstum von circa 0,2 Prozent. Der Abwärtstrend in der Bevölkerungsentwicklung von EU und Euro-Zone setzt sich demnach fort. Die Zuzüge durch die “Flüchtlingskrise“ sind hier bereits inkludiert.

Mythos Umvolkung – Migrationssaldo ist überschaubar

Der aggregierte Migrationssaldo der Europäischen Union betrug für das Jahr 2017 (neuere Daten liegen noch nicht vor) rund 1,27 Millionen Menschen, die, aus einem Nicht-EU-Staat kommend, ihren Wohnsitz dauerhaft in einen Mitgliedsstaat der EU verlagerten. Ohne diese Nettomigration würde sich die Einwohnerzahl der EU aufgrund der geringen Fertilitätsrate eher verringern. Zum Vergleich: Die Gesamtbevölkerung der USA erhöht sich jährlich um rund zwei Millionen Einwohner, wovon rund ein bis 1,2 Millionen Personen nur auf legale Einwanderungen entfallen.
Insgesamt leben derzeit rund 22 Millionen Drittstaatangehörige (Nicht-EU-Ausländer) in den Mitgliedsstaaten der EU. Dies entspricht einem Anteil von circa 4,35 Prozent an der Gesamtbevölkerung der Europäischen Union.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung oder Migration?

Grundsätzlich kann bei der Bevölkerungsentwicklung zwischen dem natürlichen Bevölkerungswachstum und der Zuwachsrate (allgemeines Bevölkerungswachstum) unterschieden werden:
  • natürliches Bevölkerungswachstum
  • Das natürliche Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Verrechnung von Geburten und Todesfällen.
  • Zuwachsrate
  • Bei der Zuwachsrate wird das natürliche Bevölkerungswachstum mit dem Migrationssaldo, also dem Saldo aus Immigration (Einwanderung) und Emigration (Auswanderung) verrechnet.
  • Zusammenhang
  • Industrieländer benötigen im Allgemeinen eine Geburtenrate (Fertilitätsrate) von durchschnittlich 2,1 Kindern je Frau, um den Bestand der Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Für ein positives Bevölkerungswachstum wird dementsprechend eine höhere Geburtenrate oder ein positiver Migrationssaldo benötigt.

Europäische Union & Euro-Zone: Gesamtbevölkerung von 2009 bis 2019

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Quelle

Eurostat

Veröffentlichungsdatum

August 2019

Region

Europa, EU

Erhebungszeitraum

2009 bis 2019

Besondere Eigenschaften

Stand jeweils 1. Januar des betreffenden Jahres oder in einigen Fällen 31. Dezember des vorangegangen Jahres.

Hinweise und Anmerkungen

* Zeitreihenbruch.
** Vorläufig.
*** Schätzung.
Stand jeweils 1. Januar des betreffenden Jahres oder in einigen Fällen 31. Dezember des vorangegangen Jahres.

Werte wurden zum besseren Verständnis der Statistik gerundet.

Die Angaben beziehen sich für alle Jahre auf die heutigen Mitgliedsstaaten der EU bzw. der Euro-Zone, d.h. auch die Daten von Ländern, die zu einem früheren Zeitpunkt noch nicht Mitglied waren, gehen in die Gesamtwerte der entsprechenden Jahre ein. Die Einwohnerzahl basiert auf den Daten der jüngsten Volkszählung, bereinigt unter Berücksichtigung der Komponenten des Bevölkerungswachstums seit der letzten Volkszählung, oder auf den Daten der Bevölkerungsregister.

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