Gesamtbevölkerung in Japan bis 2018

Japan: Gesamtbevölkerung von 2008 bis 2018 (in Millionen Einwohner)

von Bruno Urmersbach, zuletzt geändert am 29.04.2019
Gesamtbevölkerung in Japan bis 2018 Die Einwohnerzahl von Japan verringert sich das siebte Jahr in Folge und beträgt im Jahr 2018 geschätzt rund 126,5 Millionen Personen. Damit ist Japan zwar weiterhin eines der 20 Länder mit der größten Bevölkerung weltweit aber das wird nicht so bleiben, wie die Bevölkerungsprognosen der Population Division der Vereinten Nationen (UN) nahe legen. Wie will Japan der Wucht des demographischen Wandels begegnen?
Willkommenskultur wider Willen

Japans weist eine der geringsten Fertilitätsraten der Welt auf. Auch in den meisten anderen Industrieländern liegt die Geburtenrate weit unter dem Bestandhaltungsniveau. Der Unterschied: Während die meisten Länder die geringe Geburtenrate durch ausreichende Nettomigration kompensieren, verfolgte die japanische Politik bis vor kurzem eine Null-Einwanderungspolitik gepaart mit dem Staatsziel, eine ethnisch homogene Gesellschaft zu erhalten. Japan besitzt dementsprechend einen, im Internationalem Vergleich, auffallend geringen Ausländeranteil.

Japans Regierung vollzieht aus der Not heraus aktuell einen Paradigmenwechsel, indem nun aktiv ausländische Arbeitskräfte angeworben sollen. Die Vergreisung der japanischen Gesellschaft ist allerdings so weit fortgeschritten, dass derart zaghafte Bemühungen den Bevölkerungsschwund Japans nicht aufhalten können.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung oder Migration?

Grundsätzlich kann bei der Bevölkerungsentwicklung zwischen dem natürlichen Bevölkerungswachstum und der Zuwachsrate (allgemeines Bevölkerungswachstum) unterschieden werden:
  • natürliches Bevölkerungswachstum
  • Das natürliche Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Verrechnung von Geburten und Todesfällen.
  • Zuwachsrate
  • Bei der Zuwachsrate wird das natürliche Bevölkerungswachstum mit dem Migrationssaldo, also dem Saldo aus Immigration (Einwanderung) und Emigration (Auswanderung) verrechnet.
  • Zusammenhang
  • Industrieländer benötigen im Allgemeinen eine Geburtenrate (Fertilitätsrate) von durchschnittlich 2,1 Kindern je Frau, um den Bestand der Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Für ein positives Bevölkerungswachstum wird dementsprechend eine höhere Geburtenrate oder ein positiver Migrationssaldo benötigt.
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Japan: Gesamtbevölkerung von 2008 bis 2018 (in Millionen Einwohner)

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Einwohner in Millionen
2018*126,49
2017126,75
2016126,96
2015126,98
2014127,12
2013127,33
2012127,55
2011127,83
2010127,59
2009127,55
2008127,69
Einwohner in Millionen
2018*126,49
2017126,75
2016126,96
2015126,98
2014127,12
2013127,33
2012127,55
2011127,83
2010127,59
2009127,55
2008127,69

Quelle: IMF

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von Bruno Urmersbach, zuletzt geändert am 29.04.2019
Die Einwohnerzahl von Japan verringert sich das siebte Jahr in Folge und beträgt im Jahr 2018 geschätzt rund 126,5 Millionen Personen. Damit ist Japan zwar weiterhin eines der 20 Länder mit der größten Bevölkerung weltweit aber das wird nicht so bleiben, wie die Bevölkerungsprognosen der Population Division der Vereinten Nationen (UN) nahe legen. Wie will Japan der Wucht des demographischen Wandels begegnen?
Willkommenskultur wider Willen

Japans weist eine der geringsten Fertilitätsraten der Welt auf. Auch in den meisten anderen Industrieländern liegt die Geburtenrate weit unter dem Bestandhaltungsniveau. Der Unterschied: Während die meisten Länder die geringe Geburtenrate durch ausreichende Nettomigration kompensieren, verfolgte die japanische Politik bis vor kurzem eine Null-Einwanderungspolitik gepaart mit dem Staatsziel, eine ethnisch homogene Gesellschaft zu erhalten. Japan besitzt dementsprechend einen, im Internationalem Vergleich, auffallend geringen Ausländeranteil.

Japans Regierung vollzieht aus der Not heraus aktuell einen Paradigmenwechsel, indem nun aktiv ausländische Arbeitskräfte angeworben sollen. Die Vergreisung der japanischen Gesellschaft ist allerdings so weit fortgeschritten, dass derart zaghafte Bemühungen den Bevölkerungsschwund Japans nicht aufhalten können.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung oder Migration?

Grundsätzlich kann bei der Bevölkerungsentwicklung zwischen dem natürlichen Bevölkerungswachstum und der Zuwachsrate (allgemeines Bevölkerungswachstum) unterschieden werden:
  • natürliches Bevölkerungswachstum
  • Das natürliche Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Verrechnung von Geburten und Todesfällen.
  • Zuwachsrate
  • Bei der Zuwachsrate wird das natürliche Bevölkerungswachstum mit dem Migrationssaldo, also dem Saldo aus Immigration (Einwanderung) und Emigration (Auswanderung) verrechnet.
  • Zusammenhang
  • Industrieländer benötigen im Allgemeinen eine Geburtenrate (Fertilitätsrate) von durchschnittlich 2,1 Kindern je Frau, um den Bestand der Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Für ein positives Bevölkerungswachstum wird dementsprechend eine höhere Geburtenrate oder ein positiver Migrationssaldo benötigt.
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