Statistiken zur Deutschen Bahn

Das deutsche Eisenbahnunternehmen Deutsche Bahn AG (DB AG) entstand 1994 aus der Fusion der Staatsbahnen Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn. Das bundeseigene international tätige Unternehmen ist das größte Eisenbahnverkehrs- und Eisenbahninfrastrukturunternehmen in Mitteleuropa. Der Umsatz der Deutsche Bahn AG erreichte 2019 ein Volumen von mehr als 44,4 Milliarden Euro, was auch an der bisherigen Rekord-Zahl von über 2,6 Milliarden Reisenden im Schienenpersonenverkehr des Unternehmens lag. Bis zum Jahr 2030 will der Vorstand der Deutschen Bahn jährlich über 200 Millionen Fernreisende befördern. Im September 2019 beschloss die Bundesregierung eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr von 19 auf nur noch sieben Prozent. Die Ticketpreise der Deutschen Bahn wurden deshalb ab dem 1. Januar 2020 rund zehn Prozent günstiger.

Der Nettogewinn der Deutschen Bahn AG betrug im Jahr 2019 rund 680 Millionen Euro. Die Netto-Finanzschulden des Unternehmens stiegen jedoch auf etwa 24 Milliarden Euro. Dies liegt gemäß der Deutschen Bahn an den hohen Kosten für Investitionen. Um den Schuldenanstieg zu begrenzen und das Eigenkapital zu erhöhen, beauftragte der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn im März 2019 seinen Vorstand damit den Verkauf des Tochterunternehmens Arriva zu prüfen. Der Bundesrechnungshof empfahl der Deutschen Bahn im September 2019 auch DB Schenker abzustoßen und sich auf das Kerngeschäft des Schienenverkehrs in Deutschland zu konzentrieren.

Die Deutsche Bahn muss wegen ihren Verspätungen viel Kritik einstecken. Beinahe alle fahrplanmäßigen Züge der Deutschen Bahn fahren pünktlich oder mit einer Verspätung von unter sechs Minuten ab. Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Fernverkehr hat sich jedoch von 79,1 Prozent im Jahr 2012 auf 75,9 Prozent im 2019 verschlechtert. Die Hauptursachen für Verspätungen im Fernverkehr waren 2018 netzbedingte Ursachen, Störungen an Fahrzeugen und Lokomotiven sowie an der Leit- und Sicherungstechnik. Die Deutsche Bahn will unter anderem durch Pünktlichkeitsverbesserungen und einen besseren Fahrgastkomfort eine höhere Kundenzufriedenheit erreichen.

Das Schienennetz der DB hatte im Jahr 2019 eine Länge von rund 33.400 Kilometern. Im September 2019 gab das Klimakabinett der Bundesregierung bekannt der Deutschen Bahn in den Jahren 2020 bis 2030 zusätzliches Eigenkapital von einer Milliarde Euro pro Jahr zur Verfügung zustellen. Dieses Geld soll in die Modernisierung und den Ausbau des Bahnsystems fließen. 2019 erbrachte die Deutsche Bahn eine Betriebsleistung von rund 1,1 Milliarden Trassenkilometer im Schienenverkehr. Die Züge des Unternehmens wurden 2019 zu rund 60 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben.

Das Tochterunternehmen DB Cargo ist die größte europäische Güterbahn. 2018 betrug der Anteil am Verkehrsaufkommen im deutschen Schienengüterverkehr von DB Cargo rund 47 Prozent. Im Jahr 2014 lag die Verkehrsleistung von DB Cargo noch bei fast 103 Milliarden Tonnenkilometer, 2019 waren es nur noch rund 88 Milliarden Tonnenkilometer. Auch der Umsatz von DB Cargo sank und betrug zuletzt rund 4,4 Milliarden Euro. Ein Grund für den Negativtrend der Deutschen Bahn im Schienengüterverkehr ist, dass aufgrund von fehlendem Fachpersonal viele Kundenanfragen abgelehnt werden müssen. Als weitere Gründe werden im Geschäftsbericht Ressourcenengpässe, das stark ausgelastete Schienennetz und externe Störereignisse genannt.

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